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190194-05 AA · Änderungsantrag

GRÜNE-Änderungsantrag - Testweise Abschaltung der Signalisierung des Fußgängerüberwegs am Konrad-Adenauer-Platz zwischen Gottfried-Claren-Straße und von-Sandt-Straße und der Ausfahrt der Von-Sandt-Straße in den Konrad-Adenauer-Platz zur Verbesserung des ÖPNV (alt: 1912460, FF: Amt 66) Antrag zur Vorlage 190194

Nummer
190194-05 AA
Art
Änderungsantrag
Veröffentlicht
28.05.2026
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Rates 11.06.2026 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 28.05.2026 Empfehlung
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Übergeordnet

  1. 190194 Testweise Abschaltung der Signalisierung des Fußgängerüberwegs am Konrad-Adenauer-Platz zwischen Gottfried-Claren-Straße und von-Sandt-Straße und der Ausfahrt der Von-Sandt-Straße in den Konrad-Adenauer-Platz zur Verbesserung des ÖPNV (alt: 1912460, FF: Amt 66)

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Änderungsantrag
öffentlich
190194-05 AA
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Barbara Krausz
28.05.2026
GRÜNE-Änderungsantrag - Testweise Abschaltung
der Signalisierung des Fußgängerüberwegs am
Konrad-Adenauer-Platz zwischen Gottfried-Claren-
Straße und von-Sandt-Straße und der Ausfahrt der
Von-Sandt-Straße in den Konrad-Adenauer-Platz
zur Verbesserung des ÖPNV
(alt: 1912460, FF: Amt 66)
Antrag zur Vorlage 190194
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 28.05.2026 Empfehlung
Rat 11.06.2026 Entscheidung
Inhalt des Änderungsantrags
Die Verwaltung wird beauftragt, statt die Lichtsignalanlage (LSA) zwischen der
Von-Sandt-Straße und der Gottfried-Claren-Straße abzubauen, sie als
Bedarfsampel für Fußgänger:innen für einen Testzeitraum von mindestens
sechs Monaten wieder in Betrieb zu nehmen.
Die Schaltung soll so ausgelegt sein, dass die beiden aufeinanderfolgenden
Signale auf der Nordseite der B 56 gleichzeitig grün erhalten, um die
Beschleunigung des ÖPNV/MIV in Richtung Innenstadt weiterhin
sicherzustellen. Es sollen keine Änderungen/Beeinträchtigungen für die Linie
66 oder den MIV auf der B 56 entstehen. Der ÖPNV aus/in die Straße „Konrad-
Adenauer-Platz“ soll Vorrang vor dem Fußverkehr an der Bedarfsampel haben:
Die Bedarfsampel wird nur auf grün geschaltet, wenn kein ÖPNV aus/in die
Straße „Konrad-Adenauer-Platz“ fährt und gleichzeitig der Bedarf angemeldet
wurde. Der Signalmast an der westlichen Ecke der Von-Sandt-Str./B 56 kann
entfernt und der provisorische Fußgängerüberweg über die Von-Sandt-Straße
als permanenter FGÜ markiert werden.
Nach Abschluss der Testphase ist der Bezirksvertretung eine Auswertung über
die dann bestehenden Verkehrsströme und Verkehrsbewegungen (MIV, ÖNV,
Rad, Fuß) vorzulegen. Insbesondere sind Zählungen der Querungen der
gesamten Kreuzung durch Fußgänger:innen zu untersuchen.Seite 1 von 3
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Begründung
Es handelt sich bei dieser Kreuzung um eine zentrale Kreuzung in Beuel für
den Fußverkehr. Die derzeitigen Möglichkeiten zur Querung der B 56 sind
unzureichend.
Die vorgeschlagene Änderung soll den Verkehr auf der B 56 (MIV und ÖPNV)
nicht beeinträchtigen. Deswegen soll sichergestellt werden, dass die beiden
direkt aufeinander folgenden LSA für den MIV/ÖPNV auf der B 56 immer gleich
geschaltet werden. Es soll bei einer 2-Phasen-Schaltung der gesamten
Kreuzung bleiben: nur, wenn kein ÖPNV aus/in die Straße „Konrad-Adenauer-
Platz“ fährt, soll die Bedarfsampel über die B 56 auch grün werden können.
Hintergrund
• Im November 2019 wurden die Signalgeber des Fußgängerüberweges
abgedeckt, die Furt durch Absperrbaken gesperrt und das
Signalprogramm der LSA angepasst. Hierdurch entstanden auf den
schienengebundenen ÖPNV-Linien 62 und 66 Fahrtzeitverbesserungen
zwischen 8 und 19 Sekunden (DS 202272-01 ST). Die Auswirkungen
auf den nicht-schienengebundenen ÖPNV, MIV, Fuß- und Radverkehr
wurden nicht untersucht.
• Für den Fußverkehr entstanden Umwege: Statt direkten 30 Metern über
die Straße müssen 110 Meter um zwei Ecken zurückgelegt werden. Das
klingt zunächst nicht viel, jedoch benötigen Kinder, ältere und
mobilitätseingeschränkte Personen seit der Sperrung teils drei bis vier
Ampelphasen, um bspw. von der Gottfried-Claren-Straße in die Von-
Sandt-Straße oder zum Sparkassenautomaten auf der
gegenüberliegenden Seite der B 56 zu gelangen. Zudem ist zu
beobachten, dass Menschen bei „rot“ die Straße überqueren, um
rechtzeitig die Bahn zu erreichen, und dass Menschen die B 56
ungesichert queren, um abzukürzen.
Veränderte Verkehrsströme seit Ende 2019
• Aus der Friedrich-Breuer-Straße/Konrad-Adenauer-Platz erfolgt nahezu
kein MIV mehr.
• In die Friedrich-Breuer-Straße/Konrad-Adenauer-Platz erfolgt nahezu
kein MIV mehr. Die Prüfung der Verwaltung, ob der Abschnitt des
Konrad-Adenauer-Platzes zwischen Knotenpunkt Konrad-Adenauer-
Platz/B 56 und der Limpericher Straße in Südrichtung für den MIV
freigegeben werden kann, steht noch aus.
• Die Studie Mobilität in Deutschland (MID) 2023 zeigt einen deutlichen
Zuwachs des Fuß- und Radverkehrs in Bonn. Inzwischen werden 32 %
aller Wege in Bonn zu Fuß zurückgelegt, und die zurückgelegten Wege
werden länger.Seite 2 von 3
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Geplante Veränderungen im Bereich B 56/Konrad-Adenauer-Platz
• Die mögliche Einführung eines Einrichtungsverkehrs für Radfahrende
auf der Kennedybrücke dürfte den Druck auf den Knotenpunkt B
56/Hermannstr. erhöhen. An dieser Stelle reicht bereits heute die
Infrastruktur für die vielen Fußgänger*innen und Radfahrenden nicht
aus.
• Das Ergebnis der Prüfung, ob der MIV von der B 56 nach rechts
Richtung Süden in die Straße Konrad-Adenauer-Platz einfahren darf,
liegt noch nicht vor. Im Falle einer Öffnung müsste die LSA-Schaltung
angepasst werden.
• Mittel- bis langfristig soll der gesamte Knotenpunkt überplant werden.
Erwartete Vorteile einer Testphase der LSA-Wiederinbetriebnahme
• Erhebliche Verbesserung der Fußverkehrsbeziehungen über die B 56
• Entlastung der Verkehrsinsel an der Bahnhaltestelle der Linie 66. Wenn
Personen auf der Verkehrsinsel warten, wird es bei einfahrenden
Bahnen überfüllt und somit unübersichtlich.
• Im Ergebnis mehr Verkehrssicherheit.
Anlage/n
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Datenstand: 23.10.2026, 03:36 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de