240581-14 AA · Änderungsantrag
Änderungsantrag der Koalition zu "Regionales Fahrradmietsystem" - Praktikable Umsetzung beachten
Kerndaten
- Nummer
- 240581-14 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 02.07.2025
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 240581-14 AA Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Gabi Mayer DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Michael Faber Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Dominik Maxein 02.07.2025 Änderungsantrag der Koalition zu "Regionales Fahrradmietsystem" - Praktikable Umsetzung beachten Beratungsfolge Rat 03.07.2025 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Der Beschlussvorschlag wird wie folgt ergänzt: Die Verwaltung wirkt gegenüber SWB und Betreiber des Fahrrad-Mietsystems darauf hin, dass die Zonen und anderen Rückgabemöglichkeiten nach Satz 1 (für Fahrräder ohne Tretunterstützung) so umgesetzt werden, dass 1. allen, die das Mietsystem nutzen, die Änderung bezüglich der Gebühr von 1€ beim Abstellen außerhalb bestimmter Bereiche klar kommuniziert wird. 2. bei der Nutzung eines Fahrrads klar erkennbar ist, wo die Gebühr von 1 € beim Abstellen anfällt und wo nicht. 3. bei Stationen die Abgrenzungen der jeweiligen Station (physisch oder in der App) und bei ausgedehnteren Stationen die Positionen der Fahrräder im Stationsbereich in der App erkennbar sind. Begründung Zu 1: Tatsächlich sind die 1€-Zonen in Bonn im Nextbike-System bereits eingerichtet. Nextbike hatte die Gebühr zumindest in Einzelfällen sogar bereits erhoben, bevor eine entsprechende Änderung der Nutzungsbedingungen kommuniziert war und die App die “gelben Zonen” anzeigte. Inzwischen mussten Nutzer:innen einer entsprechenden Änderung zustimmen; Dabei wurde aberSeite 1 von 3 Seite 2 nicht auf die doch sehr wesentliche Regelung hingewiesen, dass das Abstellen in weiten Teilen von Bonn jetzt 1€ kostet. Auch auf der Website zum Bonner System (https://www.nextbike.de/bonn/) werden die gelben Zonen (=1€ Gebühr) bislang (Stand 27.06.) nicht erläutert (obwohl die App dorthin zur Erläuterung der Zone verweist). Beim Blick in die App stellt man fest, dass viele Fahrräder weiterhin außerhalb der gebührenfreien Bereiche und Stationen abgestellt werden. Nach Einschätzung der Antragsteller:innen geschieht dies auch aus Unkenntnis über die neue Regelung. Überraschende Gebühren führen dazu, dass die Akzeptanz eines Systems sinkt. Daher soll die neue Regelung unmissverständlich an die Nutzerinnen und Nutzer kommuniziert werden. Zu 2: Bislang zeigt die Nextbike-App nicht immer zuverlässig und nur je nach Auswahl oder nicht-Auswahl eines Fahrrads die Zonen an, in denen Gebühren anfallen. Je nachdem ist es dann nicht erkennbar, wo man Räder nun gebührenfrei abstellen kann und wo nicht. Daher wird auch das Ziel einer Konzentration der Fahrräder noch nicht erreicht. Hinzu kommt, dass die angezeigten gelben Zonen nicht selbsterklärend sind: Wer sie (siehe 1) nicht kennt, kann die Bedeutung zunächst nicht einordnen. Zwar steht in jeder zusammenhängenden gelben Zone zurzeit ein kleines “+1€”-Symbol, das bei Klick mehr Infos liefert (und auf die Website verweist). Je nach Kartenausschnitt sind diese Symbole aber nicht zu sehen. Zusammen mit 1 führt das dazu, dass Nutzer:innen von den Gebühren überrascht werden. Dabei ist auch zu bedenken, dass man nicht erst am eigentlichen Ziel sehen soll, wo in der Umgebung man das Rad abstellen kann; unter Umständen muss man dann nämlich wieder in einen gebührenfreien Bereich zurückfahren. Daher sollten die Zonen bereits vor Start der Fahrt erkennbar sein. Stellt man ein Rad (versehentlich) in einer gelben Zone ab, sollte man eine Nachricht erhalten und auf die Gelegenheit hingewiesen werden, durch kurzfristiges “umparken” die Gebühr noch zu vermeiden. Zu 3: Es scheint, dass im Rahmen der Einführung der gelben Zonen zusätzliche Stationen in Bonn eingeführt wurden, an denen die Rückgabe kostenlos ist. Zum Teil sind dies sogenannte “virtuelle Stationen”, also größere erlaubte Bereiche, die nicht physisch markiert und erkennbar sind. Bisher warenSeite 2 von 3 Seite 3 Stationen (virtuell oder markiert) jedenfalls im kostenlosen Free-Floating- Bereich weitgehend ohne Bedeutung für die Nutzer:innen. Das ändert sich nun: Stellt man ein Fahrrad in einer gelben Zone an einer Station ab, so muss man sichergehen, dass das Fahrrad “innerhalb” dieser Station steht, um die Gebühr zu vermeiden. Die Grenzen bei virtuellen Station sind aber nicht erkennbar, weder physisch noch in der App. Das ist besonders bei ausgedehnten Stationen ein Problem, wie z.B. am Haltepunkt UN Campus. Hier sieht man erst, ob man tatsächlich an der Station oder außerhalb abgestellt hat, wenn man die Leihe beendet hat. Größere virtuelle Stationen (noch dazu mit vielen anderen Fahrrädern) sind auch ein Problem, wenn man ein Rad sucht: Bei frei stehenden Rädern wird eine recht genaue Position in der App angegeben. An Stationen werden dagegen alle Räder an/in der Station “gebündelt” angezeigt. Wo diese Räder innerhalb des Bereichs der virtuellen Station stehen, ist nicht erkennbar. Da auch die Grenzen der Station nicht erkennbar sind, weiß man nicht einmal, bis wohin man nach den Rädern suchen muss. Daher sollten die Grenzen von virtuellen Stationen und die Positionen der Räder zumindest bei größeren Stationen in der App erkennbar sein. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@lage ↗Datenstand: 24.10.2026, 10:51 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de