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240581 · Beschlussvorlage

Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem"

Nummer
240581
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
11.04.2024
Letzte Änderung
22.10.2026
  • Hauptbahnhof Straße· Bonn-Zentrum, Bonn Hauptort
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Südstadt Ortsteil· Bonn
  • Röttgen Ortsteil· Bonn
  • Hoholz Ortsteil· Beuel
  • Nordstadt Ortsteil· Bonn
  • Ippendorf Ortsteil· Bonn
  • Venusberg Ortsteil· Bonn
  • Poppelsdorf Ortsteil· Bonn
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 23.05.2024 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 20.06.2024 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 2,7 MB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 240581-13 "Regionales Fahrradmietsystem"_einzelne Standorte im Stadtbezirk Bonn nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  2. 240581-03 Zwischenstand "Regionales Fahrradmietsystem"
  3. 240581-05 "Regionales Fahrradmietsystem"_Ausbringstandorte und Rückgabemöglichkeiten im Stadtbezirk Bad Godesberg, nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  4. 240581-04 "Regionales Fahrradmietsystem"_Ausbringstandorte und Rückgabemöglichkeiten im Stadtbezirk Hardtberg nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  5. 240581-06 "Regionales Fahrradmietsystem"_Ausbringstandorte und Rückgabemöglichkeiten im Stadtbezirk Bonn nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  6. 240581-07 "Regionales Fahrradmietsystem"_Ausbringstandorte und Rückgabemöglichkeiten im Stadtbezirk Beuel nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  7. 240581-08 Mitteilungsvorlage "Regionales Fahrradmietsystem"
  8. 240581-14 AA Änderungsantrag der Koalition zu "Regionales Fahrradmietsystem" - Praktikable Umsetzung beachten
  9. 240581-15 "Regionales Fahrradmietsystem"_einzelne Standorte im Stadtbezirk Bad Godesberg nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  10. 240581-16 "Regionales Fahrradmietsystem"_einzelne Standorte im Stadtbezirk Beuel nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  11. 240581-17 "Regionales Fahrradmietsystem"_einzelne Standorte im Stadtbezirk Hardtberg nach Maßgabe des Klimasteckbriefes 6.3.3.1. (Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  12. 240581-18 AA CDU-Änderungsantrag: Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem" Antrag zur Vorlage 240581-17
  13. 240581-09 Regionales Fahrradmietsystem - Gebühr für kostenpflichtiges Abstellen (Klimasteckbrief 6.3.3.1./Flächendeckender Ausbau Mobilstationen)
  14. 240581-01 AA Änderungsantrag der Koalition - Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem" Antrag zur Vorlage 240581
  15. 240581-10 AA Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem" Antrag zur Vorlage 240581-04
  16. 240581-02 AA Koalitionsänderungsantrag: Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem" Antrag zur Vorlage 240581
  17. 240581-11 AA SPD-Änderungsantrag: "Regionales Fahrradmietsystem" Antrag zur Vorlage 240581-05
  18. 240581-12 Sachstandsbericht zum regionalen Fahrradmietsystem auf dem Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises und des Bundesstadt Bonn

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Beschlussvorlage
öffentlich
240581
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Beschlussvorlage "Regionales Fahrradmietsystem"
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 17.04.2024 Entscheidung
Rat 18.04.2024 Entscheidung
Beschlussvorschlag
1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die weiteren Schritte zur Vergabe
und Inbetriebnahme eines regionalen Fahrradmietsystems ab August
2025 im Rahmen des Öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDA) der
SWBV-GmbH in Abstimmung mit den Beteiligten im Rhein-Sieg-Kreis
(Rhein-Sieg-Kreis, RVK, RSVG) durchzuführen.
2. Dabei soll auf Bonner Stadtgebiet die Variante 3 umgesetzt werden.
Begründung
Seit März 2019 (Vertragsunterzeichnung am 02.07.2018) besteht in Bonn ein
öffentlich zugängliches Fahrradmietsystem. Bedingt durch die sehr gute
Nutzerakzeptanz und die daraus resultierenden hohen Ausleihzahlen (siehe
Anlage 1), zählte das Fahrradmietsystem der Bundesstadt Bonn laut Aussagen
der Firma nextbike bereits seit Sommer 2019 zu den drei erfolgreichsten
Mietsystemen deutschlandweit.
Ein Fahrradmietsystem kann im Verbund mit einem starken ÖPNV helfen,
Menschen zum Umstieg vom eigenen PKW zum öffentlichen und
nachhaltigeren Verkehr zu motivieren. So kann die „erste und letzte Meile“ bei
einer Reise mit dem ÖPNV mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Dies macht
Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller und komfortabler und somit
auch attraktiver gegenüber dem eigenen PKW. Gleichzeitig sind mit dem
Fahrradmietsystem Fahrten „von Tür zu Tür“ flexibel möglich. Mit einer
Erhöhung des Radverkehrsanteils und einer Förderung des Umweltverbundes
werden die Luft- und Lärmbelastung reduziert sowie die Erreichung der
Klimaschutzziele unterstützt. Ein öffentliches Fahrradmietsystem fördert den
Gedanken des Teilens und setzt ein Zeichen für ein nachhaltiges
Konsumverhalten. Damit steht es ganz im Zeichen von „nutzen statt besitzen“
der shared-mobility-Angebote und ist ein wichtiger Bestandteil der
Mobilitätswende.
Ein regionales Fahrradmietsystem berücksichtigt die tatsächlichen
Pendelbeziehungen und bietet den Nutzenden dadurch einen entscheidendenSeite 1 von 30
Seite 2
Mehrwert.
Die von SWBV, als vorgesehene zukünftige Betreiberin analog zum aktuellen
System, und Stadtverwaltung empfohlene Variante 3 vereint die Vorteile des
bestehenden Systems mit kleineren Optimierungen, um unter Berücksichtigung
der Kosten einen größtmöglichen Kundenkomfort zu gewährleisten.
Zeitplanung:
Aufgrund der anzunehmenden Lieferzeiten von 6 - 9 Monaten muss die
Ausschreibung spätestens im Juni 2024 erfolgen um ein Fahrradmietsystem ab
dem 01.08.2025 bereitstellen zu können. Eine Verlängerung der bestehenden
Verträge über den 31.07.2025 hinaus sind bei den SWB sowie der RVK aus
vergaberechtlichen Gründen nicht möglich. Für die Einhaltung des u.g.
Zeitplanes ist ein zeitnaher politischer Beschluss notwendig.
A. UNTERSCHIEDLICHE SYSTEME
FÜR DIE FAHRRADBEREITSTELLUNG
Auf Grundlage der geführten Industriedialoge mit potenziellen Anbietern1 sowie
einer Marktrecherche bzgl. vorherrschender Fahrradmietsysteme wurden von
der Arbeitsgruppe „Regionales Fahrradmietsystem“2 unterschiedliche Varianten
für die Fahrradbereitstellung erwogen und einander gegenübergestellt. Die
Arbeitsgruppe wurde von einem externen Berater mit Kenntnissen aus der
Branche unterstützt3.
Bei der empfohlenen Variante 3 wurden die Parameter „Anzahl an Standorten
(insges./mit Servicelevel)“ und „Anzahl an Rädern“ unter der Berücksichtigung
von Kundennutzen und Kosten von Berater und Arbeitsgruppe abgewogen und
festgelegt. Ziel war es dabei, bei der Fortführung des Fahrradmietsystems bei
der Qualität möglichst wenig Abstriche zu machen und gleichzeitig die
Kosteneffizienz zu gewährleisten. Die Kosten aller Varianten sind von dem
externen Berater geschätzt und können nur einen Anhaltspunkt liefern.
Es ist geplant, die Ausschreibung über z.B. das Ausweisen von Optionen
möglichst flexibel zu gestalten, so dass eine Optimierung der einzelnen
Aspekte im laufenden Betrieb möglich ist.
Im Folgenden werden drei Varianten vorgestellt:
1 Es wurden Industriegespräche mit folgenden potenziellen Anbietern geführt: DB Connect,
Donkey Republic, Dott, fifteen, nextbike by TIER und Velocity.
2 Teilnehmende: RVK, RSVG, SWBV, RSK, Stadt Bonn
3 Externe Beratung durch: Dennis Steinsiek, ehem. Mitarbeitender der Fa. nextbike in BonnSeite 2 von 30
Seite 3
1. Variante 1: Status Quo (gelebt)
Das bestehende Fahrradmietsystem in Bonn zeichnet sich insbesondere durch
Folgendes aus:
- 66 zumeist gekennzeichnete Stationen für die Räder in der Innenstadt
sowie an ÖV-Haltestellen4
- max. 20 Ausgabestationen inkl. Servicelevel A+B für den Betreiber6
- Abstellen und Ausleihen für den Endnutzer im Freefloating möglich
- Bereitstellung von 900 Rädern ohne Elektroantrieb mit einer 7-Gang-
Nabenschaltung
- Bereitstellung zusätzlich von 100 Rädern nach Bedarf (Eventflotte)
- Bediengebiet: gesamtes Stadtgebiet
- Übergabestandorte zum Rhein-Sieg-Kreis: 13 Stück
- 30 Freiminuten pro Tag/aufteilbar für ÖV-Abokunden/Studenten
Skizzierung des Status Quo (gelebt):
Im aktuell gelebten Status Quo werden die Räder von den Nutzenden innerhalb
des Bediengebietes hauptsächlich im Freefloating abgestellt (89 %; siehe
Anlage zu DS 190995). Diese Möglichkeit wird auch von 90,4% der
Teilnehmenden einer Befragung als „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“ eingeschätzt
(siehe Anlage 2)5. Die Beschwerdelage hinsichtlich störend abgestellter Räder
in der Stadt insgesamt wird als überschaubar eingeschätzt.
Offiziell gibt es lt. Betreiber 51 Stationen, an denen Fahrräder mit einem
Servicelevel A+B6 bereitgestellt werden, davon liegen ca. 30 in Randbereichen
(siehe Anlage 5). Von der Fa. nextbike bedient werden jedoch aus
unterschiedlichen Gründen (siehe Anlage 3) max. 20 Stationen. Das
Nachhalten der vereinbarten Servicelevel durch den Betreiber ist für die SWBV
über das vom Betreiber zur Verfügung gestellte Dashboard nur schwer möglich.
Pedelecs sind in dem bestehenden System nicht verfügbar. Infolgedessen und
aus o.g. Gründen sind innerhalb z.B. der Stadtteile Röttgen, Ippendorf und
Venusberg oder Hoholz, Nieder- und Oberholtdorf eher wenig Ausleihen und
eine geringe Verlässlichkeit des Systems zu verzeichnen.
Die Ausgabestandorte für den Betreiber sind meist über ein Schild und
teilweise zusätzlich über eine Bodenmarkierung gekennzeichnet.
Übersicht der hauptsächlichen Vor- und Nachteile der Variante 1 (Status Quo
gelebt):
4 An diesen Stationen kann von den Nutzenden ein Fahrrad abgestellt werden.
5 Im Auftrag von SWBV wurde seitens Eidmann & Killian Managementberatung in der
Bundesstadt Bonn eine Befragung über das Fahrradmietsystem durchgeführt. Befragt
wurden rund 500 Personen. Dabei kam heraus, dass knapp über 48% der
Erhebungsteilnehmer den Free-Floating Ansatz als "sehr wichtig" und 39% als "eher
wichtig" ansehen.
6 Servicelevel A+B: Auffüllen der Stationen mit einer definierten Anzahl an Fahrrädern
innerhalb eines Zeitraumes von 24 bzw. 48h.Seite 3 von 30
Seite 4
+ Vorteile: - hoher Kundenkomfort durch Freefloating
- kostengünstiges System
- Nachteile: - mittlere bis geringe Verlässlichkeit in den
Randbereichen
Diese Variante könnte durch eine Erhöhung der Anzahl an Rädern, die
Einführung von Pedelecs und/oder eine Einschränkung des Bediengebietes
optimiert werden. Eine Verbesserung des Servicelevels ist jedoch nur unter
sehr hohen Kosten zu realisieren (siehe Anlage 3).
2. Variante 2: ursprüngliche Ausschreibung
Die Ausschreibung des Fahrradmietsystems in 2018 hatte ursprünglich einen
höheren Kundenkomfort zum Ziel, als dies über den Status Quo (gelebt)
realisiert wurde.
Das geforderte Fahrradmietsystem in Bonn sollte sich im Unterschied zum
Status Quo (gelebt) insbesondere durch ein deutlich höheres Servicelevel
sowie durch mehr Ausgabepunkte für den Betreiber auszeichnen:
- 100 feste Ausgabepunkte der Räder durch die Fa. nextbike in der
Innenstadt sowie an ÖV-Haltestellen
- davon ca. 80 Stationen inkl. Servicelevel A+B für den Betreiber
- gleichzeitige Beibehaltung von Abstellen und Ausleihen für den
Endnutzer im Freefloating
Übersicht der hauptsächlichen Vor- und Nachteile von Variante 2 (ursprüngl.
Ausschreibung):
+ Vorteile: - hoher Kundenkomfort durch Freefloating
- große Verlässlichkeit des Systems durch sehr
hohen Servicelevel
- Nachteile: - Kosten i. H. v. schätzungsweise 3,96 Mio.
Euro p.a.
Nach Einschätzung des Beraters muss für diese Variante 2 von einem Bedarf
an mind. 2.500 Rädern (+180% i.Vgl. zum Status Quo gelebt) zur
Gewährleistung einer zufriedenstellenden Verfügbarkeit ausgegangen werden.
Gleichzeitig steigen die Kosten für eine Gewährleistung eines Servicelevels an
so vielen Stationen extrem an.Seite 4 von 30
Seite 5
3. Variante 3: kombiniertes System (Empfehlung)
Diese Variante 3 kombiniert die Vorteile von Variante 1 (Status Quo gelebt) in
den zentralen Bereichen der Stadt mit der Verlässlichkeit von Variante 2
(ursprüngl. Ausschreibung) in den Randbereichen und zeichnet sich durch
Folgendes aus:
- freies Abstellen der Fahrräder im Zentrum der Stadt Bonn (Zentrum,
Nordstadt, Südstadt, Beuel, Poppelsdorf)
- Ergänzung zusätzlich durch physisch sichtbare Stationen im Zentrum
für das Ausbringen der Fahrräder (insbes. an Mobilstationen und
neuralgischen Punkten wie z.B. dem Hauptbahnhof)
- Ausweisung von Stationen in den äußeren Bereichen der Stadt
kombiniert mit Abstellzonen entlang der ÖPNV-Linien und weiteren
kundenrelevanten Straßenzügen
- Festlegung von ca. 30 Ausgabestationen inkl. Servicelevel A+B für den
Betreiber zur Einschränkung der Kosten.
Übersicht der hauptsächlichen Vor- und Nachteile des Szenarios:
+ Vorteile: - hoher Kundenkomfort durch Freefloating in
zentralen Bereichen der Stadt
- höhere Verlässlichkeit in den Randbereichen
als der
Status Quo gelebt
- deutlich geringere Kosten als der ursprünglich
geforderte Leistungsrahmen nach Variante 2
(ursprüngliche Ausschreibung)
- Nachteile: - geringfügige Einschränkung des
Kundenkomforts in den Randbereichen für
Einzelne
Skizzierung der Variante 3:
In dieser Variante 3 werden die Vorteile des aktuell gelebten Systems (Status
Quo gelebt) mit einer erhöhten Verlässlichkeit in den Randbereichen
kombiniert. Zur Gewährleistung einer zufriedenstellenden Verfügbarkeit wird
von dem Berater von einem Bedarf an mind. 1.300 Rädern (+44% i.Vgl. zum
Status Quo gelebt) ausgegangen7. Gegenüber dem Status Quo gelebt
verringert sich der Kundenkomfort durch Wegfall der vollumfänglichen
stadtweiten Freefloating-Zone lediglich für Einzelne.
Bei Realisierung dieser Variante 3 wird an neuralgischen Punkten ein
verstärktes Augenmerk auf eine etwaige Beeinträchtigung für den Fußverkehr
7 Dies entspricht ungefähr der Berechnung zu dem Fahrradmietsystem für Düsseldorf von ca. 4
Leih-Fahrrädern pro
1.000 Einwohnern.Seite 5 von 30
Seite 6
gelegt und bei Bedarf Parkverbotszonen ausgewiesen (siehe (DS 202321, DS
222180, DS 212386). Die Ausweisung von Stationen für das
Fahrradmietsystem erfolgt insbesondere an Mobilstationen und an (künftigen)
Stationen für E-Scooter.
B. SCHÄTZKOSTEN
In Tabelle siehe Anlage 7 werden die Variante 1 (Status Quo gelebt) und
Variante 2 (ursprüngl. Ausschreibung) der von SWBV und Stadtverwaltung
empfohlenen Variante 3 (kombiniertes System) gegenübergestellt. Von Seiten
des Rhein-Sieg-Kreises ist eine Realisierung aller drei Varianten möglich8. Der
Rhein-Sieg-Kreis besteht weiterhin auf ein stationäres System im Kreisgebiet.
Nach erfolgter politischer Beschlussfassung werden mit dem Rhein-Sieg-Kreis
Möglichkeiten besprochen, das Fahrradmietsystem für den Endnutzenden
möglichst einfach nutzbar zu gestalten.
Es ist vorgesehen, die einzelnen Leistungspakete der Beteiligten im Rahmen
der gemeinsamen Vergabe modular auszuschreiben, sodass wiederum eine
Beauftragung jeweils durch den Leistungserbringer ermöglicht wird. Die in
Anlage 7 dargestellten Kosten beschreiben den "Bonner Anteil" und sind im
Falle einer Beschlussfassung im Wirtschaftsplan der SWBV und in der
Haushaltsplanung der Stadt abzubilden. Die Mittel sind für den städtischen
Doppelhaushalt 2025 / 2026 angemeldet.
Das Potenzial, Einnahmen über Co-Branding der Räder (von z.B. großen
Firmen; analog Düsseldorf) zu generieren, wird als gering eingeschätzt.
Zugleich werden mit dem Studierendenausschuss (AStA) Gespräche geführt,
mit dem Ziel einen Zuschuss für das Fahrradmietsystem für die vergünstigte
Bereitstellung der Räder für Studierende zu bekommen.
C. TARIF
Tarif für die Endnutzenden
Ein Tarifvorschlag in Anlehnung an die aktuell bestehenden Tarife der
Beteiligten befindet sich in Anlage 4. Hier fallen keine monatlichen Grund- oder
Startgebühren an und die Preise für eine Kurzzeitmiete sind möglichst günstig
gehalten.
Theoretisch besteht die Möglichkeit, das Fahrradmietsystem mit einem Tarif
8 Lt. Einschätzung des Beraters müssen folgende Kosten für ein Fahrradmietsystem im Minimum
angenommen werden: 60 EUR netto pro Fahrrad und Monat (bzw. 110 EUR netto pro Pedelec und Monat)
bei gleichzeitiger Einbehaltung der Fahrterlöse durch den Betreiber. Infrastrukturkosten sind bei der
Kostenabschätzung nicht berücksichtigt.Seite 6 von 30
Seite 7
zu versehen, der (einen Teil) der Kosten refinanziert. Relevante Stellschrauben,
um Einnahmen zu generieren sind neben den Preisen pro genutzter Minute die
monatlichen Grundgebühren bzw. Startgebühren pro Ausleihe. Beispiele hierfür
sind E-Scooter-Anbieter, bei denen davon ausgegangen werden kann, dass
deren Angebot ungefähr kostendeckend gestaltet ist. Hier fallen Kosten in Höhe
von z.B. 1 EUR Startgebühr zzgl. 15-25 Cent pro Minute an, d.h. mind. 3,25
EUR pro 15 Min bzw. 10 EUR pro Stunde. Darüber hinaus werden oft Tages-
und Monatstarife (6,99 EUR/39 EUR) als unechte Flats9 angeboten. Ein solcher
Tarif wird als Ergebnis der Abstimmungen im Arbeitskreis zu Gunsten der
Realisierung eines regionalen Fahrradmietsystems und aufgrund einer
angenommenen fehlenden Kundenakzeptanz nicht empfohlen.
Gewährung von Freiminuten für VRS-ÖPNV-Abokunden
Knapp über 80% aller Ausleihen haben eine Dauer von unter 15 Minuten. Über
drei Viertel davon fallen unter die Nutzung von Freiminuten und stehen somit
für einen Wegfall der Mieteinnahmen für die Betreiber. Dieses wird
entsprechend von Betreiberseite einkalkuliert und sich im Angebotspreis
widerspiegeln. Aufgrund der Verknüpfung mit dem ÖPNV wird trotzdem eine
solche Vergünstigung empfohlen.
Aktuell bekommen ÖV-Abokunden in Bonn 30 Freiminuten pro Tag bei der
Nutzung des Fahrradmietsystems. Der Rhein-Sieg-Kreis gewährt zur Zeit 30
Freiminuten pro Ausleihe (analog Köln, Düsseldorf10). Da bei einem regionalen
Fahrradmietsystem der Tarif einheitlich sein sollte und keine Verschlechterung
der bestehenden Konditionen empfohlen wird, hat sich die Arbeitsgruppe in
ihrem Tarifvorschlag auf die Gewährung von 30 Freiminuten pro Fahrt geeinigt
(siehe Anlage 4).
D. WEITERES
a. Nutzergruppen und Nutzungszweck
Die hauptsächlichen Ausleihen des Fahrradmietsystems erfolgen in Bonn
durch ÖV-Abokunden (44,8%) und Studierende (25,4%; siehe Anlage 5).
Genutzt werden die Räder zu dem größten Teil für Fahrten unter 15 Min.
(80,9%; siehe Anlage 5). Als Fahrtzwecke angenommen werden über alle
Zielgruppen hinweg die Wege von/zu ÖV-Haltestellen, Uni/Arbeitsstellen
sowie Freizeitangeboten. Zu einem sehr geringen Anteil werden die
Fahrräder für mehrstündige Ausflüge (1,1%; siehe Anlage 5) verwendet.
b. Übergabestandorte aktuell
Der Bedarf nach einem regionalen Fahrradmietsystem wurde bereits 2020
9 https://www.test.de/E-Scooter-Sharing-Roller-Flatrates-mit-teuren-Hintertuerchen-5776262-0/
10 Bielefeld: 60 Freiminuten pro Ausleihe nur für Studenten, keine Vergünstigungen für ÖV-
Abokunden
Aachen: 30 Freiminuten pro Fahrt bei Buchung des Monatstarifes Velo30 (Kosten: 28 €)Seite 7 von 30
Seite 8
erkannt (DS 200225). Daraus resultierte die Einrichtung von
Übergabestandorten für die Räder der unterschiedlichen Systeme (5
Standorte für Räder aus Bonn, 5 Standorte für Räder der RSVG, 3
Standorte für Räder der RVK; siehe DS 221502). Die Fahrräder werden
sowohl für das Ein-, als auch für das Auspendeln genutzt. Nach aktuellem
Status Quo (gelebt) werden eingependelte Pedelecs auch innerhalb des
Bonner Stadtgebietes weitervermietet. Eine Relokation der Räder erfolgt
nach Bedarf.
c. E-Scooter
Zusätzlich zu den 900 Fahrrädern im Fahrradmietsystem waren Ende 2023
insgesamt 2.500 E-Scooter der Anbieter Bolt, TIER und Voi im Stadtgebiet
Bonn unterwegs.
d. Pedelecs
Da der Rhein-Sieg-Kreis an seinem aktuell vorhandenen System festhalten
und auch Pedelecs vorhalten wird und auch im Bonner Stadtgebiet
insbesondere bei zu überwindenden Höhenunterschieden von einem
gewissen Bedarf an Pedelecs ausgegangen werden kann, wird ein Anteil
von bis zu 20 Prozent an Pedelecs über Zusatzoptionen in der
Ausschreibung vorgehalten.
Ein reines Pedelec-System wird aufgrund der höheren Kosten nicht
empfohlen.
Ein Betrieb über Wechselakkus wird aufgrund der Machbarkeit unter
Berücksichtigung der Kosten (lt. Industriegespräche) präferiert. Die Stadt
Bonn und die SWB unterstützen den Betreiber bei Bedarf bei der Installation
von einzelnen Standorten inkl. Lademöglichkeit im Stadtgebiet.
e. Übergangszeitraum
Es wird ein Übergangszeitraum von 3 Monaten gewährt, um die Kosten für
die Inbetriebnahme des neuen Systems vertretbar zu halten.
f. Flexibilität
Das Fahrradmietsystem wird so ausgeschrieben, dass Anpassungen
hinsichtlich Servicelevel, Abstellzonen bzw. Parkverbotszonen, Lage und
Anzahl an Stationen und Ausbringstandorten sowie die Anzahl an
Fahrrädern je nach Bedarf möglichst flexibel gestaltet werden können. Damit
sind auf Grundlage von aktuellen Gegebenheiten und der Auswertung von
Nutzungsdaten Anpassungen möglich.
g. Stationen
Hinsichtlich des Aufwandes für die Erstellung der Stationen sind folgende
Arten zu unterscheiden:
o baulich angelegte Stationen mit Abstell- und ggf. Lademöglichkeiten fürSeite 8 von 30
Seite 9
die einzelnen Fahrräder,
o physisch sichtbare Stationen mit Beschilderung und Bodenmarkierung
sowie
o virtuelle Stationen, die lediglich über die APP des Anbieters nicht aber
im Stadtbild ersichtlich sind.
Auf die Einrichtung einer Vielzahl an neuen baulich angelegten Stationen
soll verzichtet werden. Bereits bestehende Stationen/Stromanschlüsse z.B.
im Rhein-Sieg-Kreis sollen von dem künftigen Betreiber genutzt werden.
Etwaige Kosten für baulich angelegte Stationen bzw. die Anpassung von
diesen soll der Betreiber tragen.
h) Abstellzonen/Parkverbotszonen innerhalb eines Freefloating-Systems
Aufgrund der aktuellen politischen Beschlusslage muss ein verstärktes
Augenmerk auf eine etwaige Beeinträchtigung für den Fußverkehr gelegt
werden (siehe (DS 202321, DS 222180, DS 212386). Dies kann sowohl die
Ausweisung von
Parkverbotszonen oder aber Abstellzonen bedeuten, als auch die
Einrichtung von (verpflichtend zu nutzenden) Stationen – entweder an
neuralgischen Punkten oder aber in der gesamten Stadt. Bei der
Realisierung des neuen, regionalen Fahrradmietsystems sollen möglichst
wenig Restriktionen angewendet werden um einen möglichst großen
Komfort für den Kunden zu gewährleisten.
i) Servicelevel/Relokationsaufwand
Ein Servicelevel garantiert die Verfügbarkeit von Fahrrädern innerhalb
eines bestimmten Zeitraumes (meist unterschieden nach einer geforderten
Relokation innerhalb von zumeist 24, 48 und 72h) an definierten Standorten.
Mit Zunahme des Servicelevels steigen durch den damit verbundenen
Relokationsaufwand die Kosten sehr stark an. Um die Realisierbarkeit zu
gewährleisten, müssen Servicelevel und Anzahl an Fahrräder in einem
ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Zur Optimierung des Gesamtsystems muss es möglich sein, die
entsprechenden Parameter auch im laufenden Betrieb anzupassen.
Finanzielle Auswirkungen:
Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung
1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.02 Planung ÖPNV
Investive Kosten der Maßnahme
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen
Einzahlungen
Investiver
FinanzsaldoSeite 9 von 30
Seite 10
Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten
Brutto Finanzstelle /
FiPos
Veranschlagt
in
Noch bereit-
zustellen
Deckung
Auszahlungen /
Aufwendungen
1.380.000,00
EUR
161001207,
Innenauftrag
6100004
2025
Einzahlungen /
Erträge
0,00 EUR
Haushaltsbelastung 1.380.000,00
EUR
Anlage/n
1 Anlagen 1-6 (öffentlich)
2 Anlage 7_Schaetzkosten (öffentlich)Seite 10 von 30
1
Anlage 1: Entwicklung der Ausleihen des Fahrradmietsystems in Bonn sowie
registrierte Nutzende, gefahrene km, CO2-Einsparung1 über den Gesamtzeitraum hinweg
1 Berechnung nach: Einspar-Rechner (adfc-bw.de) 1Seite 11 von 30
2
Anlage 2: Evaluation des Fahrradmietsystems (Auswahl)Seite 12 von 30
3Seite 13 von 30
4Seite 14 von 30
5
Anlage 3: Fahrradmietsystem 2.0 für BonnSeite 15 von 30
6Seite 16 von 30
7Seite 17 von 30
8Seite 18 von 30
9Seite 19 von 30
10Seite 20 von 30
11Seite 21 von 30
12Seite 22 von 30
13
Anlage 4: Tarifvorschlag für das regionale Fahrradmietsystem in Bonn
Standardräder NEU Standardräder ALT E-Bikes NEU
(bislang kein
Angebot)
E-Lastenrad
(Tarif bleibt gleich)
Jahresgebühr - 3 € / Jahr - -
Basistarif 1 € / 15 Minuten 1 € / 30 Minuten 2 € / 30 Minuten 3 € / 30 Minuten
VRS-Tarif 0 € / 30 Minuten pro Fahrt 0 € / 30 Minuten pro Tag 1 € / 30 Minuten 1,50 € / 30 Minuten
max. Basistarif 15 € / 24 h 8 € / 24 h 18 € / 24 h 27 € / 24 h
max. VRS-Tarif 9 € / 24 h 8 € / 24 h 12 € / 24 h 13,50 € / 24 h
Monatstarif
(Möglichkeit, keine
Vorgabe für den
Betreiber)
10 € / Monat,
0 € / 30 Minuten pro Ausleihe,
danach 1 € / 30 Minuten,
max. 9 € / 24 h
10 € / Monat,
0 € / 30 Minuten pro Ausleihe,
danach 1 € / 30 Minuten,
max. 8 € / 24 h
Jahrestarif
(Möglichkeit, keine
Vorgabe für den
Betreiber)
48 € / Jahr,
0 € / 30 Minuten pro Ausleihe,
max. 9 € / 24 h
48 € / Jahr,
0 € / 30 Minuten pro Ausleihe,
max. 8 € / 24 h
Übernachttarif (Basis) 2 € / 17-8 Uhr 3 € / 17-8 Uhr 6 € / 17-8 Uhr
Übernachttarif (VRS) 1 € / 17-8 Uhr 2 € / 17-8 Uhr 3 € / 17-8 Uhr
Weitere Besonderheiten:
- Ausleihe von bis zu 4 Rädern auf einen Account
- Sonderkonditionen gelten nur für das erste Rad
- Empfehlung: keine Vorschriften hinsichtlich Monats- und JahrestarifSeite 23 von 30
14
Anlage 5: Statistiken der Fa. nextbike zu dem aktuellen Fahrradmietsystem in Bonn
Summe (66 Standorte):
16 A-Standorte
35 B-Standorte
15 C-Standorte
bislang noch nicht
kostenpflichtigSeite 24 von 30
15
0
20
40
60
80
100
120
140
160
00:00:00
01:00:00
02:00:00
03:00:00
04:00:00
05:00:00
06:00:00
07:00:00
08:00:00
09:00:00
10:00:00
11:00:00
12:00:00
13:00:00
14:00:00
15:00:00
16:00:00
17:00:00
18:00:00
19:00:00
20:00:00
21:00:00
22:00:00
23:00:00
Ausleihen nach Uhrzeit (01.09.2018 bis 31.01.2024)
Wochenende Werktag
0
200000
400000
600000
800000
1000000
1200000
1400000
1600000
ÖV-Abokunden Sonstige Studenten
Ausleihen (01.09.2018 bis 31.01.2024)
0
500000
1000000
1500000
2000000
2500000
3000000
< 15 15-30 30-45 45-60 60-75 75-90 90-120 120-180 >=180
Fahrtdauer (01.09.2018 bis 31.01.2024)
80,9%
14,2%
2,1%
0,8%
0,4%
0,3%
0,4%
0,3%
0,7%
44,8%
29,8%
25,4%
0 500000 1000000 1500000 2000000 2500000 3000000
Station <> Station
Flex <> Station
Station <> Flex
Flex <> Flex
Ausleih- und Rückgabestandorte
(01.09.2018 bis 31.01.2024)
86,8%
6,4%
5,9%
1,0%Seite 25 von 30
16
Tarif:
Anlage 6: Beispiele von Fahrradmietsystemen aus Köln, Düsseldorf, Aachen und Bielefeld (Tarif, Bediengebiet, Anzahl Fahrräder, Einwohner)
KÖLN
1.092481 Einwohner (Stand 07.2023)
3.000 KVB-Bikes (=2,75 Räder pro 1.000 EW)
System:
innerstädtisches Freefloating kombiniert mit
Stationen in den RandbereichenSeite 26 von 30
17
Tarif:
DÜSSELDORF
629 567 Einwohner (Stand 09.2023)
2.500 Räder (=3,97 Räder pro 1.000 EW)
System:
stationsgebunden (400 Stationen)Seite 27 von 30
18
AACHEN
262 040 Einwohner (Stand 01.2023)
>500 Pedelecs (=1,9 Räder pro 1.000 EW)
System:
stationsgebunden (>70 Stück)Seite 28 von 30
19
BIELEFELD
338 332 Einwohner (Stand 12.2022)
725 Räder meinSiggi (=2,14 Räder pro 1.000 EW)
System:
stationsgebunden (60 Stück) + Flexstraßen
Tarif:Seite 29 von 30
Anlage 7: Schätzkosten
Variante 1:
Status Quo
gelebt
(Freefloating)
Variante 2:
ursprüngl.
Ausschreibung
(Freefloating +
100 Stationen)
Variante 3:
kombiniertes
System
Zentrum, Südstadt,
Nordstadt, Beuel,
Poppelsdorf
Freefloating Freefloating Freefloating
außerhalb Stationen +
Abstellzonen
Anzahl an Stationen
für die Nutzenden
66 100 nach Bedarf,
bis zu 100
Anzahl an Stationen
mit einem Servicelevel
A-B
max. 20 80 30
Anzahl an Rädern
(Minimum, empfohlen)
900 2.500 1.300
Schätzkosten (%) 100% wahrscheinlich
500%
wahrscheinlich
150%
Schätzkosten
Fahrräder (€)
648 T€ p.a. 3,24 Mio.€ p.a. 972 T€ p.a.
Schätzkosten
Pedelecs (€)
238 T€ p.a. 660 T€ p.a. 343 T€ p.a.
Schätzkosten
Verwaltungsaufwand
SWB (€)
60 T€ p.a. 60 T€ p.a. 60 T€ p.a.
Schätzkosten
insges. (€)
946 T€ p.a. 3,96 Mio. € p.a. 1,38 Mio. € p.a.Seite 30 von 30

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Datenstand: 24.10.2026, 10:45 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de