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240782-07 · Mitteilungsvorlage

Sachstandsbericht zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans der Stadt Bonn (Q2 2026) sowie Ergebnisse der ÖPNV-Befragung

Nummer
240782-07
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
20.10.2026
Letzte Änderung
21.10.2026
  1. noch nicht terminiert Kenntnisnahme
  2. noch nicht terminiert Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 240782 Neuaufstellung des Nahverkehrsplans der Stadt Bonn

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
240782-07
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Sachstandsbericht zur Neuaufstellung des
Nahverkehrsplans der Stadt Bonn (Q2 2026) sowie
Ergebnisse der ÖPNV-Befragung
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.09.2026 Aktuelle
Informationen
der Verwaltung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 04.11.2026 Kenntnisnahme
Rat 12.11.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit dem Beschluss zur DS-Nr. 240782 hat der Rat die Verwaltung in
Zusammenarbeit mit der SWB Bus und Bahn als zuständiges
Verkehrsunternehmen damit beauftragt, den Nahverkehrsplan der Stadt Bonn
neu aufzustellen.
Die Stadt Bonn als kreisfreie Stadt und ÖPNV-Aufgabenträger muss einen
eigenen Nahverkehrsplan aufstellen (§ 8 ÖPNVG NRW). Aufgrund der engen
Verflechtungen und ÖPNV-Verbindungen in der Region finden bei der
Erstellung der Nahverkehrspläne immer enge Abstimmungen zwischen Stadt
Bonn und Rhein-Sieg-Kreis statt, um auch das regionale ÖPNV-Angebot
gemeinsam abzustimmen und zu definieren.
Nachfolgend wird dargestellt, welche Schritte seit dem letzten
Sachstandsbericht vorgenommen wurden.
1) Befragung der Öffentlichkeit zum derzeitigen ÖPNV-Angebot
Als vorbereitende Maßnahme wurde im Zeitraum vom 30.06. bis 03.08.2025
eine Befragung der Öffentlichkeit zum derzeitigen ÖPNV-Angebot der Stadt
Bonn durchgeführt. Auf diese Weise sollte ein Meinungsbild eingeholt sowie
Wünsche und Ideen aus der Bürgerschaft ermittelt werden, die im Zuge der
anstehenden Erarbeitung des neuen Nahverkehrsplans berücksichtigt und
geprüft werden.
Die Befragung fand über die städtische Beteiligungsplattform „Bonn macht mit“
statt und war mit rund 4.600 Rückmeldungen die bis dato teilnehmerstärkste
Umfrage auf dieser Seite.
Die Umfrage bestand aus einem vordefinierten Fragebogen, der neben
geschlossenen Fragen auch Freitextfelder beinhaltete, sowie einem
Kartendialog, bei dem zu konkreten Stellen im Stadtgebiet Anregungen oder
Verbesserungswünsche hinterlegt werden konnten. Diese konnten wiederumSeite 1 von 52
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
von anderen Teilnehmenden per „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“
bewertet werden. Während des Befragungszeitraums gingen ca. 1.350
Eintragungen beim Kartendialog ein. Die Rückmeldungen verteilten sich dabei
über das gesamte Stadtgebiet mit einer Ballung im Bereich der Innenstadt, von
Beuel und im Gebiet Friesdorf/Dottendorf.
Um die breite Öffentlichkeit zu erreichen, wurde die ÖPNV-Befragung
umfassend beworben. Neben der Bewerbung über Social Media sowie in
Printmedien, wurde auch über die Bildschirme in Bussen und Bahnen der
SWBV und RSVG sowie an Haltestellen im Stadtgebiet informiert. Zusätzlich
wurden Plakate in verschiedenen Parkhäusern im Bonner Innenstadtbereich
platziert, um auch die Personengruppen der Nicht- oder Seltennutzenden des
ÖPNV für die Befragung zu gewinnen.
Die gesamten Rückmeldungen zum Fragebogen sowie zum Kartendialog
wurden im Anschluss ausgewertet, geclustert und analysiert. Mittlerweile liegen
die Ergebnisse zusammengefasst in einem Abschlussbericht vor (vgl. Anlage
1).
Nachfolgend werden die wesentlichen Aussagen kurz erläutert:
Die Mehrheit der Befragten stammt aus dem Bonner Stadtgebiet (85 %),
vereinzelt nahmen auch Personen aus dem Rhein-Sieg-Kreis (9%) teil, deren
Rückmeldungen für das Stadt-Umland-Angebot und Pendelverkehre eine Rolle
spielen.
Die Befragten sind ausgesprochen multimodal unterwegs. Das bedeutet, dass
71 % der Befragten ein Deutschlandticket oder anderes ÖPNV-Abonnement
nutzen, gleichzeitig aber auch im Besitz eines Fahrrads oder Scooters (66 %)
sind bzw. Zugriff auf einen privaten Pkw haben (48 %). Die Verkehrsmittel Bus
und Bahn, Fahrrad und Pkw werden dabei von dem Großteil der Befragten für
ihre Alltagsmobilität regelmäßig benutzt. Angebote der „Vernetzten Mobilität“
wie Carsharing, Leihroller oder Fahrradverleihsysteme spielen in der
praktischen Alltagsnutzung eine untergeordnete Rolle. Etwas häufiger werden
immerhin noch Bike & Ride- sowie Park & Ride-Angebote im Stadtgebiet
genutzt.
Freizeitverkehre (23 %) haben für die alltäglichen Wegezwecke eine höhere
Bedeutung als bspw. Wege zur Arbeit (17 %) oder zur Schule (5 %). Diese
Tendenz stimmt auch mit den Aussagen der zuletzt erfolgten Umfrage
„Mobilität in Deutschland“ überein.
Räumlich konzentrieren sich die Wege überwiegend auf die Bonner Innenstadt
(32 %). Es zeigt sich jedoch auch deutlich eine funktionale Verflechtung
zwischen der Stadt Bonn und dem Umland, da mehr als ein Viertel der Wege
über die Stadtgrenze hinweg führen. Wege innerhalb von Stadtbezirken und
Ortsteilen weisen hingegen eine geringere Bedeutung auf, da für diese ggf.
eher das Fahrrad genutzt wird oder man zu Fuß unterwegs ist.
Darüber hinaus wurden die Rückmeldungen zu den Umsteigepunkten
ausgewertet. Auf knapp der Hälfte der ÖPNV-Wege wird mindestens einmal
umgestiegen. Dabei ist der Bonner Hauptbahnhof/ZOB mit 1.859 Nennungen
der mit Abstand wichtigstes Umsteigepunkt. Als nächstwichtiger Knoten folgt
der Bertha-von-Suttner-Platz mit lediglich 124 Nennungen. Damit stellt sich der
Hauptbahnhof/ZOB als zentraler Dreh- und Angelpunkt im Netz dar und istSeite 2 von 52
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gleichzeitig der Brechpunkt für einen großen Anteil der Wege. Besonders
häufig von Umstiegen betroffen sind vor allem Befragte aus den Ortsteilen im
Bezirk Bad Godesberg.
Um sich über das ÖPNV-Angebot zu informieren, nutzt eine Mehrheit der
Befragten (39 %) digitale Kanäle und dort vorrangig die großen App-Anbieter
DB Navigator, Google Maps und die VRS-App. Die digitalen Anzeigen an den
jeweiligen Haltestellen werden ebenfalls häufig genutzt (30 %). Weitaus
weniger oft wird sich über klassische Papierfahrpläne (9 %) und in den
Kundencentern (1 %) informiert. Dabei nutzen auch ältere Personen die
digitalen Kanäle stark. Bei der Nutzung der Kundencenter sind ältere
Altersklassen im Vergleich jedoch stärker repräsentiert.
Insgesamt wird der ÖPNV für Bonn von den Befragten als wichtig eingeschätzt.
75 % bewerten seine Bedeutung für die Stadt als „hoch“ oder „sehr hoch“.
Als wesentliche Stärken werden die Verfügbarkeit von Direktverbindungen, die
Häufigkeit der Abfahrten im Tagesverlauf sowie die statischen Informationen an
den Haltestellen genannt. Demgegenüber konzentriert sich die Kritik auf den
operativen Betrieb und die Informations- und Störungskommunikation. Im
Fokus steht die fehlende Zuverlässigkeit, insbesondere im Hinblick auf
Fahrtausfälle und Verspätungen. Damit verbunden ist auch die Einschätzung,
dass der ÖPNV im Alltag nicht immer konkurrenzfähig zum Pkw ist.
Bei den Themen Komfort und Sicherheit zeigt sich eine deutliche Differenz
zwischen Tag und Nacht. Die Sauberkeit von Haltestellen und Fahrzeugen wird
eher im Bereich „neutral“ bis „unzufrieden“ eingeordnet. Des Weiteren besteht
auch beim Thema Barrierefreiheit genereller Verbesserungsbedarf, wie bspw.
beim stufenlosen Einstieg in Bus und Bahn.
Seitens der Befragten wurden sich neben einer besseren Zuverlässigkeit auch
schnellere und direktere Verbindungen ins Umland sowie innerhalb des
Stadtgebietes zwischen den Stadtbezirken gewünscht. Generell wird auch ein
weiterer Ausbau des Stadt- und Straßenbahnnetzes vorgeschlagen. Weniger
häufig wurde sich eine Erweiterung des Park & Ride- bzw. Bike & Ride-
Angebotes, die Erweiterung von Leihsystemen sowie der Ausbau von
Mobilstationen gewünscht.
Im Rahmen des Kartendialogs standen insbesondere folgende Themen im
Vordergrund:
• Tangentialverbindungen zwischen den Stadtbezirken (insbesondere
Bad Godesberg – Beuel sowie Nordstadt und Endenich)
• Ausbau des Stadt- und Straßenbahnnetzes (u.a. bestehende Planungen
zur Stadtbahnverlängerung Buschdorf sowie zur Westbahn, aber auch
Dottendorf/Friesdorf und Mehlem)
• Verkürzung von Linienwegen für schnellere Fahrzeiten (insbesondere
Innenstadt)
• Vorrangschaltung & Busbeschleunigung (separate Spuren für Bus und
Bahn und Bevorrechtigung des ÖPNV an signalisierten Knotenpunkten,
v.a. Linie 66)
• Barrierefreier Ausbau von Haltestellen, Ausstattung mit Wartehallen undSeite 3 von 52
Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Verbesserung des Hitzeschutzes
• Taktverdichtungen und Ausbau des Taktangebots auf Stadt- und
Straßenbahnlinien (insbesondere Richtung Siegburg und auf der Linie
65, aber auch Linie 631 im Busangebot)
• Einbindung der neuen Bahn-Haltepunkte der S13 in Vilich und
Ramersdorf in das bestehende ÖPNV-Netz
• Meldungen zu sozial- und ordnungsrelevanten Herausforderungen,
insbesondere die Situation im Umfeld des ZOB
Abschließend wurde auch häufig die fehlende Zuverlässigkeit im Zugverkehr
nach Köln genannt. Diese Thematik wird aufgrund der Zuständigkeit von DB
und go.Rheinland inhaltlich jedoch nicht im Rahmen des neuen
Nahverkehrsplans behandelt werden.
Zusammenfassend lassen sich auf Basis der Ergebnisse einige
Handlungsbedarfe identifizieren und formulieren, die für die Erarbeitung des
neuen Nahverkehrsplans eine Rolle spielen. Diese werden unter
Berücksichtigung der derzeitigen angespannten Haushaltssituation und unter
Abwägung von Kosten und Nutzen im Rahmen des anstehenden
Erarbeitungsprozesses tiefergehend betrachtet. Bei der Entwicklung von
entsprechenden Maßnahmen zu den einzelnen Handlungsfeldern wird es
notwendig sein, Prioritäten zu setzen und transparent aufzuzeigen, welche
Maßnahmen den größtmöglichen Nutzen aufweisen und dabei finanziell
darstellbar sind.
Folgende Handlungsfelder wurden auf Basis der Rückmeldungen zur ÖPNV-
Befragung identifiziert und sollen eingehender untersucht werden:
Themenfeld Liniennetz & Erreichbarkeit
Die Untersuchungen des neuen Nahverkehrsplans sollten analytisch und
konzeptionell die Schaffung von tangentialen Querverbindungen behandeln
und den Ausbau des spurgeführten Netzes (in erster Linie Stadtbahn &
Straßenbahn, bei einer potenziell zukünftigen Umsetzung auch Seilbahn)
planerisch fortführen. Daneben sollte der Plan verständlich kurz-, mittel-,
langfristige und perspektivische Maßnahmen beinhalten, auch im Kontext der
Zielnetze 2032 und 2040 für den Schienenpersonennahverkehr in NRW. Der
neue Nahverkehrsplan sollte somit die Aufgabe übernehmen, einerseits als
mittelfristiges Umsetzungswerk und andererseits als langfristiger ÖPNV-
Entwicklungsplan zu fungieren.
Die Verwaltung weist darauf hin, dass insbesondere der Netzausbau unter dem
Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur
Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-Planentwurfes 2027/2028 sowie der
mittelfristigen Finanzplanung steht.
Themenfeld Infrastruktur und Ausstattung
Ein klarer Fokus sollte auf die Beschleunigung und Priorisierung des Bahn- und
Busverkehrs gelegt werden. Zentrale Handlungsfelder sind die Schaffung bzw.
Ausweitung separater Fahrspuren für den ÖPNV sowie die konsequente
Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen, um Reisezeiten im ÖPNV zu verkürzen
und die Zuverlässigkeit des Angebots zu erhöhen. Bestehende
Vorrangschaltungen sollten systematisch überprüft und bedarfsgerecht
weiterentwickelt werden, um eine möglichst durchgängige Bevorrechtigung desSeite 4 von 52
Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
ÖPNV an Knotenpunkten sicherzustellen.
Im Bereich Haltestelleninfrastruktur sollte im Rahmen des Nahverkehrsplans
eine kontinuierliche Prüfung und Weiterentwicklung der Qualitätsanforderungen
an Haltestellen erfolgen, insbesondere in Bezug auf Barrierefreiheit,
Aufenthaltsqualität und Witterungsschutz.
Themenfeld Information & Service
Der Fokus sollte auf digitalen Informationsangeboten liegen, da diese von den
Fahrgästen als primäre Informationsquelle genutzt werden. Insbesondere Apps
zur Vorabinformation sowie digitalen Fahrgastinformationsanzeigern (DFI) an
Haltestellen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Im Rahmen der
Neuaufstellung des Nahverkehrsplans sollte daher die Weiterentwicklung und
Qualitätssicherung dieser digitalen Informationskanäle als zentrales
Handlungsfeld verankert werden. Insbesondere die Prozesse zur Erfassung,
Aufbereitung und Ausspielung von Echtzeitinformationen sind weiter zu
verbessern, um beispielsweise bei Störungen und Abweichungen vom
Regelbetrieb die Fahrgäste schnell und umfassend informieren zu können.
Vor dem Hintergrund der abnehmenden Bedeutung personenbedienter
Vorverkaufs- und Informationsstellen wird empfohlen, Synergien zwischen
bestehenden Informationsangeboten – insbesondere der SWB, von
go.Rheinland sowie weiterer Verkehrsunternehmen – zu nutzen, um weiterhin
eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Fahrgastinformation
sicherzustellen.
Zwar konzentrierten sich die meisten Rückmeldungen zum Thema Sicherheit
auf den Bereich ZOB, der im Stadtgebiet sicherlich einen gewissen Sonderfall
darstellt, dennoch ist der Aspekt Sicherheit ein wesentlicher Baustein für ein
(positives) Image des ÖPNV. Aufgrund dessen sollte im Rahmen des neuen
Nahverkehrsplans diskutiert werden, welche Maßnahmen in Form von
Sicherheitskonzepten seitens Stadt oder Verkehrsbetrieben das
Sicherheitsempfinden im Bonner ÖPNV sowie dessen Zugangsstellen erhöhen
können.
Themenfeld Vernetzte Mobilität und Stadt-Umland-Beziehungen
Die Einbindung von neuen Haltepunkten, wie bspw. der S13-Haltepunkte Vilich
und Ramersdorf, in das bestehende ÖPNV-Liniennetz sollte betrachtet werden.
Den Stationen kommt eine zentrale Rolle als Schnittstellen zwischen
Regionalverkehr und dem kommunalen Bus- sowie Bahnverkehr zu.
Entsprechend werden sie als wichtige zukünftige Mobilstationen
wahrgenommen, an denen unterschiedliche Verkehrsmittel sinnvoll,
übersichtlich und möglichst barrierefrei miteinander verknüpft werden sollten.
Eng damit verbunden ist die Stadt-Umland-Beziehung. Die bereits gut
ausgebaute Verknüpfung zwischen Bonn und dem Umland wird grundsätzlich
positiv bewertet und sollte aus Sicht der Fahrgäste fortgeführt und weiter
ausgebaut werden. Gleichzeitig werden auf einzelnen Relationen Defizite
gesehen, insbesondere in Richtung Meckenheim, wo Verbesserungsbedarf
hinsichtlich Angebotsqualität, Reisezeiten und Umsteigemöglichkeiten besteht.
Aufgrund dessen sollte im neuen Nahverkehrsplan bei der Konzeption ein
möglichst interkommunaler Ansatz verfolgt und der Rhein-Sieg-Kreis als
relevanter Akteur wie vorgesehen regelmäßig einbezogen werden.
2) ÖPNV-Studie der SWB Bus und Bahn
Als weitere vorbereitende Maßnahme zur Neuaufstellung desSeite 5 von 52
Seite 6Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Nahverkehrsplans wurde seitens der SWB Bus und Bahn eine Studie zu
Einsparpotenzialen im aktuellen Liniennetz in Auftrag gegeben. Vor dem
Hintergrund der Vorgabe, den operativen Verlust des Verkehrsbereichs ab
2028 auf jährlich 80 Mio. € zu begrenzen, besteht ein zusätzlicher
Konsolidierungsbedarf in Höhe von rund 20 Mio. € gegenüber der aktuellen
Planung. Davon sollen 10 Mio. € pro Jahr durch Anpassungen im
Verkehrsangebot (Status Quo) realisiert werden.
Ziel der Studie war es, auf Basis einer datengetriebenen Analyse des Bonner
Verkehrsmarktes, Maßnahmen zur wirtschaftlicheren Ausgestaltung des
ÖPNV-Angebotes zu identifizieren und gleichzeitig die hohe Angebotsqualität
im Bonner ÖPNV weitgehend zu erhalten. Neben Fahrgastzähldaten,
Betriebsplanungsdaten sowie Ergebnissen aus internen und externen
Befragungen sind auch angereicherte Mobilfunkdaten (Senozon) in
Kombination mit GTFS-Echtzeitfahrplandaten analysiert worden, um eine
belastbare Bewertung der tatsächlichen Verkehrsnachfrage im Bonner
Stadtgebiet zu ermöglichen. Auf dieser datenbasierten Grundlage wurde ein
Maßnahmenpaket für Effizienzsteigerungen im bestehenden ÖPNV-Netz
entwickelt, das stärker an der tatsächlichen Nachfrage ausgerichtet ist, den
wirtschaftlichen Einsparvorgaben durch die Stadt entspricht und gleichzeitig
definierte Mindeststandards und Qualitätsanforderungen im ÖPNV sicherstellt.
Die Ergebnisse zeigen, dass Bonn insgesamt über eine sehr hohe ÖPNV-
Angebotsqualität verfügt. Auf Basis der nachfrageorientierten Auswertung sind
Maßnahmen identifiziert worden, die zwischen Verwaltung, SWBV und wo nötig
dem Rhein-Sieg-Kreis weitergehend geprüft werden. Erste Ergebnisse der
Abstimmungen werden im Rahmen des projektbegleitenden politischen Beirats
zur Neuaufstellung des Nahverkehrsplans der Politik vorgestellt (s. unter Punkt
3) Ausblick / laufende Projektarbeit).
Im Wesentlichen sollen die Maßnahmen auf folgenden Handlungsfeldern
basieren:
• verkehrliche Optimierungen
• Anpassung von Bedienstandards
• Reduzierung von Parallelverkehren im Hauptnetz
Insgesamt wurden in den unterschiedlichen Handlungsfeldern Maßnahmen mit
einem Gesamtvolumen von 14 Mio. Euro identifiziert, so dass zum Erreichen
des notwendigen Einsparvolumens in Höhe von 10 Mio. Euro eine gewisse
Flexibilität bei der Auswahl der einzelnen Maßnahmenpakete durch die Politik
besteht.
3) Ausblick / laufende Projektarbeit
Die Ausschreibung und Vergabe an einen externen Gutachter für die
Erarbeitung des neuen Nahverkehrsplans wurde Ende Juli abgeschlossen. Ein
Auftakttermin zwischen Fachverwaltung, SWB Bus und Bahn sowie Büro hat
bereits stattgefunden. Ein regelmäßiger Arbeitskreis wurde eingerichtet.
In den kommenden Beteiligungsgremien (Kinder- und Jugendbeirat, Beirat
Bürgerbeteiligung sowie Ausschuss zur Beteiligung der Bürgerinnen und
Bürger) wird über das geplante Kommunikations- und Beteiligungskonzept zum
neuen Nahverkehrsplan informiert, um finale Anregungen zur Überarbeitung
der Öffentlichkeitsbeteiligung zu erhalten.
Des Weiteren wird zur kontinuierlichen Einbindung der Politik ein
projektbegleitender Beirat eingerichtet, der am 23.09.2026 zum ersten MalSeite 6 von 52
Seite 7Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
tagen wird. Weitere Sitzungstermine des Beirats werden im Anschluss i.d.R.
quartalsweise durchgeführt.
Im Rahmen der Erarbeitung des neuen Nahverkehrsplans wird ein Fokus auf
den Aspekten Wirtschaftlichkeit und Effizienz des ÖPNV-Angebots liegen,
bedingt durch die Einsparvorgaben im ÖPNV durch den Verwaltungsvorstand.
Erste Einsparvorschläge für 2028 wurden im Kontext der ÖPNV-Studie der
SWB Bus und Bahn ermittelt. Eine weitere Betrachtung im Nahverkehrsplan
sowie eine tiefergehende Beratung mit der Politik sind notwendig. Hierzu dient
auch der projektbegleitende Beirat.
Darüber hinaus sind im Kontext Neuaufstellung Nahverkehrsplan kurz- bis
mittelfristig die Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf den ÖPNV zu
betrachten.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Erarbeitung des neuen
Nahverkehrsplans Ende 2027 abgeschlossen sein wird und eine politische
Beratung in Q1 2028 erfolgen kann. Bis dahin wird die Politik weiterhin
regelmäßig über den Sachstand sowie über relevante Zwischenergebnisse zum
zukünftigen ÖPNV-Angebot informiert.
Anlage/n
1 1_Ergebnisbericht ÖPNV-Befragung Bonn (öffentlich)Seite 7 von 52
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Planersocietät | VIA
Inhaltsverzeichnis
1 ÖPNV-Befragung als Grundlage für den Nahverkehrsplan der Bundesstadt Bonn 6
1.1 Projektziele 6
1.2 Methodik der Befragung 7
1.3 Bewerbung der Befragung 8
2 Ergebnisse der ÖPNV-Befragung 10
2.1 Personenbezogene Angabe und Verkehrsmittelverfügbarkeit 10
2.2 Mobilitätsnutzung 14
2.2.1 Informationsnutzung und Service 19
2.2.2 Nicht-Nutzer Belange 20
2.3 Bewertung des aktuellen ÖPNV 23
2.4 Vorschläge der Bevölkerung 27
3 Handlungsbedarfe und Empfehlungen für den Nahverkehrsplan der Bundesstadt Bonn 32
4 Anhang – Fragebogen 36
Teil 1: Personenbezogene Angaben und allgemeines Mobilitätsverhalten 36
1.1. Demografische Daten 36
1.2. Verkehrsmittelverfügbarkeit 36
1.3. Mobilitätsangebote 36
1.4. Einfluss Verkehrsmittelwahl 37
1.5. Nutzungshäufigkeit 37
1.6. Wegezweck ÖPNV 38
1.7. Wegeverbindungen ÖPNV 38
1.8. Umsteigen 38
1.9. Verkehrsmittelwahl zur Haltestelle 38
1.10. Informationen zum ÖPNV 39
1.11. Digitale Information 39
Teil 2: Bewertung des aktuellen ÖPNV-Angebots 39
2.1. Welche Bedeutung hat der ÖPNV im eigenen Alltag? 39
2.2. Angebot 39
2.3. Kommunikation & Information 40
2.4. Sicherheit und Komfort 40
2.5. Barrierefreiheit bzw. Nutzbarkeit für alle 40
Teil 3: Ihre Vorschläge für den zukünftigen ÖPNV 41
3.1. Angebotsverbesserungen 41
3.2. Abschluss 41
Teil 4: Nichtnutzer:innenblock 42Seite 10 von 52
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4.1. Hauptgründe für Nichtnutzung 42
4.2. Bevorzugte Verkehrsmittel 42
5.1. Letzte ÖPNV-Nutzung 43
5.2. Potenzielle Anreize zur Nutzung des ÖPNV 43
5.3. Potenzielle Wege bei Nutzung des ÖPNV 43
5.4. Abschluss 44Seite 11 von 52
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Flyer zur Bewerbung der ÖPNV-Befragung ............................................................................................... 9
Abbildung 2: Geschlecht und Alter der Befragten (n=4.592) ....................................................................................... 10
Abbildung 3: Tätigkeit der Befragten (n=4.589) ........................................................................................................... 11
Abbildung 4: Wohngebiet der Befragten (n=4.592) ..................................................................................................... 11
Abbildung 5: Verteilung der Wohngebiete .................................................................................................................. 12
Abbildung 6: Verkehrsmittelverfügbarkeit der Befragten (n=4.592) ........................................................................... 13
Abbildung 7: Verkehrsmittelverfügbarkeit nach Wohnort (4.592) .............................................................................. 13
Abbildung 8: Nutzungshäufigkeit der Verkehrsmittel (n=4.592) .................................................................................. 14
Abbildung 9: Wegezweck (n=17.171)........................................................................................................................... 15
Abbildung 10: Wegezweck nach Altersklasse (n=4.592) .............................................................................................. 16
Abbildung 11: Wegeziele (n=11.984) ........................................................................................................................... 17
Abbildung 12: Wegeverbindung nach Wohnort (n=4.592) .......................................................................................... 17
Abbildung 13 Umsteigehäufigkeit (n=4.592)................................................................................................................ 18
Abbildung 14: genutzte digitale Informationsquellen (n=9.092) ................................................................................. 19
Abbildung 15: Informationsquellen zum ÖPNV (n=9.873) ........................................................................................... 19
Abbildung 16 Informationsquellen zum ÖPNV nach Altersklasse (n=4.592) ................................................................ 20
Abbildung 17: Hauptgrund für die Nicht-Nutzung des ÖPNV (n=231) ......................................................................... 21
Abbildung 18: Bevorzugte Verkehrsmittel der Nicht-Nutzenden (n=96) ..................................................................... 22
Abbildung 19: Potenzielle Anreize für Nicht-Nutzende (n=157) .................................................................................. 23
Abbildung 20: Bewertung des ÖPNV-Angebots ........................................................................................................... 25
Abbildung 21: Bewertung von Information.................................................................................................................. 25
Abbildung 22: Bewertung von Sicherheit und Komfort ............................................................................................... 26
Abbildung 23: Bewertung der Barrierefreiheit (n=4.545) ............................................................................................ 26
Abbildung 24 Offene Fragen: Angebotsverbesserung ................................................................................................. 27
Abbildung 25: Online-Kartendialog mit Verortung der Beiträge .................................................................................. 28
Abbildung 26: Anzahl der Beiträge je Themenfeld und Kategorie ............................................................................... 30
Abbildung 27 Rückmeldungen im Online-Kartendialog nach Themen ......................................................................... 31
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Wichtigste Umsteigehaltestellen ................................................................................................................. 18Seite 12 von 52
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Planersocietät | VIA
1 ÖPNV-Befragung als Grundlage für den
Nahverkehrsplan der Bundesstadt Bonn
1.1 Projektziele
Die Bundesstadt Bonn, vertreten durch die Abteilung Mobilität und Verkehr, plant in Kooperation
mit dem städtischen Verkehrsunternehmen SWB Bus und Bahn eine umfassende Befragung der
Bürgerinnen und Bürger zum derzeitigen Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).
Diese zielt darauf ab, ein aktuelles Meinungsbild der Bonner Bevölkerung zu erhalten, das als
Grundlage für die Entwicklung zukünftiger Handlungsempfehlungen und Maßnahmen dient. Die
Ergebnisse der Befragung sollen insbesondere in die geplante Neuaufstellung des Nahverkehrs-
plans der Stadt Bonn einfließen und dienen somit als vorbereitende Maßnahme für die Optimie-
rung des ÖPNV-Angebots.
Die Befragung verfolgt das Ziel, Problemstellen und Verbesserungswünsche zu identifizieren, um
herauszufinden, welche Bedarfe seitens der Bürgerinnen und Bürger bestehen und ob diese durch
das bestehende ÖPNV-Angebot hinreichend abgedeckt werden. Darüber hinaus sollen Wünsche
und Ideen der Bevölkerung im Hinblick auf Mobilität ermittelt werden. Aus den gesammelten Rück-
meldungen können Rückschlüsse gezogen und konkrete Handlungsempfehlungen erstellt werden,
um das ÖPNV- und Mobilitätsangebot in Zukunft nachhaltig und bedarfsgerecht auszubauen. Dies
soll nicht nur die Zufriedenheit der aktuellen Nutzerinnen und Nutzer erhöhen, sondern auch die
Nutzung durch bisherige Nicht-Nutzende fördern.
Besonders wichtig ist es, die Perspektiven derjenigen Bürgerinnen und Bürger zu erfassen, die den
ÖPNV derzeit nicht nutzen. Auf diese Weise sollen individuelle Faktoren identifiziert werden, die
einer intensiveren Nutzung des ÖPNV im Wege stehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen der
Bundesstadt Bonn als Aufgabenträgerin des lokalen ÖPNV helfen, gezielte Maßnahmen zu formu-
lieren, um die Attraktivität und Effizienz des öffentlichen Nahverkehrs zu steigern.
Um eine möglichst breite Beteiligung sicherzustellen, wird die Befragung über geeignete Formate
und mit entsprechenden Mitteln beworben. Die städtische Beteiligungsplattform „Bonn macht mit“
steht für die Durchführung der Online-Befragung zur Verfügung. Das Ziel ist, durch ein breitenwirk-
sames Kommunikationskonzept alle relevanten Zielgruppen zu erreichen und zur aktiven Teil-
nahme zu motivieren. Abweichend von repräsentativen Haushaltsbefragungen wie bspw. der Mo-
bilität in Deutschland (MiD) bei der Stichproben gezogen werden, um einen Querschnitt der Bevöl-
kerung darzustellen, ist die hier geplante und durchgeführte Befragung offen für alle Interessierten
angelegt. Umso wichtiger ist die beschriebene Bewerbung, um möglichst viele Menschen anzuspre-
chen und zu der Teilnahme an der Befragung zu motivieren. Damit die Hemmschwelle einer Teil-
nahme möglichst niedrig liegt, ist die Befragung zudem anonym ausgelegt. Auch dies unterscheidet
dieses Beteiligungsformat von einer repräsentativen Haushaltsbefragung.Seite 13 von 52
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Planersocietät | VIA
1.2 Methodik der Befragung
Der Fragebogen wurde so gestaltet, dass er in kurzer Zeit beantwortet werden kann und dennoch
alle relevanten Aspekte für die Neuaufstellung des Nahverkehrsplans abdeckt. Die Befragung kom-
biniert geschlossene Fragen für eine statistische Auswertung mit offenen Fragen für qualitative Hin-
weise. Insgesamt umfasst sie vier Hauptteile und zusätzlich noch spezifische Fragen, die an Schüler,
Studenten oder Senioren gerichtet sind. Ergänzt wird die Befragung durch einen Online-Kartendia-
log als fünften Teil.
Teil 1 – Personenbezogene Angaben und Mobilitätsverhalten
Dieser Abschnitt erfasst demografische Daten wie Alter, Tätigkeit und Wohnort sowie die Verfüg-
barkeit und Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. Außerdem wird abgefragt, welche Faktoren die
Wahl des Verkehrsmittels beeinflussen und wie häufig bestimmte Angebote genutzt werden.
Die Auswertungen dieses Teils dienen der Einteilung nach Nutzendengruppen und der Identifika-
tion von entsprechenden Unterschieden im Mobilitätsverhalten. Informationen zur Verkehrsmittel-
verfügbarkeit und Nutzungshäufigkeit sind entscheidend, um die Rolle des ÖPNV im Alltag zu ver-
stehen und Hemmnisse zu identifizieren.
Teil 2 – Bewertung des aktuellen Mobilitätsangebots
In diesem Teil wird die Zufriedenheit mit dem bestehenden Angebot erfasst. Dazu gehören Aspekte
wie die Taktung, Direktverbindungen, Nachtverkehr, Zuverlässigkeit sowie ergänzende Mobilitäts-
angebote. Weitere Fragen betreffen die Qualität der Informationen, Sicherheit und Komfort sowie
die Barrierefreiheit.
Die Ergebnisse zeigen, wo das aktuelle Angebot den Erwartungen entspricht und wo ein Verbesse-
rungsbedarf besteht. Weitere Aspekte wie Sicherheit, Sauberkeit und Barrierefreiheit sind zentrale
Qualitätsmerkmale, die für die Attraktivität des ÖPNV entscheidend sind. Die Bewertung der Infor-
mationsangebote liefert zudem Hinweise zur Verbesserung der Kommunikation.
Teil 3 – Vorschläge für den zukünftigen ÖPNV
Die Teilnehmer können in diesem Teil Handlungsfelder priorisieren, beispielsweise den Ausbau von
Stadtbahn und Straßenbahn, schnellere Verbindungen oder neue Mobilitätsangebote. Wichtige Re-
lationen oder auch Umsteigepunkte sind ebenfalls relevant. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ei-
gene Ideen in einem Freitextfeld einzubringen.
Teil 4 – Angaben der Nichtnutzer
Für Personen, die den ÖPNV selten oder gar nicht nutzen, werden die Gründe für die Nichtnutzung
sowie potenzielle Anreize zur Nutzung abgefragt. Ergänzend wird erfasst, welche Verkehrsmittel
stattdessen genutzt werden und für welche Zwecke der ÖPNV künftig interessant sein könnte.
Die Analyse dieser Hemmnisse ist entscheidend, um Maßnahmen zur Gewinnung neuer Nutzer-
gruppen abzuleiten. Potenzielle Anreize geben Hinweise, welche Verbesserungen die Attraktivität
des ÖPNV steigern könnten.Seite 14 von 52
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Teil 5 – Online-Kartendialog
Ergänzend zur Befragung wird ein Online-Kartendialog genutzt, um konkrete Anregungen der Teil-
nehmenden räumlich verorten zu können. Dafür stehen folgende Kategorien zur Auswahl:
• ÖPNV-Angebot (z.B. Linienführung, Taktung)
• ÖPNV-Infrastruktur (z.B. neue Bahnstrecke, Haltestelle, Park & Ride, Bike & Ride)
• Alternative Verkehrsmittel (z.B. E-Scooter, Carsharing) bzw. Mobilstationen und
• Sonstiges
Beispielhaft werden der Karte folgende mögliche Fragen beigestellt:
• Wo sollten neue Straßenbahn- oder Stadtbahnstrecken gebaut werden?
• Welche Direktverbindungen zwischen bestimmten Orten wünsche ich mir für ein neues
Busnetz?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten werktags häufiger bzw. länger fahren?
Auf welchem Abschnitt?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten am Wochenende häufiger fahren? Auf
welchem Abschnitt?
• Besteht der Wunsch nach flexibleren Angeboten? Wie könnten diese aussehen?
• Wo und wie ließe sich der ÖPNV beschleunigen?
• Wo sollten Mobilstationen (Bündelung verschiedener Angebote, z.B. Bike+Ride und Car-
sharing an zentralen Bahnhöfen und Haltestellen) errichtet werden?
1.3 Bewerbung der Befragung
Für die Befragung werden verschiedene Kanäle genutzt: Plakate, Flyer und weitere Printmedien für
den öffentlichen Raum sowie digitale Formate für Online- und Social-Media-Kommunikation. Alle
Materialien werden in einem einheitlichen Design nach den städtischen Richtlinien gestaltet. Er-
gänzend gibt es eine klare Kernbotschaft, um die Bedeutung der Beteiligung für den neuen Nahver-
kehrsplan hervorzuheben. Die Flyer werden extra so gestaltet, dass auch Nichtnutzende des ÖPNV
angesprochen werden. Dazu werden die Plakate beispielsweise in Parkhäusern aufgehangen und
auf den Social-Media Plattformen geteilt.Seite 15 von 52
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Abbildung 1: Flyer zur Bewerbung der ÖPNV-BefragungSeite 16 von 52
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2 Ergebnisse der ÖPNV-Befragung
Die hohe Beteiligung von 4.592 Personen zeigt das große öffentliche Interesse am ÖPNV in Bonn
und liefert eine solide Datengrundlage für die Weiterentwicklung des Angebots. Auf Basis von De-
mografie, Verkehrsmittelverfügbarkeit und Mobilitätsverhalten werden Stärken und Entwicklungs-
potenziale identifiziert; ergänzend werden Umstiegshürden aus Sicht der Nicht-Nutzenden heraus-
gearbeitet. Durch den offenen und anonymen Charakter der Befragung sind die Ergebnisse nicht
repräsentativ.
2.1 Personenbezogene Angabe und Verkehrsmittelverfügbar-
keit
Bevor Nutzungsmuster und Zufriedenheit bewertet werden, braucht es einen Blick auf die Zusam-
mensetzung der Teilnehmenden. Die Demografie schafft den Rahmen für die Interpretation und
macht sichtbar, welche Chancen und Herausforderungen sich je nach Gruppe unterscheiden.
Die Zusammensetzung der Teilnehmenden zeigt eine leichte Überrepräsentation von Frauen (54
%), während Männer 41 % und diverse Personen 1 % der Stichprobe ausmachen. In der Altersstruk-
tur liegt der Schwerpunkt deutlich bei den Jahrgängen zwischen 18 und 59 Jahren.
Abbildung 2: Geschlecht und Alter der Befragten (n=4.592)
Beim Erwerbsstatus stellen Vollzeit-Erwerbstätige mit 54 % die größte Gruppe, gefolgt von Teilzeit-
Erwerbstätigen (19 %).
weiblich
54%
männlich
41%
divers
1%
keine
Angabe
4%
1%
4%
18%
21%
22%
20%
7%
6%
1%
1%
0% 5% 10% 15% 20% 25%
0–13 Jahre
14–17 Jahre
18–29 Jahre
30–39 Jahre
40–49 Jahre
50–59 Jahre
60–64 Jahre
65–74 Jahre
75–79 Jahre
80 Jahre und älterSeite 17 von 52
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Planersocietät | VIA
Abbildung 3: Tätigkeit der Befragten (n=4.589)
Geografisch stammt der Großteil der Befragten aus dem Bonner Stadtgebiet (85 %); hinzu kommt
eine für die Einordnung wichtige Gruppe aus dem Rhein-Sieg-Kreis (9 %). Das unterstreicht die Be-
deutung des ÖPNV nicht nur für Wege innerhalb Bonns, sondern auch für den Pendelverkehr in die
Stadt und aus der Stadt heraus. Eine genaue Untergliederung nach den statistischen Stadtteilen in
Bonn konnte nicht erfolgen, da die Befragten nach ihrer Heimatpostleitzahl befragt worden sind.
Die Postleitzahlbezirke sind in Bonn nicht kongruent mit den statistischen Stadtteilen.
Abbildung 4: Wohngebiet der Befragten (n=4.592)
Schülerin/Schüler
6%
In Berufsausbildung/Studium
9%
teilzeitig
erwerbstätig
19%
vollzeitig
erwerbstätig
54%
im Ruhestand
8%
Sonstiges
(arbeitssuchend/Hausmann/
Hausfrau)
3%
keine
Angabe
1%
13%
12%
10%
9%
8%
6%
6%
5%
5%
5%
5%
4%
4%
3%
3%
1,07%
0,41%
0,35%
0%
0% 2% 4% 6% 8% 10% 12% 14%
Bonner Norden
Bonner Mitte
Bonner Süden
Beueler Mitte
Bonner Höhenlagen
Hardtberg
Bad Godesberger Norden
RSK rechtsrheinisch
Beueler Süden
Beueler Höhenlage
Bad Godesberger Westen & Kottenforst
keine/ungültige Angabe
RSK linksrheinisch
Bad Godesberger Süden
Bad Godesberger Zentrum
Rest NRW
RLP Linksrheinisch
RLP Rechsrheinisch
Deutschland (ohne NRW, RLP)
WohngebietSeite 18 von 52
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Planersocietät | VIA
Abbildung 5: Verteilung der Wohngebiete
Die Analyse der Verkehrsmittelverfügbarkeit der Befragten zeigt eine ausgeprägte Multimodalität.
Rund 71 % der Befragten besaß zum Zeitpunkt der Befragung ein Deutschlandticket oder ein ande-
res ÖPNV-Abonnement. Dies ist auch ein Indiz für die hohe Anzahl an tatsächlichen ÖPNV-
Nutzenden, die an der Befragung teilgenommen hat.
Eine ähnliche hohe Anzahl der Befragten besitzt ein Fahrrad oder einen Scooter (66 %). Mindestens
die Hälfte der Befragten hat Zugriff auf einen privaten Pkw (48 %).
Bonner Norden Beueler
Mitte
Beueler Höhenlage
Beueler Süden
Bonner Höhenlagen
Bonner
Mitte
Bonner
Süden
Hardtberg
Bad Godesberger Wes-
ten
Bad Godesberg Süden
Bad Godesberg Zentrum
Bad Godesberg NordenSeite 19 von 52
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Planersocietät | VIA
Abbildung 6: Verkehrsmittelverfügbarkeit der Befragten (n=4.592)
Abbildung 7: Verkehrsmittelverfügbarkeit nach Wohnort (4.592)
71%
27%
48%
14%
66%
4%
0%
0%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80%
ÖPNV durch Deutschlandticket oder sonstiges
Monats-/Jahresabonnement
ÖPNV durch Einzel-/Mehrfachticket-Nutzung
eigener Pkw/Dienstwagen
Pkw als mitfahrende Person
Fahrrad oder Scooter (mit oder ohne E-Antrieb)
Motorrad/Mofa
Keine der genannten Optionen
Keine Angabe
90%
89%
84%
80%
77%
75%
75%
74%
73%
73%
73%
72%
70%
65%
64%
63%
63%
57%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Rest NRW
RLP Linksrheinisch
Rheinsiegkreis rechtsrheinisch
Bonner Mitte
Bad Godesberger Süden
RLP Rechsrheinisch
Deuschland (ohne NRW, RLP)
Beuler Süden
Bad Godesberger Westen & Kottenforst
Bonner Süden
Bonner Norden
Beuler Mitte
Bad Godesberger Zentrum
Hardtberg
Beuler Höhenlage
Rheinsiegkreis linksrheinisch
Bad Godesberger Norden
Bonner Höhenlagen
ÖPNV durch Deutschlandticket oder sonstiges Monats-
/Jahresabonnement nach WohnortSeite 20 von 52
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2.2 Mobilitätsnutzung
Die Analyse des konkreten Nutzungsverhaltens ist zentral, um einzuordnen, für welche Wege und
Zwecke der ÖPNV heute bereits eine wichtige Rolle spielt und in welchen Bereichen Potenziale zur
Gewinnung weiterer Fahrgastpotenziale bestehen.
Die Alltagsmobilität der Befragten wird von drei Verkehrsmitteln geprägt: Bus und Bahn, dem eige-
nen Fahrrad und dem Pkw. Diese werden von einem Großteil regelmäßig bis täglich genutzt. Ange-
bote der sogenannten „Vernetzten Mobilität“ wie Carsharing, Leihroller oder Fahrradverleihsys-
teme spielen in der praktischen Alltagsnutzung dagegen eine untergeordnete Rolle; die Mehrheit
nutzt sie selten oder nie. In Sachen Intermodalität zeigt sich, dass die Klassiker Bike+Ride und
Park+Ride noch am stärksten genutzt werden.
Abbildung 8: Nutzungshäufigkeit der Verkehrsmittel (n=4.592)
Die Auswertung der Wegezwecke im ÖPNV zeigt, für welche alltäglichen Fahrtzwecke dieser in
Bonn aktuell besonders genutzt wird. Der häufigste Nutzungszweck liegt im Freizeitbereich, zusam-
mengesetzt aus Wegen zu Freizeitangeboten (23 %) sowie zu Freunden und Familie (21 %). Danach
folgen Wege zum Einkaufen und für Erledigungen (19 %) sowie der klassische Arbeitsweg (17 %).
Damit wird der ÖPNV nicht nur für Pendelwege genutzt, sondern auch für alltägliche und soziale
Wege, die Mobilität und Teilhabe ermöglichen. Diese Daten stimmen auch in weiten Teilen mit den
1%
1%
1%
3%
9%
15%
34%
36%
1%
1%
2%
3%
5%
15%
22%
20%
25%
5%
5%
6%
5%
18%
8%
11%
34%
22%
13%
24%
54%
6%
19%
50%
15%
51%
23%
34%
38%
26%
15%
14%
39%
92%
73%
42%
78%
28%
64%
46%
3%
13%
18%
1%
1%
2%
2%
1%
1%
1%
1%
2%
1%
1%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Taxi (auch Angebote wie Uber)
Leihroller (Clara von SWB)
Carsharing
Fähre
E-Scooter (von dott, VOI, Bolt, Lime)
Nächtlicher ÖPNV zwischen 0 und 5 Uhr
Fahrradverleih
Bike+Ride und Park+Ride
Zug (ICE, IC, Regionalexpress/RRX, Regionalbahn, S-Bahn)
Pkw als fahrende oder mitfahrende Person
Eigenes Fahrrad oder Scooter (mit oder ohne E-Antrieb)
Bus, Stadtbahn, Straßenbahn
nahezu täglich mehrmals pro Woche mehrmals pro Monat seltener nie Keine AngabeSeite 21 von 52
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aktuellen Daten der Umfrage Mobilität in Deutschland für die Region Bonn überein. Nach dieser
liegt der Anteil der Freizeitwege bei etwa 33 %1.
Abbildung 9: Wegezweck (n=17.171)
Unterteilt in die Altersklassen zeigt sich, den klassischen Tendenzen folgend, dass der Anteil der
Ausbildungsverkehre bei den Jungen am höchsten ist und bedingt durch den Eintritt ins Rentenalter
bei den älteren Jahrgängen keine oder wenige Arbeitswege existieren. Über alle Altersklassen hin-
weg wird aber deutlich, dass die Freizeitwege die dominante Stellung einnehmen.
1 Stadt Bonn (2025): Mobilität in Deutschland. Ergebnisse für die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis. Präsentation. Abrufbar un-
ter: https://www.bonn.de/medien-global/amt-61/Praesentation-IFAS-Modal-Split.pdf
Wege zur
Schule/Ausbildung
5%
Wege zur Arbeit
17%
dienstliche Wege
während der
Arbeitszeit
8%
Wege zu Freunden
und Familie
21%
Wege zu
Freizeitangeboten
23%
Zum Einkaufen und für
Erledigungen (Arztbesuche
etc.)
19%
Sonstige Zwecke
7%
Keine Angabe
0%Seite 22 von 52
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Abbildung 10: Wegezweck nach Altersklasse (n=4.592)
Räumlich konzentrieren sich die Wege überwiegend auf die Bonner Innenstadt (32 %), was die
hohe Relevanz des ÖPNV für die Erreichbarkeit des Zentrums belegt. Gleichzeitig zeigt sich eine
deutliche funktionale Verflechtung zwischen der Stadt Bonn und dem Umland, da mehr als ein Vier-
tel der Wege über die Stadtgrenzen hinweg führen. Wege innerhalb der Stadtteile weisen hingegen
eine geringere Bedeutung auf. Dies ist darauf zurückzuführen, dass kurze Distanzen häufiger zu Fuß
oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und dass die Bonner Stadtteile teilweise eine geringe
Flächenausdehnung aufweisen, sodass ÖPNV-Fahrten schnell stadtteilübergreifend verlaufen.
32%
24%
13%
2%
2%
1%
5%
1%
3%
15%
20%
20%
21%
18%
6%
2%
17%
5%
10%
10%
9%
8%
3%
8%
24%
24%
21%
22%
20%
19%
21%
25%
23%
31%
21%
23%
22%
22%
22%
22%
23%
23%
27%
28%
24%
23%
13%
17%
18%
19%
19%
20%
21%
26%
29%
30%
19%
7%
10%
6%
6%
7%
7%
8%
12%
17%
15%
7%
1%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
0–13 Jahre
14–17 Jahre
18–29 Jahre
30–39 Jahre
40–49 Jahre
50–59 Jahre
60–64 Jahre
65–74 Jahre
75–79 Jahre
80 Jahre und älter
Gesamt
Wege zur Schule/Ausbildung
Wege zur Arbeit
dienstliche Wege während der Arbeitszeit
Wege zu Freunden und Familie
Wege zu Freizeitangeboten
Zum Einkaufen und für Erledigungen (Arztbesuche etc.)
Sonstige Zwecke
Keine AngabeSeite 23 von 52
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Abbildung 11: Wegeziele (n=11.984)
Bei einer räumlichen Betrachtung nach den Wohnorten der Befragten wird deutlich, dass die Ten-
denzen über alle Bonner Wohnorte ziemlich ähnlich sind. In Hardtberg und den Bonner Höhenla-
gen gehen die meisten Wege in Richtung Innenstadt.
Abbildung 12: Wegeverbindung nach Wohnort (n=4.592)
Die Analyse der Umsteigepunkte zeigt eine starke Konzentration auf wenige Knoten. Auf knapp der
Hälfte der ÖPNV-Wege (49 %) wird mindestens einmal umgestiegen. Gleichzeitig verteilt sich das
Umsteigen räumlich sehr ungleich: Der Bonner Hauptbahnhof ist der mit Abstand wichtigste Um-
steigepunkt und wird mit 1.859 Nennungen deutlich häufiger genannt als der Bertha-von-Suttner-
Platz als nächstwichtiger Knoten (124 Nennungen). Damit ist der Hauptbahnhof ein zentraler Dreh-
Wege in die
Innenstadt
32%
Wege zwischen den
Stadtteilen
27%
Wege innerhalb der
Stadtteile
14%
Wege ins Umland,
z.B. nach Köln oder
in den Rhein-Sieg-
Kreis
27%
Keine Angabe
0%
40%
24%
33%
30%
36%
33%
30%
33%
33%
31%
32%
31%
33%
31%
26%
26%
38%
30%
32%
26%
31%
28%
29%
25%
25%
27%
25%
27%
28%
26%
23%
22%
22%
23%
24%
24%
30%
27%
10%
13%
13%
12%
14%
17%
15%
15%
15%
19%
18%
18%
14%
13%
16%
17%
9%
10%
14%
23%
31%
26%
30%
26%
24%
27%
26%
25%
22%
23%
28%
31%
33%
36%
30%
29%
30%
27%
1%
1%
1%
1%
2%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Bonner Höhenlagen
Bonner Mitte
Bonner Norden
Bonner Süden
Hardtberg
Beueler Höhenlage
Beueler Mitte
Beueler Süden
Bad Godesberger Norden
Bad Godesberger Süden
Bad Godesberger Westen & Kottenforst
Bad Godesberger Zentrum
Rheinsiegkreis linksrheinisch
Rheinsiegkreis rechtsrheinisch
Rest NRW
RLP Linksrheinisch
RLP Rechsrheinisch
Deutschland (ohne NRW, RLP)
Gesamt
Wege in die Innenstadt
Wege zwischen den Stadtteilen
Wege innerhalb der StadtteileSeite 24 von 52
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und Angelpunkt im Netz und stellt gleichzeitig auch den Brechpunkt für einen großen Anteil der
Wege dar.
Insbesondere in der räumlichen Verteilung wird deutlich, dass vor allem Befragte aus den Gebieten
von Bad Godesberg sehr häufig auf ihren Wegen umsteigen müssen, während diejenigen aus den
Bonner Höhenlagen (Röttgen, Ippendorf, …) eher selten umsteigen müssen.
Abbildung 13 Umsteigehäufigkeit (n=4.592)
Tabelle 1: Wichtigste Umsteigehaltestellen
Haltestelle Nennungen Haltestelle Nennungen Haltestelle Nennungen
Bonn Hauptbahnhof 1.859 Ramersdorf 47 Mehlem Bahnhof 16
Bertha-von-Suttner-Platz 124 Köln Hbf 25 Poppelsdorfer
Platz 9
Konrad-Adenauer-Platz 111 Bonn Beuel
Bahnhof 24 Bonn West 6
Bad Godesberg Bahnhof 72 Thomas-Mann-
Straße 21 Auf dem Hügel 6
Bad Godesberg Stadthalle 67 UN Campus 20 Endenich Nord 5
Siegburg Bahnhof 66 Duisdorf Bahn-
hof 19 Köln Deutz 3
Stadthaus 50
49%
47%
51%
51%
52%
53%
40%
51%
46%
52%
47%
49%
50%
47%
44%
43%
47%
43%
25%
18%
14%
14%
17%
12%
16%
22%
18%
18%
21%
26%
21%
15%
25%
21%
27%
37%
21%
25%
5%
2%
2%
5%
3%
6%
7%
7%
6%
4%
9%
7%
2%
8%
8%
8%
5%
14%
25%
33%
31%
24%
30%
22%
29%
21%
27%
20%
17%
20%
26%
19%
26%
18%
11%
14%
50%
3%
4%
3%
3%
3%
4%
2%
3%
3%
3%
1%
3%
6%
2%
2%
4%
7%
0%10%20%30%40%50%60%70%80%90%100%
Gesamt
Bonner Höhenlagen
Bonner Mitte
Bonner Norden
Bonner Süden
Hardtberg
Beueler Höhenlage
Beueler Mitte
Beueler Süden
Bad Godesberger Norden
Bad Godesberger Süden
Bad Godesberger Westen & Kottenforst
Bad Godesberger Zentrum
Rheinsiegkreis linksrheinisch
Rheinsiegkreis rechtsrheinisch
Rest NRW
RLP Linksrheinisch
RLP Rechsrheinisch
Deutschland (ohne NRW, RLP)
1 x 2 x mehr als 2 x Ich steige nicht um Keine AngabeSeite 25 von 52
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2.2.1 Informationsnutzung und Service
Eine einfache und verlässliche Informationsverfügbarkeit ist eine zentrale Voraussetzung für die Zu-
gänglichkeit und Attraktivität des ÖPNV. Die folgenden Ergebnisse zeigen, über welche Kanäle sich
Fahrgäste heute informieren und welche Bereiche dabei besonders relevant sind.
Die Informationsbeschaffung wird dabei klar von digitalen Kanälen geprägt: Apps sind mit 39 % die
wichtigste Quelle (insbesondere DB Navigator, Google Maps und die VRS-App) gefolgt von digitalen
Anzeigen an Haltestellen (30 %) und Internet-Websites (19 %). Klassische Papierfahrpläne (9 %) und
Kundencenter (1 %) spielen dagegen nur noch eine geringe Rolle. Die starke Nutzung von DB Navi-
gator und Google Maps deutet darauf hin, dass viele Fahrgäste bevorzugt auf etablierte, überregio-
nale Lösungen zurückgreifen.
Abbildung 14: genutzte digitale Informationsquellen (n=9.092)
Abbildung 15: Informationsquellen zum ÖPNV (n=9.873)
DB Navigator
36%
Google Maps
25%
VRS-App
23%
Bonn mobil
9%
Weitere
4%
Öffi
3%
Apps (z.B. BONNmobil-
App, DB Navigator oder
VRS-App)…
Internet (z.B.
Website der SWB,
Stadt Bonn oder VRS)
19%
Kundencenter der
SWB
1%
Verkaufsstellen der SWB (in der Regel
Kiosk, Lotto-Geschäft oder
Postagenturen)…
Digitale Anzeigen an
Haltestellen
30%
Papierfahrpläne
9%
Keine Angabe
0%
Weitere
1%Seite 26 von 52
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Planersocietät | VIA
Bei Betrachtung der Altersklassen wird deutlich, dass interessanterweise keine großen Unter-
schiede erkennbar sind. Auch ältere Personen nutzen die digitalen Kanäle stark. Bei den klassischen
analogen Kanälen zeigt sich ebenfalls, dass Papierfahrpläne über alle Altersklassen hinweg ähnlich
genutzt werden. Lediglich bei den Kundencentern wird deutlich, dass diese eher von älteren Perso-
nen aufgesucht werden.
Abbildung 16 Informationsquellen zum ÖPNV nach Altersklasse (n=4.592)
Die Bewertung der Fahrgastinformation zeigt einen deutlichen Unterschied zwischen Regelbetrieb
und Störungsfall: Statische Informationen, etwa Aushänge an Haltestellen, werden überwiegend als
ausreichend eingeschätzt. Deutlich kritischer fällt dagegen die Kommunikation bei kurzfristigen Stö-
rungen aus. Insbesondere fehlende oder als unzuverlässig wahrgenommene Echtzeitinformationen
werden von vielen Nutzenden als Problem genannt und können das Vertrauen in die Verlässlichkeit
des Gesamtsystems spürbar beeinträchtigen. Daraus ergibt sich ein klarer Handlungsbedarf im Be-
reich Service und Kommunikation.
2.2.2 Nicht-Nutzer Belange
Die Analyse der Nicht-Nutzenden, die 5 % der Befragten ausmachen, ist für die Gewinnung zusätzli-
cher Fahrgäste besonders relevant. Ihre Rückmeldungen geben Hinweise darauf, welche Barrieren
den Einstieg verhindern, und welche Ansatzpunkte geeignet sind, um den ÖPNV für diese Gruppe
attraktiver zu machen.
36%
38%
42%
42%
39%
38%
35%
36%
33%
26%
39%
20%
17%
13%
17%
20%
23%
23%
23%
27%
19%
19%
1%
1%
1%
1%
2%
3%
2%
3%
10%
1%
1%
2%
1%
3%
1%
24%
32%
33%
32%
29%
28%
29%
29%
22%
26%
30%
15%
11%
11%
9%
9%
9%
8%
8%
13%
16%
9%
3%
1%
1%
4%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
0-13 Jahre
14–17 Jahre
18–29 Jahre
30–39 Jahre
40–49 Jahre
50–59 Jahre
60–64 Jahre
65–74 Jahre
75–79 Jahre
80 Jahre und
älter
Gesamt Apps (z.B. BONNmobil-
App, DB Navigator oder
VRS-App)
Internet (z.B. Website
der SWB, Stadt Bonn
oder VRS)
Kundencenter der SWB
Verkaufsstellen der SWB
(in der Regel Kiosk,
Lotto-Geschäft oder
Postagenturen)
Digitale Anzeigen an
Haltestellen
Papierfahrpläne
Keine AngabeSeite 27 von 52
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Die genannten Gründe für die Nicht-Nutzung ergeben dabei ein breites, eher verteilt wirkendes Bild
„klassischer“ Kritikpunkte; ein einzelnes Hindernis sticht nicht eindeutig als dominierender Faktor
heraus. Am häufigsten genannt werden:
• Unzuverlässigkeit/Verspätungen (16 %)
• Zu hohe Kosten (13 %)
• Zu lange Fahrtzeiten (12 %)
• Keine Direktverbindung (10 %)
Abbildung 17: Hauptgrund für die Nicht-Nutzung des ÖPNV (n=231)
Unzuverlässigkeit/Ve
rspätungen
16%
Zu hohe Kosten
13%
Zu lange Fahrtzeiten
12%
Keine
Direktverbindung
10%
Unzureichende
Taktung
9%
Bequemlichkeit und
Komfort
9%
Sicherheitsbedenken
8%
Kompliziertes
Tarifsystem
8%
Klare Präferenz für
anderes
Verkehrsmittel (z.B.
Fahrrad)
7%
Unzureichende
Informationsangebot
e
3%
Fehlende
Barrierefreiheit
2%
Weitere
2% Ich habe einen
Dienstwagen
1%
Ich habe eine
Mitfahrmöglichkeit
0%Seite 28 von 52
Seite 22 von 45
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Abbildung 18: Bevorzugte Verkehrsmittel der Nicht-Nutzenden (n=96)
Als alternatives Verkehrsmittel wird von dieser Gruppe am häufigsten das Auto genannt (44 %).
Gleichzeitig zeigt sich ein relevanter Anteil der Nahmobilität, 26 % nutzen stattdessen das Fahrrad
und 18 % gehen zu Fuß. Das ist für die Einordnung wichtig, weil diese Teilgruppen unterschiedliche
Ausgangslagen haben. Während bei Autofahrenden eher Argumente wie Reisezeit, Kosten und All-
tagstauglichkeit im Vordergrund stehen, geht es bei kurzen Distanzen eher um Aspekte wie Kom-
fort, Bequemlichkeit und die einfache Nutzbarkeit des Angebots.
Gründe für die Nicht-Nutzung und mögliche Anreize für den Umstieg hängen eng zusammen. Auf
die Frage, was einen Wechsel wahrscheinlicher machen würde, nennen Nicht-Nutzende an erster
Stelle günstigere Tarife (18 %). Es folgen häufigere Verbindungen (14 %), schnellere Verbindungen
(13 %) und ein höheres Sicherheitsgefühl (13 %). Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass
die Gewinnung zusätzlicher Fahrgäste weniger von speziellen Zusatzangeboten abhängt, sondern
vor allem von Verbesserungen in zentralen Leistungsmerkmalen wie Preis-Leistungs-Verhältnis, An-
gebotshäufigkeit, Reisezeit und Sicherheit.
Auto
44%
Fahrrad
26%
Zu Fuß
18%
Motorrad/Roller
7%
E-Scooter-Sharing
2%
Taxi (inklusive
Uber und
ähnlichen
Anbietern)
2% Weitere
1%
Fahrradverleih
0%
Carsharing
0% Fahrgemeinschaft
0%
keine Angabe
0%Seite 29 von 52
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Abbildung 19: Potenzielle Anreize für Nicht-Nutzende (n=157)
2.3 Bewertung des aktuellen ÖPNV
Der ÖPNV wird von den Befragten als wichtig für Bonn eingeschätzt und 75 % bewerten seine Be-
deutung für die Stadt als „hoch“ oder „sehr hoch“. In der Detailbewertung zeigt sich jedoch ein ge-
mischtes Bild. Positiv bewertet werden vor allem Aspekte der Netz- und Angebotsgestaltung, wäh-
rend die größten Kritikpunkte den operativen Betrieb und den Umgang mit Störungen betreffen.
Als Stärken werden insbesondere die Verfügbarkeit von Direktverbindungen, die Häufigkeit der Ab-
fahrten im Tagesverlauf sowie die statischen Informationen an den Haltestellen (z. B. Fahrpläne)
genannt und von einer Mehrheit als zufriedenstellend bewertet. Demgegenüber konzentriert sich
die Kritik auf den operativen Betrieb und die Informations- bzw. Störungskommunikation. Als zent-
rale Schwäche wird die Zuverlässigkeit wahrgenommen, insbesondere im Hinblick auf Fahrtausfälle
und Verspätungen. Damit verbunden ist auch die Einschätzung, dass der ÖPNV im Alltag nicht im-
mer konkurrenzfähig zum Pkw ist. Besonders negativ fällt zudem die Informationsbereitstellung bei
kurzfristigen Störungen auf.
Bei Komfort und Sicherheit zeigt sich eine deutliche Differenz zwischen Tag und Nacht. Während
das Sicherheitsgefühl tagsüber überwiegend positiv ausfällt, wird es an Haltestellen und in Fahrzeu-
gen bei Dunkelheit deutlich kritischer bewertet. Auch Zustand und Sauberkeit von Haltestellen und
Fahrzeugen werden von den Nutzenden eher im Bereich „neutral“ bis „unzufrieden“ eingeordnet
und stellen damit keinen klaren Pluspunkt des Systems dar. Im Bereich der Barrierefreiheit ergibt
sich ebenfalls spürbarer Verbesserungsbedarf. Aspekte wie stufenlose Einstiege in Busse und Bah-
nen sowie die Zugänglichkeit und Verständlichkeit von Informationen werden insgesamt nur neut-
ral bis leicht negativ eingeschätzt. Das deutet darauf hin, dass die Nutzung des ÖPNV für Menschen
mit Mobilitätseinschränkungen weiterhin mit praktischen Hürden verbunden ist und hier gezielte
Verbesserungen notwendig sind.
Günstigere
Tarife
18%
Häufigere
Verbindungen
14%
Schnellere
Verbindungen
13%
Erhöhtes
Sicherheitsgefühl
13%
Verbesserte
Sauberkeit
12%
Bessere Anbindung
des Wohnorts
9%
Einfacheres
Tarifsystem
10%
Weitere
4%
Modernere
Fahrzeuge
3%
keine Angabe
2%
Bessere digitale
Services (z.B. Apps)
2%Seite 30 von 52
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Im Rahmen der Beteiligung hat auch ein Gespräch mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein
Bonn am 27.08.2025 stattgefunden. Als Ergebnis des Gesprächs können folgende wesentliche
Punkte zur weiteren Berücksichtigung festgehalten werden:
• Bessere Auffindbarkeit und Standardisierung von DFI-Anzeigern: Taster für Vorlesefunktio-
nen sollen eindeutig auffindbar sein (z. B. durch leise Auffindetöne, Leitstreifen, einheitliche
Montageorte) und insbesondere an großen Umsteigehaltestellen wie ZOB und Friedens-
platz verbessert werden.
• Zuverlässige und barrierefreie Fahrgastinformation: Abstellen fehlerhafter Anzeigen auf
DFI, barrierefreie Gestaltung der Bonnmobil-App sowie insgesamt verlässliche, verständli-
che und konsistente Informationen für sehbehinderte Fahrgäste.
• Verbesserungen an Haltestellen und im öffentlichen Raum: Beschleunigter Ausbau barrie-
refreier Bushaltestellen, konsequentes Absenken (Kneeling) der Busse an nicht barriere-
freien Haltestellen, Reduzierung von Hindernissen wie Pollern sowie bessere Orientierung
durch Markierungen (z. B. „BUS“-Schriftzug auf der Fahrbahn).
• Barrierefreie und einheitliche Fahrzeuggestaltung: Einheitliche, gut verständliche Ansagen
mit angepasster Lautstärke und einheitlicher Stimme, besser erreichbare Haltewunsch-
knöpfe, akustische Türsignale sowie klare Außen- und Innenansagen zu Linie, Fahrtrichtung
und Haltestelle.
• Klare Abfahrtsstrukturen an stark frequentierten Haltestellen: Festlegung fester Abfahrts-
positionen an Haltestellen mit hohem Busaufkommen, um die Auffindbarkeit der richtigen
Fahrzeuge zu verbessern und ungeklärte Fahrgastwechsel an hinteren Haltepositionen zu
vermeiden.
Wünsche zum Liniennetz, Linienangebot und einzelnen Haltestellen wurden in den Kartendialog
nachgetragen, sodass diese in der Auswertung mitberücksichtigt werden konnten.Seite 31 von 52
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Planersocietät | VIA
Abbildung 20: Bewertung des ÖPNV-Angebots
Abbildung 21: Bewertung von Information
1%
1%
1%
4%
4%
4%
4%
5%
6%
12%
13%
15%
11%
25%
18%
24%
20%
18%
36%
47%
65%
50%
15%
59%
18%
44%
70%
61%
25%
17%
19%
28%
39%
11%
38%
21%
4%
13%
26%
20%
3%
6%
34%
2%
22%
7%
2%
4%
8%
4%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Bündelung von Angeboten an Mobilstationen
(n=2544)
P+R- und B+R-Angebote (Park+Ride,
Bike+Ride)(n=2808)
Zuverlässigkeit (Häufigkeit von Fahrtausfällen und
Verspätungen) (4481)
Verfügbarkeit von Fahrradverleih-Angeboten
(n=2573)
Wettbewerbsfähigkeit zum Auto (Bequemlichkeit,
Geschwindigkeit, etc.) (n=4197)
nächtlicher ÖPNV zwischen 0 und 5 Uhr (n=3327)
Verfügbarkeit E-Scooter-Sharing (n=2001)
Verfügbarkeit Carsharing (n=2262)
Verfügbarkeit von Direktverbindungen (n=4498)
Häufigkeit der Abfahrten (tagsüber) (n=4517)
sehr zufrieden zufrieden neutral unzufrieden sehr unzufrieden
2%
3%
4%
6%
7%
18%
24%
27%
37%
42%
22%
40%
32%
28%
21%
37%
22%
29%
23%
24%
20%
10%
10%
6%
6%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Informationen über kurzfristige Störungen
Informationen in den digitalen Medien (z.B. Apps,
Social Media)
Informationen über geplante Umleitungen oder
Änderungen
Durchsagen und Anzeigen in Bussen und Bahnen
Informationen an Haltestellen (z. B. Fahrpläne,
Anzeigen)
sehr zufrieden zufrieden neutral unzufrieden sehr unzufriedenSeite 32 von 52
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Abbildung 22: Bewertung von Sicherheit und Komfort
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Befragten dem ÖPNV zwar eine hohe Wichtigkeit
zusprechen, jedoch wesentliche Kernaspekte des Serviceversprechens wie Zuverlässigkeit und pro-
aktive Störungsinformation als unzureichend bewerten.
2%
3%
5%
19%
23%
30%
25%
48%
32%
30%
28%
19%
33%
28%
28%
11%
9%
8%
14%
3%
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%
Ausstattung der Haltestellen (z.B. Wartehallen,
Sitzmöglichkeiten etc.)
Zustand und Sauberkeit der Haltestellen und
Fahrzeuge
Sicherheitsgefühl an Haltestellen und in Fahrzeugen
abends und nachts
Sicherheitsgefühl an Haltestellen und in Fahrzeugen
tagsüber
sehr zufrieden zufrieden neutral unzufrieden sehr zufrieden
sehr
zufrieden
6%
zufrieden
24%
neutral
28%
unzufrieden…
sehr
unzufrieden
4%
Keine
Angabe
25%
Weg zur Haltestelle sehr
zufrieden
5%
zufrieden
22%
neutral
27%
unzufrieden
17%
sehr
unzufrieden…
Keine
Angabe
24%
Stufenlose Einstiege in Busse und Bahnen
sehr zufrieden
4%
zufrieden
27%
neutral
28%unzufrieden…
sehr
unzufrieden…
Keine
Angabe
20%
Akustische und visuelle
Fahrgastinformation (Verständlichkeit) sehr
zufrieden
3%
zufrieden
28%
neutral
33%unzufrieden…
sehr unzufrieden
3%
Keine
Angabe
16%
Zugänglichkeit von Informationen generell
Abbildung 23: Bewertung der Barrierefreiheit (n=4.545)Seite 33 von 52
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2.4 Vorschläge der Bevölkerung
Konkret wurden die Probanden auch befragt, wie der ÖPNV in Bonn verbessert werden kann. Über
den Fragebogen wurde zunächst allgemein befragt, in welchen Teilbereichen Verbesserungen ge-
wünscht werden. Im Gegensatz zu ähnlichen Befragungen wird deutlich, dass wie bereits oben auf-
gezeigt worden ist, die Bonner mit dem Fahrtenangebot zufrieden sind, sodass dieser Aspekt eher
die hinteren Plätze des Rankings belegt. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf einer Verbesse-
rung der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit. Weiterhin werden schnellere und direkte Verbin-
dungen ins Umland gewünscht, was auch nochmal die starke Vernetzung zwischen Bonn und sei-
nem Umland verdeutlicht. Zudem werden mehr Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen ge-
wünscht. Generell wird auch ein weiterer Ausbau des Stadtbahn- und Straßenbahnnetzes ge-
wünscht.
Abbildung 24 Offene Fragen: Angebotsverbesserung
Neben der Mitteilung von Verbesserungswünschen über den Fragebogen konnten die Befragten
über das zusätzliche Tool des Kartendialog gezielte ortsspezifische Anregungen und Verbesserungs-
wünsche mitteilen. Im Kartendialog wurden während des Befragungszeitraumes insgesamt 1.349
Punkte mit Verbesserungen eingetragen. Die Verteilung der Wünsche war breitgestreut über das
Stadtgebiet mit einer Ballung im Bereich der Innenstadt, von Beuel und dem Bereich Friesdorf/Dot-
tendorf.
3427
2227
2146
2038
1614
1423
1195
998
969
821
660
546
300
227
61
0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 4000
Höhere Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
Schnellere und direktere Verbindungen ins Umland…
Schnellere und direktere (Bus-) Verbindungen…
Ausbau von Stadtbahn und Straßenbahn
Mehr Angebot in den Spitzenstunden…
Mehr Angebot am Abend, Wochenende und an…
Neue, innovative ÖPNV-Angebote, z.B. On-…
Ein besseres Angebot in den äußeren Stadtteilen
Bessere Anbindung an die Bahn
Barrierefreie und attraktivere Haltestellen
Erweiterung und Verbesserung des…
Erweiterung des Angebots von Park+Ride und…
Erweiterung des Angebots von Leih-…
Ausbau von Mobilstationen mit Bündelung…
keine AngabeSeite 34 von 52
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In der nachfolgenden Darstellung der Ergebnisse zu den Verbesserungswünschen wurden diese
nach der Anzahl der Reaktionen (Kommentierung + Daumen hoch/runter) gerankt. Zunächst wur-
den die Einträge nach Oberthemen kategorisiert und anschließend feiner ausgewertet.
Abbildung 25: Online-Kartendialog mit Verortung der Beiträge
Die mit Abstand meisten Rückmeldungen gab es zu den Oberkategorien „Liniennetz & Erreichbar-
keit“ (5.087 Reaktionen). Gefolgt von Meldungen zur „Infrastruktur und Ausstattung“ (2.761) sowie
dem Themenbereich „Fahrplan & Taktung & Anschlüsse“ (1.448).
Die im folgenden Diagramm in dunklerer Farbe dargestellten Balken zeigen die zusammengefasste
Anzahl der Reaktionen zu der Oberkategorien. Die Balken in hellerer Farbe schlüsseln die Oberkate-
gorien nochmals in die Anzahl der Reaktionen zu konkreteren Unterkategorien auf.
So waren bei der Oberkategorie „Liniennetz & Erreichbarkeit“ vor allem die Themen Ausbau der
Tangentialverbindungen zwischen den Stadtteilen, der Ausbau des Straßenbahn- und Stadtbahn-
netzes sowie die Verkürzung und damit Beschleunigung der Linien vertreten.
Bei der Oberkategorie „Infrastruktur & Ausstattung“ war das Thema „Fahrweg & Vorrangschaltung
& Busbeschleunigung“ oft genannt worden. Der Fokus lag auf dem Wunsch nach der Schaffung von
separaten Spuren für Straßenbahn und Bus bzw. der Bevorrechtigung an Ampelkreuzungen für den
ÖPNV. Besonders oft wurden hier die Straßenzüge St. Augustiner Straße in Beuel, die Oxfordstraße
im Zentrum und der Bereich Bonner Talweg / Reuterstraße / Hausdorffstraße genannt.
Weiterhin standen die Haltestellen an sich im Fokus, hier bestand der Wunsch diese öfter mit War-
tehallen auszustatten bzw. barrierefrei auszubauen. Vor allem das Thema Hitzeschutz war relevant,Seite 35 von 52
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da Befragten angaben, dass sich die bestehenden Glaswartehallen im Sommer sehr stark aufheizen
würden.
Im Bereich „Fahrplan & Taktung & Anschlüsse“ standen vor allem die Taktverdichtungen auf den
heutigen schon bestehenden Tangentiallinien im Fokus sowie der Ausbau des Taktangebotes auf
den Stadt- und Straßenbahnlinien, insbesondere in Richtung Siegburg und auf der Linie 65.
Bei der Oberkategorie „Vernetze Mobilität / Umsteigepunkte“ wurden vor allem die neuen S-
Bahn-Haltepunkte an der S13 in Vilich und Ramersdorf diskutiert und deren Einbindung in das be-
stehende ÖPNV-Liniennetz.
In der Kategorie „Soziale und ordnungsrelevante Herausforderungen“ sind alle Meldungen zum
Thema Obdachlosigkeit und Drogen im Umfeld des ZOB zusammengefasst worden.Seite 36 von 52
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Abbildung 26: Anzahl der Beiträge je Themenfeld und Kategorie
258
268
331
350
451
53
84
168
242
264
811
49
90
120
679
938
15
155
223
337
449
1183
17
28
68
111
382
827
1448
121
252
316
602
636
833
2761
42
100
142
155
231
598
757
1448
1603
5096
0 1000 2000 3000 4000 5000 6000
ÖPNV-Politik & Grundsatzfragen
Tarif und Tickets
Sonstiges / Unklar
Schulverkehr & Kinder
Soziale und ordnungsrelevante Herausforderungen
Sonstiges
Apps
Wegweisung/Informationen vor Ort
DFI
Informationen unzuverlässig/fehlend
Digitalisierung & Information
Sonstiges
Service
Personal
Verspätung/Ausfall
Betriebsqualität / Service
Sonstiges
Neue Verkehrsmittel
Sharing-Systeme
B+R / P+R
Umsteigepunkt/Mobilstation
Vernetzte Mobilität / Umsteigepunkte
Umland
Sonstiges
Anpassung Fahrplan
Anschlüsse
Angebot Randzeiten
Verdichtung Taktung
Fahrplan&Taktung&Anschlüsse
Sonstiges
Fahrzeugausstattung&Kapazität
Neueinrichtung/Verlegung Haltestellenposition
Barrierefreiheit&Zuwegung
Haltestellenausstattung
Fahrweg&Vorrangschaltung&Busbeschleunigung
Infrastruktur & Ausstattung
Sonstiges
Umland
S-Bahn/Eisenbahn
Fernverkehrsanbindung
Anbindung neuer Ziele/ Neue Linie
Linienwegänderung
Schnelle Verbindung/ Verkürzung Strecke
Ausbau Straßenbahn
Tangentialverbindung
Liniennetz & ErreichbarkeitSeite 37 von 52
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In der Auswertung konnten zudem bestimmte Themen und konkrete örtliche Schwerpunkte iden-
tifiziert werden, die besonders häufig genannt und bewertet wurden.
Im Bereich der fehlenden Tangentialverbindungen standen vor allem die Korridore Beuel – Ramers-
dorf – Bad Godesberg sowie Nordstadt – Endenich/Hardtberg im Fokus. Darüber hinaus wurde –
wie bereits zuvor – der Ausbau des Straßenbahn- bzw. Stadtbahnnetzes vielfach angesprochen.
Hier betrafen die Hinweise insbesondere die Bereiche Dottendorf/Friesdorf und Mehlem, die ge-
plante Verlängerung nach Buschdorf sowie die Planungen zur Westbahn. Ebenfalls häufig wurden
eine Beschleunigung und Taktverdichtung der Linie 66 zwischen der Bonner Innenstadt und Sieg-
burg angeregt. Das Umland betreffend wurde besonders oft der Bedarf an verbesserten Bahnver-
bindungen nach Köln hervorgehoben, sowohl hinsichtlich der Taktung als auch insbesondere der
Zuverlässigkeit.
Bezüglich der Innenstadt wurde häufiger die mäandrierende Führung via Friedensplatz bzw. Markt
teilweise bemängelt und eine schnellere und direktere Führung gewünscht.
Zu bestehenden Linien im Netz der SWB gab es ebenfalls wiederkehrende Rückmeldungen. Für die
Linie 631 wurde eine Taktverdichtung gefordert, zudem wurde ihre Verspätungsanfälligkeit häufig
kritisiert. Bei der Linie 65 bestand der Wunsch, das derzeitige Fahrplanangebot ganztägig anzubie-
ten. Zur Linie 607 wurde die Linienführung über die peripher gelegene Haltestelle „Bonner Bogen“
bemängelt; hier wurde eine Führung analog zur Linie 606 über den Konrad-Zuse-Platz vorgeschla-
gen.
Abbildung 27 Rückmeldungen im Online-Kartendialog nach Themen
0 200 400 600
Direktverbindung Endenich - Bad Godesberg
Direktverbindung Lengsdorf-Ippendorf
Schulverkehr KFG Vilich
Beschleunigung in Beuel
Anbindung 607 Konrad-Zuse-Platz
Direktverbindung Nordstadt - Endenich/Hardtberg
Ausbau Angebot Linie 65
Reaktivierung Pützchen-Bahn
Verbesserungsbedarf bei der Linie 631
Weitere neue Straßenbahnabschnitte
Hitzeschutz an Haltestellen
Westbahn/Hardtbergbahn
Verkürzung Strecke Innenstadt
Stadtbahnverlängerung Buschdorf
Verlängerung Straßenbahn Dottendorf/Friesdorf/Mehlem
Seilbahn / Tangente Südwesten
Optimierung Linie 66
Optimierung Verbindung nach Köln
Direktverbindung Beuel - B. GodesbergSeite 38 von 52
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3 Handlungsbedarfe und Empfehlungen für
den Nahverkehrsplan der Bundesstadt Bonn
Handlungsbedarfe Liniennetz & Erreichbarkeit
Als wesentliches Ergebnis der Befragung lässt sich ableiten, dass die befragten Personen mit dem
derzeitigen Liniennetz und dessen Angebotsqualität in seiner Grundstruktur zufriedenen sind.
Gleichzeitig wird die stark auf die Bonner Innenstadt ausgerichtete, überwiegend monozentrale
Netzstruktur als zunehmend unzureichend wahrgenommen, da sie direkte Verbindungen zwischen
den Stadtteilen nur eingeschränkt abbildet und vielfach Umwege über das Zentrum erfordert. Vor
diesem Hintergrund wird aus Sicht der Befragten ein erhöhter Handlungsbedarf beim Ausbau tan-
gentialer Verbindungen gesehen, um den heutigen, zunehmend polyzentralen Verkehrsbeziehun-
gen innerhalb des Stadtgebiets besser Rechnung zu tragen. Entsprechende Handlungsbedarfe wer-
den insbesondere auf den Relationen Beuel – Ramersdorf – Bad Godesberg, Nordstadt – Ende-
nich/Hardtberg über die Guido-Westerwelle-Brücke sowie generell im Südwesten der Stadt aus der
Tallage Bad Godesberg/Friesdorf/Dottendorf über den Venusberg in Richtung Ippendorf/Hardtberg
benannt. Gerade auf letzterer Relation besitzt auch die geplante Seilbahn eine wichtige Relevanz
als potenzielles Element zur Verbesserung der tangentialen Erreichbarkeit.
Im Zusammenhang mit dem überwiegend monozentralen Netzaufbau wird von den Befragten zu-
dem angeregt, die derzeitige Linienführung über die Innenstadt insbesondere bei stadtteilüber-
greifenden Querverbindungen kritisch zu überprüfen. Gerade bei Fahrten zwischen Stadtteilen, die
keine Ziel- oder Quellbeziehung zur Innenstadt aufweisen, wird die notwendige Durchfahrung des
Zentrums als überdurchschnittlich zeitraubend wahrgenommen und als Hemmnis für die Attraktivi-
tät des ÖPNV benannt. Vor diesem Hintergrund wird der Wunsch geäußert, direktere Linienführun-
gen außerhalb der Innenstadt zu prüfen, um Reisezeiten zu verkürzen und die Wettbewerbsfähig-
keit des ÖPNV auf tangentialen Relationen zu erhöhen.
Neben den Anregungen zum Busnetz wurde von den Befragten auch mit hoher Priorität ein weite-
rer Ausbau des Straßen- und Stadtbahnnetzes angeregt, wobei insbesondere auf bestehende Pla-
nungen wie die Westbahn sowie auf die Korridore Dottendorf – Friesdorf – Bad Godesberg bzw.
Bad Godesberg – Mehlem verwiesen wird. Laufende Planungsprozesse können damit im Grundsatz
bestätigt werden. Aufgrund der Langfristigkeit dieser Vorhaben gilt es, diese aktiv weiterzuverfol-
gen und diesen im Nahverkehrsplan einen nachrichtlich und/oder konzeptionell entsprechenden
Fokus zu geben.
Die Untersuchungen des neuen Nahverkehrsplans sollten daher analytisch und konzeptionell die
Schaffung von tangentialen Querverbindungen behandeln und den Ausbau des spurgeführten Net-
zes (Stadtbahn, Straßenbahn und Seilbahn) planerisch fortführen. Daneben sollte der Plan ver-
ständlich kurz-, mittel-, langfristige und perspektivische Maßnahmen beinhalten, auch im Kontext
der Zielnetze 2032 und 2040 für den Schienenpersonennahverkehr in NRW. Der neue Nahverkehrs-
plan sollte somit die Aufgabe übernehmen, einerseits als mittelfristiges Umsetzungswerk und ande-
rerseits als langfristiger ÖPNV-Entwicklungsplan zu fungieren.Seite 39 von 52
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Handlungsbedarfe Infrastruktur und Ausstattung
Im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans sollte auf Basis der Ergebnisse dieser Befra-
gung ein klarer Fokus auf die Beschleunigung und Priorisierung des Stadtbahn- und Busverkehrs ge-
legt werden. Zentrale Handlungsfelder sind hierbei die Schaffung bzw. Ausweitung separater Fahr-
spuren für den ÖPNV sowie die konsequente Bevorrechtigung an Lichtsignalanlagen. Ziel ist es, Rei-
sezeiten zu verkürzen und die Zuverlässigkeit des Angebots zu erhöhen. Entsprechende Maßnah-
men sollten insbesondere auf stark belasteten Straßenzügen geprüft und umgesetzt werden, wobei
aus Sicht der Befragten vor allem die St. Augustiner Straße in Beuel sowie die Oxfordstraße im In-
nenstadtbereich hervorzuheben sind.
Darüber hinaus wird empfohlen, bestehende Vorrangschaltungen systematisch zu überprüfen und
bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, um eine möglichst durchgängige Bevorrechtigung des ÖPNV an
Knotenpunkten sicherzustellen.
Neben dem Fahrweg stellt die Haltestelleninfrastruktur ein weiteres zentrales Handlungsfeld dar.
Der barrierefreie Ausbau der Haltestellen sollte konsequent fortgeführt werden. Ergänzend ist dem
Thema Witterungs- und insbesondere Hitzeschutz künftig eine stärkere Bedeutung beizumessen.
Vor dem Hintergrund zunehmender Hitzeperioden wird empfohlen, die Ausstattung bestehender
und neuer Haltestellen im Hinblick auf klimatische Anforderungen regelmäßig zu überprüfen. Insge-
samt sollte im Rahmen des Nahverkehrsplans eine kontinuierliche Prüfung und Weiterentwicklung
der Qualitätsanforderungen an Haltestellen erfolgen, insbesondere in Bezug auf Barrierefreiheit,
Aufenthaltsqualität und Witterungsschutz.
Handlungsbedarfe Information und Service
Im Themenkomplex Information und Service wird empfohlen, den Fokus konsequent auf digitale
Informationsangebote zu legen, da diese von den Fahrgästen als primäre Informationsquelle ge-
nutzt werden. Dabei kommt den Apps zur Vorabinformation über konkrete Verbindungen sowie
den digitalen Fahrgastinformationsanzeigern (DFI) an den Haltestellen eine zentrale Bedeutung
zu. Im Rahmen der Neuaufstellung des Nahverkehrsplans sollte daher die Weiterentwicklung und
Qualitätssicherung dieser digitalen Informationskanäle als zentrales Handlungsfeld verankert wer-
den.
Besonderer Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Befragten bei der Information über kurzfristige
Störungen und Abweichungen vom Regelbetrieb. Es wird empfohlen, die Prozesse zur Erfassung,
Aufbereitung und Ausspielung von Echtzeitinformationen weiter zu verbessern, um eine schnelle,
konsistente und verständliche Fahrgastinformation über alle relevanten Kanäle hinweg sicherzu-
stellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Fahrgäste bei Apps überwiegend auf etablierte, überre-
gionale Lösungen zurückgreifen, sodass eine verlässliche und vollständige Bereitstellung von Daten
an diese Systeme von besonderer Bedeutung ist.
Vor dem Hintergrund der abnehmenden Bedeutung personenbedienter Vorverkaufs- und Informa-
tionsstellen wird empfohlen, Synergien zwischen bestehenden Informationsangeboten – insbeson-
dere der SWB, von go.Rheinland sowie weiterer Verkehrsunternehmen – zu nutzen. Ziel sollte eineSeite 40 von 52
Seite 34 von 45
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bessere Abstimmung und Bündelung der Informations- und Serviceleistungen sein, um trotz rück-
läufiger stationärer Angebote eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Fahrgastinforma-
tion sicherzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt in der Befragung stellte das Thema (subjektive) Sicherheit dar, ein we-
sentlicher Baustein für ein (positives) Image des ÖPNV. Hier fokussierte sich die Kritik vorrangig auf
die erlebte Situation am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Im Rahmen des Nahverkehrsplans sollte
verstärkt diskutiert werden, welche Maßnahmen in Form von Sicherheitskonzepten seitens Stadt
oder Verkehrsbetrieben das Sicherheitsempfinden im Bonner ÖPNV sowie dessen Zugangsstellen
erhöhen können.
Handlungsbedarfe Vernetzte Mobilität und Stadt-Umland-Beziehung
Im Themenkomplex der vernetzten Mobilität wurden von den Befragten insbesondere die neuen S-
Bahn-Haltepunkte der S 13 in Vilich und Ramersdorf intensiv diskutiert. Dabei lag der Fokus weni-
ger auf der reinen Erreichbarkeit der Haltepunkte als vielmehr auf deren Einbindung in das beste-
hende ÖPNV-Liniennetz. Aus Sicht der Fahrgäste kommt diesen Stationen eine zentrale Rolle als
Schnittstellen zwischen dem Regionalverkehr und dem kommunalen Bus- sowie Straßen- bzw.
Stadtbahnverkehr zu. Entsprechend werden sie als wichtige zukünftige Mobilstationen wahrge-
nommen, an denen unterschiedliche Verkehrsmittel sinnvoll und möglichst barrierefrei miteinan-
der verknüpft werden sollten.
Besonders für den Haltepunkt Vilich wird von den Befragten eine stärkere und klar strukturierte In-
tegration in das rechtsrheinische Busnetz gefordert. Eine gute Anbindung an die umliegenden
Stadtteile sowie kurze und verständliche Umsteigewege werden als entscheidend für die Attraktivi-
tät des neuen Haltepunkts angesehen. Gleichzeitig wird erwartet, dass die neuen S-Bahn-Stationen
nicht nur als Durchgangsorte fungieren, sondern als vollwertige regionale Mobilstationen mit er-
gänzenden Angeboten der vernetzten Mobilität (z. B. Fahrradabstellanlagen, Sharing-Angebote,
gute Aufenthaltsqualität).
Auffällig ist, dass das Thema Mobilstationen und vernetzte Mobilität im Vergleich zu ähnlichen Be-
fragungen eine überdurchschnittlich hohe Relevanz bei den Teilnehmenden einnimmt. Dies weist
auf ein wachsendes Bewusstsein für intermodale Wegeketten und die Bedeutung gut gestalteter
Umsteigepunkte hin. Eng damit verknüpft ist die Stadt-Umland-Beziehung, die von den Befragten
als sehr wichtig eingeschätzt wird: Rund 27 % aller Fahrten führen in das Umland. Die bereits gut
ausgebaute Verknüpfung zwischen Bonn und dem Umland wird grundsätzlich positiv bewertet und
sollte aus Sicht der Fahrgäste fortgeführt und weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig werden auf
einzelnen Relationen Defizite gesehen, insbesondere in Richtung Meckenheim, wo Verbesserungs-
bedarf hinsichtlich Angebotsqualität, Reisezeiten und Umsteigemöglichkeiten besteht.
Handlungsbedarfe Kommunikation
Die durchgeführte Befragung hat sich als wertvoller, vorgeschalteter Beteiligungsbaustein zur Neu-
aufstellung des Nahverkehrsplans erwiesen. Durch das Engagement der Bonner Bevölkerung konn-
ten viele konkrete Ideen und Anregungen gesammelt werden, die in der NahverkehrsplanungSeite 41 von 52
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aufgegriffen, untersucht und durch Lösungskonzepte bei positiver Bewertung umgesetzt werden
sollten. Das Beteiligungskonzept sollte im Rahmen der Erarbeitung des Nahverkehrsplans fortge-
führt werden. Als sinnvoll erscheinen dabei Experteninterviews und/oder Planungsworkshops mit
Akteursgruppen, auch, um Nicht-Nutzende in den Prozess einzubeziehen. Aufbauend auf der jetzi-
gen Ideensammlung erscheint ein Feedbackmelder möglich, um die Ergebnisse der Kommunikation
der Bonner Bevölkerung zur Diskussion vorzulegen und ein Stimmungsbild einzuholen. Durch den
Fokus auf Stadt-Umland-Verbindungen sollte in die regelmäßige Abstimmung neben den Verkehrs-
unternehmen auch der Rhein-Sieg-Kreis als bedeutender Aufgabenträger für das Umland und ggf.
weitere entsprechende Akteure einbezogen werden. Das Ziel sollte sein, im Nahverkehrsplan der
Bundesstadt Bonn in der Konzeption einen möglichst interkommunalen Ansatz zu verfolgen.Seite 42 von 52
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4 Anhang – Fragebogen
Hintergrund
Die Bundesstadt Bonn bekommt einen neuen Nahverkehrsplan. Der Nahverkehrsplan als Rahmen-
plan bildet die Grundlage für den örtlichen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit Stadtbahn
und Straßenbahn, Bus und Taxibus. Mit dieser Befragung möchten wir die Meinung der Menschen
in Bonn einholen: Wie groß ist die Zufriedenheit mit dem aktuellen Angebot, und welche Verbesse-
rungen werden gewünscht? Die Antworten helfen uns, den ÖPNV in Bonn zukunftsfähig zu gestal-
ten. Die Befragung dauert ca. 10 Minuten und ist anonym.
Teil 1: Personenbezogene Angaben und allgemeines Mobilitäts-
verhalten
1.1. Demografische Daten
• Geschlecht: weiblich | männlich | divers | keine Angabe
• Angabe eigene Postleitzahl: ______
• Angabe eigenes Geburtsjahr: ______
• Tätigkeit: vollzeitig erwerbstätig | teilzeitig erwerbstätig | Schülerin/Schüler | in Berufsausbil-
dung/Studium | im Ruhestand | Sonstiges (arbeitssuchend/Hausmann/Hausfrau)
1.2. Verkehrsmittelverfügbarkeit
Welche Verkehrsmittel stehen mir im Alltag immer oder zeitweise zur Verfügung?
• ÖPNV durch Deutschlandticket oder sonstiges Monats-/Jahresabonnement
• ÖPNV durch Einzel-/Mehrfachticket-Nutzung
• eigener Pkw/Dienstwagen
• Pkw als mitfahrende Person
• Fahrrad oder Scooter (mit oder ohne E-Antrieb)
• Motorrad/Mofa
1.3. Mobilitätsangebote
Wie wichtig sind mir folgende aktuelle alternative Mobilitätsangebote als Ergänzung zum ÖPNV in
Bonn?
sehr gering | gering | weder noch | hoch | sehr hoch
• Taxibus
• Bike+Ride (Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Bus- oder Bahn-Haltestellen)
• Park+Ride (Abstellmöglichkeiten für den Pkw an Bus- oder Bahn-Haltestellen)Seite 43 von 52
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• Fahrradverleih
• E-Scooter (von dott, VOI, Bolt, Lime)
• Leihroller (Clara von SWB)
• Carsharing (Verleih von Pkw)
• Mobilstationen als Verknüpfung verschiedener Angebote wie Bus, Bahn, Fahrrad und E-Scooter
an zentralen Punkten
• Mitfahrgelegenheiten
1.4. Einfluss Verkehrsmittelwahl
Wie bewerte ich den Einfluss der folgenden Faktoren auf die Wahl des Verkehrsmittels?
Bitte die Faktoren nach Wichtigkeit von 1 bis 8 zuordnen, dabei ist 1 – unwichtig und 8 – sehr wich-
tig; falls keine Angabe, bitte 0 angeben.
• Flexibilität
• Verfügbarkeit
• Fahrzeit (schneller und direkter Weg)
• Bequemlichkeit
• PKW-Spritkosten
• PKW-Parkplatzkosten
• ÖPNV-Ticketpreis
• Umweltverträglichkeit des Verkehrsmittels
1.5. Nutzungshäufigkeit
Wie häufig nutze ich die folgenden Verkehrsmittel?
Antwortskala: 1 = nahezu täglich | 2 = mehrmals pro Woche | 3 = mehrmals pro Monat | 4 = selte-
ner | 5 = nie
• Zug (ICE, IC, Regionalexpress/RRX, Regionalbahn, S-Bahn)
• Bus, Stadtbahn, Straßenbahn
• Bike+Ride und Park+Ride
• Pkw als fahrende oder mitfahrende Person
• Eigenes Fahrrad oder Scooter (mit oder ohne E-Antrieb)
• Fahrradverleih
• Carsharing
• E-Scooter (von dott, VOI, Bolt, Lime)
• Leihroller (Clara von SWB)
• Fähre
• Taxi (auch Angebote wie Uber)
• Nächtlicher ÖPNV zwischen 0 und 5 Uhr
Filterfrage bei keinem Nahverkehr direkt zu Frage (4.1)Seite 44 von 52
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1.6. Wegezweck ÖPNV
Zu welchen Zwecken nutze ich den ÖPNV? (Mehrfachantworten möglich)
• Wege zur Schule / Ausbildung
• Wege zur Arbeit
• dienstliche Wege während der Arbeitszeit
• Wege zu Freunden und Familie
• Wege zu Freizeitangeboten
• Zum Einkaufen und für Erledigungen (Arztbesuche, etc.)
• Sonstige Zwecke
1.7. Wegeverbindungen ÖPNV
Auf welchen Verbindungen nutze ich den ÖPNV hauptsächlich? (Mehrfachantworten möglich)
• Wege in die Innenstadt
• Wege zwischen den Stadtteilen
• Wege innerhalb der Stadtteile
• Wege ins Umland, z.B. nach Köln oder den Rhein-Sieg-Kreis
1.8. Umsteigen
Wie oft steige ich in der Regel um, wenn ich den ÖPNV nutze?
• Ich steige nicht um,
• 1x
• 2x
• mehr als 2x
Filterfrage, wenn mind. 1x Umstieg:
Bitte die wichtigste Haltestelle nennen, an der ich regelmäßig umsteige: _________________
1.9. Verkehrsmittelwahl zur Haltestelle
Wie komme ich in der Regel zu meiner Einstiegshaltestelle? (Mehrfachantworten möglich)
• Zu Fuß
• Mit dem Fahrrad
• Mit dem Auto
• Mit dem eigenen (E-)Scooter
• Mit einem geliehenen E-Scooter (von dott, VOI, Bolt oder Lime)
• Mit einem Leihroller (Clara von SWB)
• Mit Carsharing
• Sonstiges: _________________Seite 45 von 52
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1.10. Informationen zum ÖPNV
Welche Informationsangebote zum ÖPNV nutze ich in der Regel? (Mehrfachantworten möglich)
• Apps (z.B. BONNmobil-App, DB Navigator oder VRS-App)
• Internet (z.B. Website der SWB, Stadt Bonn oder VRS)
• Kundencenter der SWB
• Verkaufsstellen der SWB (in der Regel Kiosk, Lotto-Geschäft oder Postagenturen)
• Digitale Anzeigen an Haltestellen
• Papierfahrpläne
• Sonstiges: ________________
1.11. Digitale Information
Filterfrage. Nur, wenn bei 1.10. Apps angekreuzt wurde.
Welche App nutzen ich?
• Bonn mobil
• VRS-App
• DB Navigator
• Google Maps
• Öffi
• Sonstiges: ________________
Teil 2: Bewertung des aktuellen ÖPNV-Angebots
2.1. Welche Bedeutung hat der ÖPNV im eigenen
Alltag?
sehr gering| gering |weder noch | hoch | sehr hoch
2.2. Angebot
Wie zufrieden bin ich mit den folgenden Aspekten des ÖPNV in Bonn?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5 = sehr zufrie-
den | keine Angabe
• Häufigkeit der Abfahrten (tagsüber)
• Verfügbarkeit von Direktverbindungen
• nächtlicher ÖPNV zwischen 0 und 5 Uhr
• Verfügbarkeit von Fahrradverleih-Angeboten
• Verfügbarkeit E-Scooter-Sharing
• Verfügbarkeit Carsharing
• P+R- und B+R-Angebote (Park+Ride, Bike+Ride)Seite 46 von 52
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• Bündelung von Angeboten an Mobilstationen
• Wettbewerbsfähigkeit zum Auto (Bequemlichkeit, Geschwindigkeit, etc.)
• Zuverlässigkeit (Häufigkeit von Fahrtausfällen und Verspätungen)
Für konkrete Hinweise, wo neue Angebote wünschenswert oder bestehende Angebote optimierbar
sind, bitte die Dialogkarte am Ende dieser Umfrage nutzen.
2.3. Kommunikation & Information
Wie zufrieden bin ich mit den folgenden Aspekten des ÖPNV in Bonn?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5 = sehr zufrie-
den
• Informationen an Haltestellen (z. B. Fahrpläne, Anzeigen)
• Durchsagen und Anzeigen in Bussen und Bahnen
• Informationen über kurzfristige Störungen
• Informationen über geplante Umleitungen oder Änderungen
• Informationen in den digitalen Medien (z.B. Apps, Social Media)
2.4. Sicherheit und Komfort
Wie zufrieden bin ich mit den folgenden Aspekten des ÖPNV in Bonn?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5 = sehr zufrie-
den | keine Angabe
• Sicherheitsgefühl an Haltestellen und in Fahrzeugen tagsüber
• Sicherheitsgefühl an Haltestellen und in Fahrzeugen abends und nachts
• Zustand und Sauberkeit der Haltestellen und Fahrzeuge
• Ausstattung der Haltestellen (z.B. Wartehallen, Sitzmöglichkeiten etc.)
Für konkrete Hinweise, wo Sicherheit, Sauberkeit oder Komfort verbessert werden sollten, bitte die
Dialogkarte am Ende dieser Umfrage nutzen.
2.5. Barrierefreiheit bzw. Nutzbarkeit für alle
Wie zufrieden bin ich mit der Barrierefreiheit des ÖPNV in Bonn?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5 = sehr zufrie-
den
• Weg zur Haltestelle
• Stufenlose Einstiege in Busse und Bahnen
• Akustische und visuelle Fahrgastinformationen (Verständlichkeit)
• Zugänglichkeit von Informationen generell
Für konkrete Hinweise, wo die Barrierefreiheit verbessert werden sollten, bitte die Dialogkarte am
Ende dieser Umfrage nutzen.Seite 47 von 52
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Teil 3: Ihre Vorschläge für den zukünftigen ÖPNV
3.1. Angebotsverbesserungen
In welchen Themenfeldern besteht aus meiner Sicht besonderer Handlungsbedarf?
Bitte maximal 5 Optionen auswählen.
• Bessere Anbindung an die Bahn
• Ausbau von Stadtbahn und Straßenbahn
• Schnellere und direktere (Bus-) Verbindungen zwischen den Stadtteilen (Verbindungen ohne
Fahrt durch die Innenstadt)
• Neue, innovative ÖPNV-Angebote, z.B. On-Demand-Verkehre, Seilbahn oder Wasserbus
• Schnellere und direktere Verbindungen ins Umland (z.B. Richtung Köln oder den Rhein-Sieg-
Kreis)
• Ein besseres Angebot in den äußeren Stadtteilen
• Mehr Angebot in den Spitzenstunden (Hauptverkehrszeit)
• Mehr Angebot am Abend, Wochenende und an Feiertagen
• Höhere Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit
• Barrierefreie und attraktivere Haltestellen
• Erweiterung und Verbesserung des Informationsangebots
• Erweiterung des Angebots von Park+Ride und Bike+Ride
• Erweiterung des Angebots von Leih-/Sharingangeboten (z.B. Leihfahrrad, Scooter-, Carsharing)
• Ausbau von Mobilstationen mit Bündelung verschiedener Angebote (z.B. Bike+Ride, Carsharing
an zentralen Bahnhöfen und Haltestellen)
Für konkrete Hinweise, wo neue Angebote wünschenswert oder bestehende Angebote optimierbar
sind, bitte die Dialogkarte am Ende dieser Umfrage nutzen.
3.2. Abschluss
Offene Frage (optional)
Welche Vorschläge oder Wünsche habe ich für den zukünftigen ÖPNV in Bonn?
(Freitextfeld)
Für konkrete Hinweise bitte folgenden Link nutzen. Dieser führt direkt zu einer Dialogkarte. Hier
können Vorschläge, Ideen und Kritik zum ÖPNV in Bonn auf einer Karte geäußert und eingezeichnet
werden.
• Wo sollten neue Straßenbahn- oder Stadtbahnstrecken gebaut werden?
• Welche Direktverbindungen zwischen bestimmten Orten wünsche ich mir für ein neues Bus-
netz?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten werktags häufiger bzw. länger fahren? Auf
welchem Abschnitt?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten am Wochenende häufiger fahren? Auf wel-
chem Abschnitt?
• Besteht der Wunsch nach flexibleren Angeboten? Wie könnten diese aussehen?Seite 48 von 52
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• Wo und wie ließe sich der ÖPNV beschleunigen?
• Wo sollten Mobilstationen (Bündelung verschiedener Angebote, z.B. Bike+Ride und Carsharing
an zentralen Bahnhöfen und Haltestellen) errichtet werden?
Mit Wechsel auf die Dialogkarte wird die Umfrage abgeschlossen.
Hinweis zum Datenschutz
Die Antworten werden anonym ausgewertet und ausschließlich für die Verbesserung des ÖPNV in
Bonn verwendet. Vielen Dank für die Teilnahme!
Teil 4: Nichtnutzer:innenblock
4.1. Hauptgründe für Nichtnutzung
Was sind die Hauptgründe, warum ich den ÖPNV nicht bzw. fast nie nutzen? (Mehrfachauswahl
möglich)
• Keine Direktverbindung
• Zu lange Fahrtzeiten
• Unzuverlässigkeit/Verspätungen
• Unzureichende Informationsangebote
• Zu hohe Kosten
• Sicherheitsbedenken
• Fehlende Barrierefreiheit
• Kompliziertes Tarifsystem
• Klare Präferenz für anderes Verkehrsmittel (z.B. Fahrrad)
• Mitfahrmöglichkeit
• Verfügbarkeit eines Dienstwagens
• Bequemlichkeit und Komfort
• Sonstiges (bitte angeben)
4.2. Bevorzugte Verkehrsmittel
Welche Verkehrsmittel nutze ich stattdessen hauptsächlich? (Mehrfachauswahl möglich)
• Auto
• Fahrrad
• Zu Fuß
• Motorrad/Roller
• Fahrradverleih
• E-Scooter-Sharing
• Carsharing
• Taxi (inklusive Uber)
• FahrgemeinschaftSeite 49 von 52
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5. Sonstiges (bitte angeben)
5.1. Letzte ÖPNV-Nutzung
Wann habe ich zuletzt den ÖPNV in Bonn genutzt?
• Innerhalb des letzten Monats
• Innerhalb des letzten halben Jahres
• Innerhalb des letzten Jahres
• Vor mehr als einem Jahr
• Noch nie
5.2. Potenzielle Anreize zur Nutzung des ÖPNV
Welche Verbesserungen würden mich dazu bewegen, den ÖPNV häufiger zu nutzen? (Mehrfach-
auswahl möglich)
• Häufigere Verbindungen
• Schnellere Verbindungen
• Günstigere Tarife
• Bessere Anbindung des Wohnorts
• Modernere Fahrzeuge
• Verbesserte Sauberkeit
• Erhöhtes Sicherheitsgefühl
• Einfacheres Tarifsystem
• Bessere digitale Services (z.B. Apps)
• Sonstiges (bitte angeben)
5.3. Potenzielle Wege bei Nutzung des ÖPNV
Für welche Zwecke könnte ich mir vorstellen, den ÖPNV zu nutzen, wenn er meinen Bedürfnissen
besser entspräche? (Mehrfachauswahl möglich)
• Wege zur Schule / Ausbildung
• Wege zur Arbeit
• dienstliche Wege während der Arbeitszeit
• Wege zu Freunden und Familie
• Wege zu Freizeitangeboten
• Zum Einkaufen und für Erledigungen (Arztbesuche, etc.)
• Gar nicht
• Sonstige Zwecke (bitte angeben)Seite 50 von 52
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5.4. Abschluss
Offene Frage (optional)
Welche Vorschläge oder Hinweise habe ich für den zukünftigen ÖPNV in Bonn?
(Freitextfeld)
Für konkrete Hinweise bitte folgenden Link nutzen. Dieser führt direkt zu einer Dialogkarte. Hier
können Vorschläge, Ideen und Kritik zum ÖPNV in Bonn auf einer Karte geäußert und eingezeichnet
werden.
• Wo sollten neue Straßenbahn- oder Stadtbahnstrecken gebaut werden?
• Welche Direktverbindungen zwischen bestimmten Orten wünsche ich mir für ein neues Bus-
netz?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten werktags häufiger bzw. länger fahren? Auf
welchem Abschnitt?
• Welche bestehenden Bus- bzw. Bahnlinien sollten am Wochenende häufiger fahren? Auf wel-
chem Abschnitt?
• Besteht der Wunsch nach flexibleren Angeboten? Wie könnten diese aussehen?
• Wo und wie ließe sich der ÖPNV beschleunigen?
• Wo sollten Mobilstationen (Bündelung verschiedener Angebote, z.B. Bike+Ride und Carsharing
an zentralen Bahnhöfen und Haltestellen) errichtet werden?
Mit Wechsel auf die Dialogkarte wird die Umfrage abgeschlossen.
Hinweis zum Datenschutz
Die Antworten werden anonym ausgewertet und ausschließlich für die Verbesserung des ÖPNV in
Bonn verwendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!
Spezialfragen, gefiltert nach Erwerbstätigkeit:
1. Kinder und Jugendliche *wenn Schülerin/Schüler
• Gibt es bestimmte Freizeitorte oder Treffpunkte, die ich mit dem ÖPNV schlecht errei-
chen kann? Freitextfeld: _____
2. Seniorinnen und Senioren *wenn im Ruhestand
• Wie barrierefrei empfinde ich die Nutzung von Bussen und Bahnen in Bonn?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5
= sehr zufrieden
• Fühle ich mich ausreichend über Fahrpläne und eventuelle Änderungen informiert?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5
= sehr zufrieden
• Gibt es bestimmte Ziele (z.B. Arztpraxen, Einkaufsmöglichkeiten), die ich mit dem
ÖPNV nur schwer erreichen kann? Freitextfeld: _____
• Wie zufrieden bin ich mit dem Auftreten des Fahrpersonals?
Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5Seite 51 von 52
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= sehr zufrieden
3. Studierende *wenn in Berufsausbildung/Studium
• Wie zufrieden bin ich mit den ÖPNV-Verbindungen zwischen meinem Wohnort und
den Universitätsstandorten?
• Antwortskala: 1 = sehr unzufrieden | 2 = unzufrieden | 3 = neutral | 4 = zufrieden | 5
= sehr zufrieden
• Wie beurteile ich die Integration von Sharing-Angeboten (z.B. Leihfahrräder) in das
ÖPNV-Angebot für Studierende?Seite 52 von 52

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Datenstand: 22.10.2026, 03:20 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de