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240934-02 · Große Anfrage

Große Anfrage der BBB-Fraktion: Zusammenlegung der Geschäftsbetriebe der Fahrbetrieb Bonn GmbH (FBG) und der Stadtwerke Bonn Verkehrs- GmbH Antrag zur Vorlage 240934

Nummer
240934-02
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
17.04.2026
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Rates 11.06.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 609,7 KB Öffnen ↗

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Große Anfrage
öffentlich
240934-02Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Fragesteller/in:
BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Marcel Schmitt
Johannes Schott
Jutta Acar
16.04.2026
Große Anfrage der BBB-Fraktion:
Zusammenlegung der Geschäftsbetriebe der
Fahrbetrieb Bonn GmbH (FBG) und der Stadtwerke
Bonn Verkehrs- GmbH
Antrag zur Vorlage 240934
Beratungsfolge
Rat 07.05.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
1. Wie hoch waren die Mehraufwendungen, die durch die Verschmelzung
der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH und der Fahrbetrieb Bonn GmbH
(FBG) auf die SWB Verkehrs-GmbH (SWBV) im Laufe des ersten
Jahres nach dem Beschluss des Rates vom 24. Juni 2024 (Drucksache
240934) entstanden sind und wie hoch waren sie in den darauf
folgenden Monaten bis heute?
2. In welcher Höhe haben sich in den unter Ziffer 1 gefragten Zeiträumen
Einspareffekte, jeweils durch die Vereinheitlichung administrativer
Prozesse und Reduktion der Krankenquote, ergeben?
3. Wie hoch lag die Krankenquote jeweils bei der Fahrbetrieb Bonn GmbH
(FBG) und Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH in den letzten beiden
Jahren vor der Verschmelzung auf die SWB Verkehrs-GmbH (SWBV)
und wie hoch lag die Krankenquote bei der SWB Verkehrs-GmbH
(SWBV) in den beiden Jahren nach der Verschmelzung?
4. Konnten die durch die Verschmelzung der genannten Gesellschaften
entstanden Mehrkosten von rund zwei Millionen Euro aus
Konzernmitteln finanziert werden oder war eine entsprechende
Anpassung des städtischen ÖPNV-Zuschusses zum Ausgleich der
Kosten über den öffentlichen Dienstleistungsvertrag für die Jahre
2025/26 erforderlich?
Begründung
Es wird auf die beigefügte Pressemitteilung der Stadtwerke Bonn vom 1. Juli
2024 verwiesen.Seite 1 von 4
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Anlage/n
1 Pressemitteilung der Stadtwerke Bonn (öffentlich)Seite 2 von 4
SWB Bus und Bahn stellt sich neu auf
01.07.2024
Ein Team, eine Mission. Um den Weg zur Klimaneutralität noch geschlossener zu
beschreiten, soll der Fahrbetrieb Bonn GmbH (FBG) rückwirkend zum 1. Januar 2024 im
Geschäftsbetrieb von SWB Bus und Bahn aufgehen. Dem Verschmelzungsantrag hat der
Bonner Stadtrat am Montag, 24. Juni, zugestimmt.
Dies ist eine Pressemitteilung der Stadtwerke Bonn
Als Nächstes wird die Bezirksregierung Köln als zuständige Aufsichtsbehörde in die
beabsichtigte Zusammenlegung der Gesellschaften eingebunden. Bislang hatte es
zwei Geschäftsbetriebe für das Fahrpersonal gegeben: Die Stadtwerke Bonn
Verkehrs-GmbH (SWBV), besser bekannt als SWB Bus und Bahn, sowie den
Fahrbetrieb Bonn GmbH (FBG).
Die Konstruktion beruhte im Wesentlichen darauf, dass wegen der Liberalisierung
des Verkehrssektors und dem damit einhergehenden Kostendruck auf die
kommunalen Verkehrsunternehmen Anfang der 2000er Jahre neue Mitarbeitende in
einer reinen Fahrbetriebsgesellschaft zu wettbewerbsfähigeren Bedingungen
eingestellt wurden. Für die Altbeschäftigten galt weiter der Tarifvertrag.
Nur noch eine Verkehrsgesellschaft
„Dieser unterschiedliche Ansatz hat sich zwischenzeitlich durch tarifliche und
betriebliche Entwicklungen nahezu aufgebraucht“, betont Anja Wenmakers,
Geschäftsführerin von SWB Bus und Bahn. Dass künftig alle Mitarbeitenden aus dem
Verkehr nur noch einer tarifgebundenen Gesellschaft angehören, ist für sie ein
Ausdruck von Wertschätzung, der in Zeiten des Arbeitskräftemangels umso
bedeutsamer ist.
Anja Wenmakers geht davon aus, dass der Schritt weitere günstige Effekte nach sich
zieht: „Die Zusammenlegung wird sich positiv auf die Mitarbeitendenbindung und
auch auf die Akquise neuer Fahrdienstmitarbeitender auswirken. Mit mehr und
zufriedeneren Kolleginnen und Kollegen können wir zudem die Leistungen für unsere
Kundinnen und Kunden noch zuverlässiger erbringen.“ Argumente, denen sich auch
der Betriebsrat in Verhandlungen anschloss.
Positive Effekte rechtfertigen Mehrkosten
Die Geschäftsführerin rechnet mit Mehrkosten von rund zwei Millionen Euro pro Jahr.
Diese sollen ab 2025 entsprechend in die Wirtschaftsplanung von SWB Bus und
Bahn einfließen.
„Zusammenfassend gibt es die Verschmelzung also nicht zum ‚Nulltarif‘, aber die
Zwei-Klassen-Gesellschaft abzuschaffen und die daraus entstehenden weiterenSeite 3 von 4
Vorteile machen für uns die Entscheidung schlüssig“, sagt Geschäftsführerin Anja
Wenmakers.
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Datenstand: 23.10.2026, 02:17 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de