260237-01 · Stellungnahme der Verwaltung
CDU-, SPD-, Grüne-Bezirksfraktion, BBB-Antrag: Prüfung der Errichtung von Fahrrad-Reparaturstation (inkl. Luftpumpe) im Umfeld der Fahrradparkhäuser Rathausstraße und Bahnhof Beuel
Kerndaten
- Nummer
- 260237-01
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 18.03.2026
- Letzte Änderung
- 17.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 260237-01 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III CDU-, SPD-, Grüne-Bezirksfraktion, BBB-Antrag: Prüfung der Errichtung von Fahrrad- Reparaturstation (inkl. Luftpumpe) im Umfeld der Fahrradparkhäuser Rathausstraße und Bahnhof Beuel Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel 29.04.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die Stadtverwaltung sieht derzeit davon ab, eigene Fahrradreparaturstationen zu errichten und zu unterhalten. Entscheidungsgrundlage hierfür sind die bereits gesammelten Erfahrungen im eigenen Stadtgebiet sowie Beispiele aus anderen Kommunen, die auf einen unverhältnismäßig hohen Aufwand und nicht absehbare Kosten schließen lassen. Am Bahnhof UN Campus wurde im Jahr 2020 eine Fahrradreparaturstation vom ADFC mit Genehmigung der Stadt errichtet. Diese Station zeigt in der täglichen Praxis einen sehr hohen Wartungsaufwand und eine überdurchschnittliche Häufigkeit von Vandalismusschäden. Die Luftpumpe wurde bereits häufig zerstört und auch das Werkzeug wird regelmäßig entwendet und muss ersetzt werden. Da die Station häufig defekt ist, bietet sie Radfahrer*innen keinen verlässlichen Nutzen. Ähnliche Vandalismusschäden sind leider auch in anderen Städten dokumentiert. In Köln wurden die meisten der aufgestellten Radservicestationen schon einmal beschädigt. So wurde bereits im Jahr 2023 berichtet, dass 11 der damals 17 aufgestellten Stationen bereits mutwillig demoliert wurden. Auch nach erfolgten Reparaturen wurden häufig kurze Zeit später bereits neue Beschädigungen entdeckt: https://www.rundschau-online.de/koeln/muelheim/hoehenhaus/koeln- unbekannte-stehlen-werkzeuge-aus-staedtischen-rad-servicestationen- 633729 In der Stadt Eschweiler wurde der Ausbau von Radservicestationen nach der Aufstellung der ersten zwei Stationen gestoppt, da diese etwa einmal pro Monat beschädigt werden und repariert werdenSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) müssen: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/vandalismus- fahrradstationen-aachen-100.html In Ratingen wurden in einem Zeitraum von nicht einmal zwei Jahren nach Aufstellung 10 von 11 aufgestellten Stationen beschädigt: https://rp- online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-vandalismusschaeden-an- fahrradreparaturboxen_aid-133910169 In Hamm wurde eine neu aufgestellte Station bereits nach wenigen Wochen geplündert und somit unbrauchbar. Die einmalige Reparatur kostete eine knapp vierstellige Summe: https://www.wa.de/hamm/hamm-mitte-ort370531/hamm- vandalismus-am-ebert-park-fahrradreparaturstation-kaputt-91843427.html Im Austausch mit dem Radverkehrsteam der Stadt Frankfurt am Main hat die Stadt Bonn ebenfalls von ähnlichen Erfahrungen gehört. Dort war die Erfahrung, dass nur Servicestationen, die in Innenräumen wie Fahrradläden vorgehalten werden, vor Vandalismus geschützt sind. Im öffentlichen Raum wurden die Schläuche von Luftpumpen mehrfach zerschnitten und Werkzeug gestohlen. Fazit: Aufgrund dieser Erfahrungen wird die Errichtung und Unterhaltung städtischer Fahrradreparaturstationen aktuell nicht weiterverfolgt. Aufwand, Kosten und das reale Risiko für wiederholten Vandalismus stehen leider in keinem Verhältnis zum angestrebten Nutzen für die Allgemeinheit. Ein eventueller Beschluss des Antrages würde finanzielle Auswirkungen entfalten und erfolgt daher vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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