261576 · Große Anfrage
Große Anfrage der Ratsgruppe BSW/SBI: Außerbetriebnahme von 60 Stadtbahnfahrzeugen der SWB Bus und Bahn – Ursachen, Krisenmanagement, finanzielle Auswirkungen sowie Konsequenzen für das Beteiligungsmanagement der Bundesstadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 261576
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 20.08.2026
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Kenntnisnahme
- noch nicht terminiert Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261576 Fragesteller/in: BSW/SBI-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Mouad Malk Christwart Conrad Ömer Faruk Kemer 19.08.2026 Große Anfrage der Ratsgruppe BSW/SBI: Außerbetriebnahme von 60 Stadtbahnfahrzeugen der SWB Bus und Bahn – Ursachen, Krisenmanagement, finanzielle Auswirkungen sowie Konsequenzen für das Beteiligungsmanagement der Bundesstadt Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.09.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.09.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Vor dem Hintergrund der kurzfristigen Außerbetriebnahme eines Großteils der Bonner Stadtbahnflotte bittet die Ratsgruppe BSW/SBI die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen. I. Sachverhalt und zeitlicher Ablauf: 1. Wann wurden erstmals Hinweise auf Materialermüdungen oder vergleichbare technische Auffälligkeiten festgestellt? 2. Wann wurde die Geschäftsführung der SWB Bus und Bahn erstmals informiert? 3. Wann wurden die Konzerngeschäftsführung der SWB Holding sowie der Aufsichtsrat informiert? 4. Wann wurde die Oberbürgermeisterin als Vertreterin der Gesellschafterin informiert? 5. Wann wurde die Technische Aufsichtsbehörde eingebunden? 6. Welche konkreten Erkenntnisse führten zur Entscheidung, 60 Fahrzeuge außer Betrieb zu nehmen? 7. Welche Fahrzeugtypen und Baujahre sind betroffen? 8. Welche Fahrzeuge befinden sich im Eigentum der SWB Verkehrs GmbH und welche im Eigentum der SSB?Seite 1 von 6 Seite 2 II. Technische Ursachen: 9. Welche Bauteile weisen Schäden oder Materialermüdungen auf? 10. Welche Ursachen wurden bislang festgestellt? 11. Handelt es sich um altersbedingte Verschleißerscheinungen oder außergewöhnliche Schadensbilder? 12. Welche externen Gutachter wurden beauftragt? 13. Wann werden die Untersuchungen abgeschlossen sein? 14. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um die Fahrzeuge wieder in Betrieb zu nehmen? III. Beteiligungsmanagement und Unternehmenssteuerung: 15. Wann wurde der Aufsichtsrat informiert? 16. Wie häufig hat sich der Aufsichtsrat mit dem Vorgang befasst? 17. Welche Beschlüsse wurden gefasst? 18. Welche Berichtspflichten bestehen gegenüber der Gesellschafterin? 19. Welche Informationen wurden der Stadtverwaltung übermittelt? 20. Ist ein ausführlicher Bericht an Rat und Ausschüsse vorgesehen? IV. Wirtschaftliche Auswirkungen: 21. Welche unmittelbaren Kosten entstehen durch die Außerbetriebnahme? 22. Welche Kosten entstehen für technische Untersuchungen? 23. Welche Kosten entstehen für Reparaturen? 24. Welche Personalmehrkosten entstehen? 25. Welche Mehrkosten entstehen durch den Schienenersatzverkehr? 26. Welche Kosten entstehen durch geliehene Fahrzeuge? 27. Welche Einnahmeausfälle werden erwartet? 28. Welche Auswirkungen ergeben sich auf das Jahresergebnis? 29. Müssen Rückstellungen gebildet werden? 30. Welche Auswirkungen ergeben sich auf den städtischen Haushalt? V. Haftung und Versicherungen:Seite 2 von 6 Seite 3 31. Bestehen Gewährleistungsansprüche? 32. Werden Regressansprüche geprüft? 33. Sind Versicherungen eintrittspflichtig? 34. Welche finanziellen Risiken verbleiben bei der SWB? VI. Investitions- und Finanzplanung: 35. Hat die Situation Auswirkungen auf den Wirtschaftsplan? 36. Müssen Investitionen vorgezogen werden? 37. Wird die Neubeschaffung von Stadtbahnen beschleunigt? 38. Sind zusätzliche Kreditaufnahmen erforderlich? 39. Welche Auswirkungen ergeben sich auf die mittelfristige Finanzplanung? VII. Risikomanagementund Revision: 40. Wie ist das technische Risikomanagement organisiert? 41. Weshalb wurden die Schäden nicht früher erkannt? 42. Wird die Interne Revision eingebunden? 43. Sind organisatorische Veränderungen vorgesehen? 44. Welche Konsequenzen zieht die Geschäftsführung? VIII. Auswirkungen für die Fahrgäste: 45. Wie viele Fahrgäste sind täglich betroffen? 46. Welche Ersatzverkehre wurden eingerichtet? 47. Welche Mehrkosten entstehen hierfür? 48. Welche Entschädigungsansprüche werden erwartet? 49. Wie bewertet die Verwaltung die Auswirkungen auf die Attraktivität des ÖPNV? IX. Finanzielle Risiken und Auswirkungen auf den SWB- Konzern sowie den städtischen Haushalt: 50. Welche Gesamtkosten werden derzeit erwartet? 51. Wie verteilen sich diese Kosten auf Gutachten, Reparaturen, Ersatzteile, Schienenersatzverkehr, Fahrzeuganmietung und Personal? 52. Welche Einnahmeausfälle werden erwartet?Seite 3 von 6 Seite 4 53. Welche Auswirkungen ergeben sich auf das Jahresergebnis der SWB Bus und Bahn GmbH und des SWB-Konzerns? 54. Ist mit einem Jahresfehlbetrag zu rechnen? 55. Welche Auswirkungen ergeben sich auf Eigenkapital und Liquidität? 56. Müssen zusätzliche Kredite aufgenommen werden? 57. Ist mit einer Kapitalzuführung oder einem Zuschuss der Stadt Bonn zu rechnen? 58. Welche Auswirkungen ergeben sich auf den Haushalt der Bundesstadt Bonn? 59. Müssen Investitionen verschoben werden? 60. Welche Auswirkungen ergeben sich auf die mittelfristige Finanzplanung? 61. Muss die städtische Risikoberichterstattung angepasst werden? 62. Welche Rückstellungen wurden gebildet? 63. Welche Risiken bestehen bei einer längeren Standzeit? 64. Welche Auswirkungen ergeben sich auf die Finanzierung neuer Fahrzeuge? 65. Sind Fördermittel gefährdet? 66. Wurden Gespräche mit dem Land NRW oder dem VRS geführt? 67. Welche wesentlichen finanziellen Risiken sieht die Verwaltung derzeit? X. Zusammenarbeit mit der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB): 68. Seit wann stehen Leihfahrzeuge der KVB zur Verfügung? 69. Wie viele Fahrzeuge wurden ausgeliehen? 70. Welche Fahrzeugtypen wurden überlassen? 71. Für welchen Zeitraum ist die Überlassung vereinbart? 72. Welche vertraglichen Vereinbarungen bestehen zwischen SWB und KVB? 73. Welche Kosten entstehen durch die Fahrzeugüberlassung? 74. Wer trägt die Kosten für Zulassung, technische Anpassungen und Instandhaltung?Seite 4 von 6 Seite 5 75. Welche Auswirkungen hat die Fahrzeugüberlassung auf den Betrieb der KVB? 76. Sind weitere Fahrzeugüberlassungen vorgesehen? 77. Welche Schulungen des Fahrpersonals waren erforderlich? 78. Welche betrieblichen Einschränkungen bestehen beim Einsatz der Leihfahrzeuge? 79. Wie bewertet die Verwaltung die Zusammenarbeit mit der KVB? 80. Bestehen Planungen für eine dauerhafte gegenseitige Unterstützung in Krisensituationen? 81. Welche Auswirkungen ergeben sich auf Versicherungs- oder Leasingverträge? 82. Mit welchen Gesamtkosten rechnet die Verwaltung für den Einsatz der KVB-Fahrzeuge? XI. Ausblick: 83. Für wann rechnet die Verwaltung mit der vollständigen Wiederaufnahme des regulären Stadtbahnbetriebs? 84. Welche Konsequenzen zieht die Verwaltung aus den Ereignissen für das Beteiligungsmanagement, das technische Risikomanagement und die zukünftige Fahrzeugstrategie der SWB? 85. Beabsichtigt die Verwaltung, dem Rat nach Abschluss aller Untersuchungen einen umfassenden Abschlussbericht mit technischer, organisatorischer und finanzieller Bewertung vorzulegen? Begründung Die kurzfristige Außerbetriebnahme eines Großteils der Bonner Stadtbahnflotte stellt einen außergewöhnlichen Vorgang dar, dessen Auswirkungen weit über den laufenden Betrieb hinausreichen. Zweifellos besitzt die Sicherheit der Fahrgäste höchste Priorität. Gleichzeitig sind neben erheblichen Einschränkungen für den öffentlichen Personennahverkehr finanzielle Belastungen für die SWB Bus und Bahn GmbH sowie den gesamten SWB- Konzern zu erwarten. Die öffentliche Berichterstattung sowie die Stellungnahmen der SWB und der Stadtverwaltung werfen zahlreiche Fragen hinsichtlich der Ursachen, der zeitlichen Abläufe, der Unternehmenssteuerung, der finanziellen Auswirkungen sowie der Information der politischen Gremien auf. Als alleinige Gesellschafterin trägt die Bundesstadt Bonn Verantwortung für eine wirksame Kontrolle ihrer Beteiligungen. Vor diesem Hintergrund besteht ein berechtigtes Interesse des Rates und seiner Ausschüsse an einer vollständigen Aufklärung der technischen Ursachen, der zeitlichen Abläufe, der Unternehmenssteuerung sowie der finanziellen Folgen. Die Beantwortung der Fragen soll eine fundierte Grundlage für die weitere politische Beratung undSeite 5 von 6 Seite 6 gegebenenfalls notwendige Entscheidungen schaffen. Anlage/n KeineSeite 6 von 6
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bonn.social/@lage ↗Datenstand: 23.10.2026, 02:15 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de