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261586-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Stellungnahme zu GRÜNE-Große Anfrage: Rolle der Fähren im Bonner Süden zur Entlastung des Verkehrs während Autobahn- und Eisenbahnsperrungen

Nummer
261586-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
20.10.2026
Letzte Änderung
22.10.2026
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg Hauptort
  • Mehlem Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  1. noch nicht terminiert Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 261586 GRÜNE-Große Anfrage: Rolle der Fähren im Bonner Süden zur Entlastung des Verkehrs während Autobahn- und Eisenbahnsperrungen

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
261586-01 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Stellungnahme zu GRÜNE-Große Anfrage: Rolle
der Fähren im Bonner Süden zur Entlastung des
Verkehrs während Autobahn- und
Eisenbahnsperrungen
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 04.11.2026 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Verwaltung nimmt in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband
go.Rheinland wie folgt Stellung:
1. Wie haben sich die Fahrgastzahlen (Lkw, Pkw, Personen mit Rad, Personen)
auf den Fähren (Mehlem-Königswinter und Bad Godesberg-Niederdollendorf)
seit der Sperrung der Nordbrücke und seit der Sperrung der rechtsrheinischen
Eisenbahnstrecke entwickelt? Falls keine aktuellen Zahlen vorliegen: ist
geplant, solche Zahlen künftig systematisch zu erfassen?
Antwort:
Der Verwaltung liegen derzeit keine Zahlen über die Nutzung der Fähren vor.
Die Fährbetreiber haben sich nicht auf die Anfrage der Verwaltung
zurückgemeldet. Da die Fährbetriebe wirtschaftlich selbstständig sind, sind sie
nicht dazu verpflichtet, diese Zahlen der Stadt mitzuteilen
(Betriebsgeheimnis). Somit scheidet auch eine zukünftige systematische
Erfassung aus.
2. Wie erklärt sich die Stadt Bonn, dass die Verhandlungen von go.Rheinland
nur im Falle der Fähre Mehlem-Königswinter zum Erfolg geführt haben,
während die anderen privaten Fährbetreiber das Angebot abgelehnt haben?
Wäre es vor dem Hintergrund besonders angespannten Verkehrssituation in
Bonn denkbar, mit dem Betreiber der Fähre Bad Godesberg-Niederdollendorf
nochmals das Gespräch zu suchen oder ein besseres Angebot vorzulegen?
Antwort:
Nach einer ersten Kontaktaufnahme im Herbst 2024 mit den drei
Fährbetreibern im Bereich Bad Godesberg und dem Rhein-Sieg-Kreis durch
den Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), hatten nur zwei ein Interesse an einer
Kooperation (Mehlem – Königswinter und Bad Honnef – Rolandseck). Im Zuge
der Ausarbeitung der Kooperationsvereinbarung konnte keine finanzielle
Einigung mit dem Fährbetreiber „Bad Honnef – Rolandseck“ erzielt werden.
Ebenso verlief ein letztmaliger Kontaktversuch zur Fähre „Bad Godesberg –
Niederdollendorf“ negativ. Schwierigkeiten werden insbesondere im hohenSeite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
bürokratischen Aufwand der Einnahmeaufteilung des VRS gesehen.
3. Gibt es seitens der „Taskforce Nordbrücke“ Überlegungen, welche Rolle die
Fähren im Bonner Süden bis zur Wiederinbetriebnahme der Nordbrücke
spielen können?
Antwort:
Es staut sich zwar auf den Zulaufwegen zur Südbrücke während der
Hauptverkehrszeiten. Allerdings würde sich durch die geringen Kapazitäten der
Godesberger Fähre nur eine geringe Entlastung ergeben.
4. Wie stuft die Verwaltung die Möglichkeiten ein, die Vereinbarung mit der
Fähre Mehlem-Königswinter über den 11. Dezember hinaus in den
Deutschlandticket-Tarif zu integrieren?
Antwort:
Mit einem Schreiben am 21. Juli 2026 hatte der VRS dem Rhein-Sieg-Kreis
eine Antwort auf die mögliche Integration von Fähren in den ÖPNV-Tarif
gegeben. In diesem heißt es:
„Der VRS GmbH steht für eine finanzielle Beteiligung kein Budget zur
Verfügung. Auch eine Lösung über die VRS-Einnahmenaufteilung ist nicht
vorstellbar, da dies bedeuten würde, dass die VRS-Verkehrsunternehmen auf
Fahrgeldeinnahmen verzichten müssten, damit Fährbetreiber ihre Kosten
ausgeglichen bekommen. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der
Verkehrsunternehmen scheint dies kein Lösungsweg zu sein.“
Eine Einbindung der Fähren in den regulären ÖPNV-Tarif müsste daher
vollständig aus städtischen Mitteln finanziert werden. Aufgrund der aktuellen
Haushaltsituation ist dies nicht vorgesehen.
5. Gibt es bereits Überlegungen für die Integration der Fähren in den ÖPNV
während der Sanierung der linksrheinischen Eisenbahnstrecke (voraussichtlich
im 1. Halbjahr 2028)?
Antwort:
Bisher gibt es keine konkreten Überlegungen bzw. Verhandlungen zwecks
einer Tarifintegration der Rheinfähre während der Korridorsanierung 2028.
Zunächst findet eine Evaluation der aktuellen Kooperation statt, um sich ein
Gesamtbild über das Projekt zu verschaffen.
6. Falls go.Rheinland die Finanzierung nicht übernehmen kann, gibt es andere
Finanzierungsmöglichkeiten (z. B. Stadt Bonn, Bund als Kompensation für die
Nordbrückensperrung)?
Antwort:
Wegen der angespannten Haushaltslage sowohl bei der Stadt als auch beim
Land sieht die Stadt derzeit keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten. Zudem
müssten die Fährbetreiber bereit sein, sich an der Einnahmeaufteilung des
VRS zu beteiligen.
7. Gibt es Überlegungen seitens der Stadt Bonn, die Fähren Mehlem-
Königswinter und Bad Godesberg-Niederdollendorf besser per Bus an den
ÖPNV anzubinden?
Antwort:
Das Thema wird im Zuge der Neuaufstellung des Bonner Nahverkehrsplans
betrachtet.Seite 2 von 3
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Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 22.10.2026, 04:19 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de