261703 · Große Anfrage
Grüne Anfrage zur Überprüfung von Förderstrukturen, Kooperationen und Betreuungssituationen bei russischsprachigen Bildungs- und Kulturorganisationen im Stadtgebiet
Kerndaten
- Nummer
- 261703
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 16.09.2026
- Letzte Änderung
- 22.10.2026
Orte
- Medinghoven Hauptort
- Markt
- Bonn
Beratungsfolge
- noch nicht terminiert Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Große Anfrage öffentlich 261703 Fragesteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Radosawa Stomporowski Prof. Dr. Valentyna Vyhovska 10.09.2026 Grüne Anfrage zur Überprüfung von Förderstrukturen, Kooperationen und Betreuungssituationen bei russischsprachigen Bildungs- und Kulturorganisationen im Stadtgebiet Beratungsfolge Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 01.10.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: 1. Kooperationen, Förderung und finanzielle Verflechtungen • Welche Vereinbarungen bestehen zwischen der Stadt Bonn (bzw. dem Schulamt) und dem Bundesverband Russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) oder diesem nahestehenden Organisationen (z. B. Russisches Institut/Schule Bonn)? • Erhalten Organisationen, die dem BVRE angehören oder mit diesem kooperieren, direkte oder indirekte finanzielle Zuwendungen aus dem städtischen Haushalt? o Falls ja: In welcher Höhe und für welche konkreten Projekte? o Wie verhält sich diese Förderung im Vergleich zu anderen Migranten-Communities in Bonn? 2. Unterrichtsangebote an Schulen und pädagogische Integrität • An den Schulen GGS Markt, KGS Beethoven, KGS Medinghoven und GGS Jahn werden russischsprachige Angebote organisiert. o Wer ist an diesen Standorten für die inhaltliche und organisatorische Leitung verantwortlich? o Nach welchen Kriterien werden externe Anbieter ausgewählt? • Wie wird sichergestellt, dass die Vermittlung von Geschichte (z. B. Zarenzeit) objektiv und an demokratischen Werten orientiert erfolgt und nicht dazu dient, ein staatlich propagiertes, imperiales Geschichtsbild zu fördern?Seite 1 von 3 Seite 2 • Wird geprüft, ob die Verwendung demokratischer Schlüsselbegriffe (z. B. „Chancengerechtigkeit“, „Partizipation“) in Projektanträgen mit der tatsächlichen pädagogischen Praxis übereinstimmt? 3. Schutz vor Indoktrination und Instrumentalisierung • Wie werden alle Kinder – unabhängig von ihrer Herkunft – in diesen Kontexten vor politischer Indoktrination und Instrumentalisierung geschützt? • Kulturelle Zusatzangebote (z. B. Ballett- oder Schachunterricht): o Inwieweit wird geprüft, ob diese rein künstlerisch-sportlich motiviert sind oder ob sie als Instrumente einer staatlich gesteuerten Kulturpolitik genutzt werden, um ein imperiales Bild Russlands zu vermitteln? • Welche niederschwelligen und anonymen Beschwerdewege stehen Eltern und Kindern zur Verfügung, um Druck oder politische Einflussnahme zu melden? 4. Sicherheitsrelevante Vernetzungen und Transparenz • Ist der Stadtverwaltung bekannt, ob lokale Partnerorganisationen im Bildungsbereich Kontakte zu russischen Staatsinstitutionen (z. B. Generalkonsulat Bonn, Rossotrudnitschestwo) oder staatlich nahestehenden Organisationen pflegen? • Welche konkreten Maßnahmen ergreift die Stadt, um sicherzustellen, dass kommunale Förderungen nicht für staatlich gesteuerte Einflussoperationen instrumentalisiert werden? Begründung Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) für Qualität, Transparenz und demokratische Werte in der Integrationsarbeit in Bonn ein. Aktuell gibt es konkrete Hinweise darauf, dass der Bundesverband Russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) möglicherweise eng mit staatlichen Stellen der Russischen Föderation verknüpft sind. Das Russische Institut oder Schulen in Bonn könnten Kontakte zu BVRE haben. In Bonn werden Schulkooperationen, Sprachkurse und kulturelle Angebote (z. B. Ballett, Schach) für russischsprachige Kinder organisiert – teilweise durch externe Anbieter, deren politische Ausrichtung und Finanzierung nicht ausreichend transparent erscheinen. Vor diesem Hintergrund ist eine systematische Überprüfung notwendig, um sicherzustellen, dass: • städtische Fördergelder nicht für politische Einflussnahme genutztSeite 2 von 3 Seite 3 werden, • Kinder und Familien – insbesondere ukrainische Geflüchtete – vor Indoktrination oder Druck geschützt sind, • kulturelle Angebote nicht als Tarnung für staatlich gesteuerte Propaganda dienen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@lage ↗Datenstand: 22.10.2026, 23:29 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de