261704 · Große Anfrage
Grüne Anfrage: Chancengerechtigkeit sichern – Sprachförderung, Bildungszugang und Fachkräftepotenziale Zugewanderter erhalten
Kerndaten
- Nummer
- 261704
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 16.09.2026
- Letzte Änderung
- 21.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- noch nicht terminiert Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261704 Fragesteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Radosawa Stomporowski 10.09.2026 Grüne Anfrage: Chancengerechtigkeit sichern – Sprachförderung, Bildungszugang und Fachkräftepotenziale Zugewanderter erhalten Beratungsfolge Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 01.10.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird gebeten darzustellen wie die Stadt Bonn sicherstellt bzw. darauf hinwirkt, dass durch aktuelle und geplante Änderungen des Bundes bei der Sprachförderung, Studienvorbereitung und berufssprachlichen Qualifizierung keine Bildungs-, Ausbildungs- und Fachkräftepotenziale verloren gehen. Dazu wird um die Beantwortung folgender Fragen gebeten: 1. Sind mittlerweile konkrete Zahlen darüber bekannt, wie viele Per sonen in Bonn aktuell von Einschränkungen der Sprachförderung voraussichtlich betroffen sind bzw. welche Zielgruppen dabei be sonders betroffen sind? 2.Welche Auswirkungen haben die aktuellen bzw. geplanten Einschränkungen auf Zugewanderte mit ausländischen Bildungs- und Hochschulabschlüssen sowie auf junge Zugewanderte mit Studienberechtigung? Welche Angebote stehen in Bonn für deren Studienvorbereitung und Zugang zu Hochschulbildung zur Verfügung? 3.Welche mittelbaren finanziellen Auswirkungen erwartet die Stadt durch verzögerte Sprach-, Bildungs- und Arbeitsmarktintegration, insbesondere durch längeren Leistungsbezug, zusätzlichen Beratungs- und Unterstützungsbedarf sowie den möglichen Wegfall von Bildungsangeboten?Seite 1 von 2 Seite 2 4.Welche konkreten Ziele, Maßnahmen und Zeitplan verfolgt die angekündigte verwaltungsinterne Projektgruppe „Sprachliche Integration und Sprachförderung in Bonn“? (Ankündigung in der Stellungnahme der Verwaltung 260314- 03 ST). Wie werden die Ergebnisse dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration sowie dem Rat vorgelegt? Begründung Die Stadt Bonn hat in ihrer jüngsten Verwaltungsvorlage klar formuliert, dass reduzierte Sprachförderung Unterschiede in der Stadtgesellschaft verstärkt, Teilhabe erschwert und mittelbar kommunale Belastungen er- zeugen kann. Diese Einschätzung zeigt, dass Sprachförderung ein zen- traler Baustein für Chancengerechtigkeit, Bildungserfolg und Fachkräfte- sicherung ist. Laut IHK fehlen bereits heute in der Region rund 11.000 qualifizierte Arbeitskräfte; bis zum Jahr 2035 könnte sich diese Zahl laut IHK-Fachkräftemonitor auf bis zu 35.000 erhöhen, sofern keine zusätzlichen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Gleichzeitig macht die Verwaltung deutlich, dass kommunale Maßnahmen al- lein nicht ausreichen, wenn der Bund zentrale Förderinstrumente zurückfährt oder strukturell verändert. Die Kommune kann nicht kompensieren, was der Bund nicht mehr finanziert – weder beim Studienzugang (Garantiefonds Hoch- schule), noch bei Integrationskursen oder der Berufssprachförderung. Dies be- trifft besonders junge Zugewanderte, die Bildungsaspirationen mitbringen, aber ohne ausreichende Sprach- und Studienvorbereitung den Zugang zu Ausbil- dung, Studium und qualifizierter Beschäftigung verlieren. Für Bonn als Wissenschafts-, Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort ist dies von hoher Relevanz: Fehlende Sprachförderung und eingeschränkte Bildungs- zugänge führen nicht nur zu individuellen Nachteilen, sondern auch zu struktu- rellen Fachkräfteengpässen, die die Stadt nicht aus eigener Kraft ausgleichen kann. Wie kann eine Anschlussfähigkeit zu Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Wirtschafts- politik gewährleistet werden? Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@lage ↗Datenstand: 22.10.2026, 23:57 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de