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261845-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Stellungnahme zu Linke-Fraktion Große Anfrage: Evaluation des freien Eintritts für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien

Nummer
261845-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
19.10.2026
Letzte Änderung
21.10.2026
  1. noch nicht terminiert Kenntnisnahme
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  1. 261845 Linke-Fraktion Große Anfrage: Evaluation des freien Eintritts für Kinder und Jugendliche während der Sommerferien

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
261845-01 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
52 Sport- und Bäderamt
Dezernat:
Dez. IV
Stellungnahme zu Linke-Fraktion Große Anfrage:
Evaluation des freien Eintritts für Kinder und
Jugendliche während der Sommerferien
Beratungsfolge
Sportausschuss 19.11.2026 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Zu 1.:
Die insgesamt 23.572 im Rahmen der Sommerferienaktion gewährten freien
Eintritte verteilten sich wie folgt auf die vier Bonner Freibäder:
Freibad Freie Eintritte
Römerbad 8.710
Panoramabad Rüngsdorf 6.673
Ennertbad 5.055
Schwimmbad Friesdorf 3.134
Gesamt 23.572
Die höchste Nachfrage war im Römerbad mit insgesamt 8.710 freien Eintritten
zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anteil von rund 37 % aller im Rahmen
der Sommerferienaktion gewährten freien Eintritte.
Zu 2.:
Am 29. Juli 2026 wurden mit insgesamt 1.983 freien Eintritten die meisten
Eintritte im Rahmen der Sommerferienaktion registriert.
Der niedrigste Tageswert wurde am 18. August 2026 mit insgesamt 34 freien
Eintritten verzeichnet.
Zu 3.:
Eine gesonderte Erfassung, ob Kinder und Jugendliche die Freibäder in
Begleitung ihrer Eltern bzw. Erziehungsberechtigten besucht haben, erfolgte im
Rahmen der Sommerferienaktion nicht. Entsprechende Zahlen liegen daher
nicht vor.
Zu 4.:
In der ersten Hälfte der Sommerferien (20. Juli bis 10. August 2026) wurden in
den vier Bonner Freibädern insgesamt 14.271 freie Eintritte gewährt. Dies
entspricht rund 60,5 % aller im Rahmen der Sommerferienaktion gewährten
freien Eintritte.
In der zweiten Ferienhälfte (11. August bis 1. September 2026) wurden
insgesamt 9.301 freie Eintritte registriert. Dies entspricht einem Anteil von rundSeite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
39,5 %.
Die Inanspruchnahme der Sommerferienaktion war somit in der ersten
Ferienhälfte höher als in der zweiten.
Zu 5.:
Im Zeitraum der Sommerferien 2026 sind weder bei den Bereichsleitungen
noch bei der Bäderbetriebsleitung Beschwerden oder Rückmeldungen von
Beschäftigten hinsichtlich einer erhöhten Arbeitsbelastung im Zusammenhang
mit der Sommerferienaktion eingegangen.
Dementsprechend liegen auch keine Rückmeldungen zu konkreten Aspekten
des Schwimmbadbetriebs vor.
Zu 6.:
Eine gesonderte Evaluation der Sommerferienaktion unter Beteiligung der
Beschäftigten und/oder des Personalrates hat nicht stattgefunden.
Da weder bei den Bereichsleitungen noch bei der Bäderbetriebsleitung
Beschwerden oder Rückmeldungen hinsichtlich einer erhöhten
Arbeitsbelastung eingegangen sind, wurde bislang kein Anlass für eine
entsprechende Evaluation gesehen. Eine solche ist derzeit auch nicht
vorgesehen.
Zu 7.:
Die Besucherzahlen während der Sommerferien 2026 bewegten sich
insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Ausgeprägte
Hochbetriebstage mit einer entsprechend hohen Besucherfrequentierung waren
in diesem Zeitraum nicht zu verzeichnen.
Die Sommerferienaktion fand somit unter vergleichsweise günstigen
betrieblichen Rahmenbedingungen statt. Inwieweit sich die Maßnahme auch
bei einer deutlich höheren Besucherfrequentierung auf die betrieblichen
Abläufe, die Wahrnehmung der Wasseraufsicht und die Arbeitsbelastung des
Personals auswirken würde, lässt sich anhand der diesjährigen Erfahrungen
nicht abschließend beurteilen.
Vor diesem Hintergrund hält das Sport- und Bäderamt an seiner bisherigen
Einschätzung fest und empfiehlt, von einer Wiederholung der
Sommerferienaktion im Jahr 2027 abzusehen.
Zu 8.:
Sollte die Sommerferienaktion im Jahr 2027 erneut durchgeführt werden, sieht
das Sport- und Bäderamt insbesondere hinsichtlich der Steuerung des
Besucheraufkommens Handlungsbedarf.
Ein kostenfreier Eintritt kann insbesondere an stark frequentierten Tagen zu
einem zusätzlichen Besucheraufkommen führen. Bei einer entsprechend hohen
Besucherfrequentierung können Situationen entstehen, in denen die
Anforderungen an die Wasseraufsicht und einen sicheren, geordneten
Badebetrieb mit den vorhandenen personellen Ressourcen nicht mehr ohne
zusätzliche betriebliche Maßnahmen erfüllt werden können.
Aus Sicht des Sport- und Bäderamtes wären daher im Falle einer Wiederholung
geeignete Maßnahmen zur situationsabhängigen Besuchersteuerung
vorzusehen. Hierzu können erforderlichenfalls auch Einschränkungen des
Badebetriebs oder eine vorübergehende Begrenzung weiterer Eintritte gehören.
Zu 9.:Seite 2 von 3
Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Für die Bonner Freibäder bestehen keine pauschal festgelegten maximalen
Tagesbesucherzahlen. Die Beurteilung der Auslastung erfolgt
situationsabhängig, da sich die Anforderungen an einen sicheren und
geordneten Badebetrieb nicht ausschließlich anhand der Anzahl der
anwesenden Badegäste bestimmen lassen.
Die Personalbesetzung orientiert sich an drei unterschiedlichen
Belastungsstufen: Schwachlast, Normallast und Starklast. Die für die
Schwachlast vorgesehene Besetzung stellt dabei die betriebliche
Mindestbesetzung dar.
Die erforderliche Personalstärke richtet sich nach der jeweiligen
Betriebssituation. Hierbei sind insbesondere die Anzahl und Verteilung der
Badegäste, die Nutzung der Wasserflächen sowie die örtlichen Gegebenheiten
zu berücksichtigen.
Personelle Vakanzen im Bereich der Rettungsschwimmer treten
vergleichsweise selten auf und können in der Regel durch organisatorische
Maßnahmen kompensiert werden.
Anders stellt sich die Situation bei Vakanzen im Bereich der Fachkräfte für
Bäderbetriebe dar. Können die erforderlichen Funktionen aufgrund fehlender
Fachkräfte nicht besetzt werden, kann dies zur Schließung des betroffenen
Bades führen.
Die Auswirkungen personeller Vakanzen zeigen sich daher weniger in einer
pauschalen Reduzierung der möglichen Besucherzahlen als vielmehr in der
Frage, ob der Badebetrieb am jeweiligen Standort aufrechterhalten werden
kann.
Zu 10.:
Eine belastbare Prognose zur Entwicklung der Besucherzahlen in den Bonner
Freibädern in den kommenden Jahren ist aus Sicht des Sport- und Bäderamtes
nicht möglich.
Auch wenn klimatische Veränderungen grundsätzlich zu höheren
Temperaturen und häufigeren Hitzeperioden führen können, ist die tatsächliche
Besucherfrequentierung weiterhin maßgeblich von den konkreten
Witterungsverhältnissen während der jeweiligen Freibadsaison abhängig.
Insbesondere die zeitliche Verteilung von Schönwetterperioden,
Niederschlägen und kühleren Wetterphasen beeinflusst das
Besucheraufkommen erheblich. Eine verlässliche Ableitung zukünftiger
Besucherzahlen allein aus langfristigen klimatischen Entwicklungen ist daher
nicht möglich.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 22.10.2026, 03:20 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de