261989 · Große Anfrage
AfD-Anfrage: Obdachlosenunterkunft in der Karl-Finkelnburg-Straße
Kerndaten
- Nummer
- 261989
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 22.10.2026
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Karl-Finkelnburg-Straße Hauptort
- Rüngsdorf
- Bonn
- Bad Godesberg
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261989 Fragesteller/in: Gerald Christ Roland Borkowski Frauke Kreuzer AfD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn 21.10.2026 AfD-Anfrage: Obdachlosenunterkunft in der Karl- Finkelnburg-Straße Beratungsfolge Rat 12.11.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Die Verwaltung wird um Beantwortung der folgenden Fragen zur städtischen Unterkunft Karl-Finkelnburg-Straße, Bad Godesberg, gebeten. Personenbezogene Einzeldaten werden nicht verlangt. Belegung, Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus 1. Wie viele Personen waren zum Stichtag 30.09.2026 in der Unterkunft Karl- Finkelnburg-Straße untergebracht? Wie hat sich die Belegung seit der Umwidmung 2020 jahrweise entwickelt? 2. Wie verteilt sich die aktuelle Bewohnerschaft nach Staatsangehörigkeit? Bitte die fünf häufigsten Staatsangehörigkeiten und die Zahl der deutschen Staatsangehörigen gesondert ausweisen. 3. Wie verteilt sich die aktuelle Bewohnerschaft nach aufenthaltsrechtlichem Status? Bitte unterscheiden nach: deutsche Staatsangehörige; Unionsbürger; Aufenthaltsgestattung (Asylverfahren); anerkannte Schutzberechtigte; Duldung; Ausreisepflicht ohne Duldung bzw. vollziehbar ausreisepflichtig; sonstiger Aufenthaltstitel; Status ungeklärt / nicht bekannt. 4. Wie viele der aktuell untergebrachten Personen sind seit der Umwidmung 2020 durchgehend oder mit Unterbrechung in dieser Immobilie untergebracht? Wie viele wurden ursprünglich als Geflüchtete in diese Unterkunft eingewiesen? 5. Wie lang ist die durchschnittliche Verweildauer in der Unterkunft? Wie viele Personen leben dort seit mehr als sechs Monaten, mehr als zwölf Monaten, mehr als 24 Monaten? 6. Nach welcher Rechtsgrundlage erfolgt die Einweisung (Ordnungsrecht /Obdachlosenpolizeirecht, SGB II, SGB XII, AsylbLG, Zuweisung anderer Stellen)? Wie viele Bewohner sind jeweils welchem Rechtskreis zuzuordnen? 7. In Bezug auf die vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländer: In wie vielen Fällen wurden seit 2020 aufenthaltsbeendende Maßnahmen (Aufforderung zur Ausreise, Abschiebung, Dublin-Überstellung) aus dieser Unterkunft herausSeite 1 von 3 Seite 2 betrieben, und mit welchem Ergebnis? Ordnung, Straftaten, Umgebung 8. Welche Regelungen gelten intern, wenn ein Bewohner der Unterkunft einer Straftat verdächtig ist oder wegen einer Straftat verurteilt wird? Wird die Person in eine andere Einrichtung verlegt, der Platz gekündigt bzw. ein Hausverbot ausgesprochen, oder verbleibt sie in der Unterkunft? 9. In wie vielen Fällen der Jahre 2023, 2024, 2025 und 2026 hat die Stadt nach bekanntgewordenen Straftaten oder schweren Verstößen gegen die Hausordnung eine Verlegung, eine Räumung oder ein Hausverbot tatsächlich angeordnet? In wie vielen Fällen ist der Betroffene in der Unterkunft verblieben? 10. Welche zusätzlichen städtischen Maßnahmen (Beratung, Therapie, aufsuchende Sozialarbeit, psychiatrische Betreuung, Geld- oder Sachleistungen) werden Bewohnern nach Straftaten oder wiederholten Störungen gewährt? Gibt es dafür ein festes Konzept? Welche Mittel sind dafür 2025 und 2026 aufgewendet worden? 11. Wird das Sicherheitskonzept der Unterkunft nach Straftaten oder wiederholten Störungen geändert (Personalstärke des Sicherheitsdienstes, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Hausordnung, Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt)? Welche Änderungen sind 2024, 2025 und 2026 erfolgt, welche sind geplant? 12. Wie geht die Stadt mit Wiederholungstätern und mit Personen um, die nicht in der Unterkunft wohnen, aber das Grundstück und das unmittelbare Umfeld belasten? Wer entscheidet über Verbleib oder Verlegung, und nach welchen Kriterien? Kosten, Personal, Gebühren 13. Welche Anschaffungs-, Umbau- und Instandhaltungskosten sind für die Immobilie Karl-Finkelnburg-Straße seit 2015 insgesamt entstanden (Kauf, Umbau 2015/16, weitere Sanierungen, Brandschutz, Haus- und Gebäudetechnik)? Welche Zuschüsse von Bund oder Land sind darauf entfallen? 14. Welche laufenden Betriebskosten sind in den Haushaltsjahren 2023, 2024, 2025 und im bisherigen Jahr 2026 für diese Unterkunft entstanden? Bitte trennen nach: Personal, Sozialer Dienst, Hausmeister, Sicherheitsdienst (Vertragspartner, Stundenumfang, Jahressumme), Gebäudebewirtschaftung (Energie, Reinigung, Müll, Instandhaltung), Verpflegung /Sachleistungen, sonstige Sachkosten. 15. Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten je untergebrachter Person und Monat in dieser Unterkunft (Vollkosten inkl. Sicherheit und Gebäude)?Seite 2 von 3 Seite 3 16. Welche Vertragslaufzeit und welches jährliche Volumen hat der Sicherheitsdienstvertrag? Ist eine Aufstockung oder eine Änderung des Konzepts geplant? 17. Welche Mittel sind für 2026 und im Entwurf 2027/28 für diese Unterkunft veranschlagt? Plant die Verwaltung Kapazitätserweiterung, Kapazitätsabbau, Standortverlagerung oder Rückbau? Begründung Eine städtische Unterkunft mit rund 100 Bewohnern und 157 Polizeieinsätzen in gut acht Monaten erweckt zurecht Sorgen. Seit der Umwidmung 2020 liegen die Einsatzzahlen dauerhaft im dreistelligen Bereich. 2024 waren es 284 Einsätze. Wer das als „Obdachlosenhilfe“ verkauft, schuldet den Anwohnern in Rüngsdorf und den Zahlern im gesamten Stadtgebiet die einfachen Tatsachen. Das Haus ist nicht als klassisches Männerwohnheim entstanden. Es wurde 2015 als Flüchtlingsunterkunft gekauft und 2020 umgewidmet. Ohne Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsstatus und Rechtskreis bleibt unklar, ob Bonn hier Wohnungslose im engeren Sinn unterbringt – oder eine Restmenge aus Asyl, Duldung und gescheiterter Integration, für die andere Behörden zuständig wären. Sechs Einsätze wegen gesuchter Personen in einem halben Jahr machen die Frage nicht kleiner. Ebenso offen ist der Preis. 8,24 Mio. Euro stehen schon für Kauf und Erstumbau in der Zeitung. Sicherheitsdienst 24/7, Sozialer Dienst, Hausmeister, Gebäude und psychiatrische Leistungen kommen jedes Jahr dazu. Der Rat kann keine Unterbringungspolitik steuern, deren Bewohnerstruktur und Vollkosten er nicht kennt. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@lage ↗Datenstand: 02.11.2026, 11:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de