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261103-02 AA · Änderungsantrag

Änderungsantrag GRÜNE-Fraktion - Kooperation CDU/SPD/FDP: Finanzierung 19 € Schüler*innen Ticket, Finanzierung Sozialticket, Finanzierung kostenfreier Eintritt für Schüler*innen in den Sommerferien Antrag zur Vorlage 261103

Nummer
261103-02 AA
Art
Änderungsantrag
Veröffentlicht
24.06.2026
Letzte Änderung
26.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Rates 13.07.2026 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 07.07.2026 Empfehlung
  3. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 25.06.2026 Empfehlung
  4. Sitzung des Sportausschusses 24.06.2026 Empfehlung
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Übergeordnet

  1. 261103 Kooperation CDU/SPD/FDP: Finanzierung 19 € Schüler*innen Ticket, Finanzierung Sozialticket, Finanzierung kostenfreier Eintritt für Schüler*innen in den Sommerferien

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Änderungsantrag
öffentlich
261103-02 AA
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Lee Cornelissen
Malte Lömpcke
Jakob Kraasch-Tarnowsky
Änderungsantrag GRÜNE-Fraktion - Kooperation
CDU/SPD/FDP: Finanzierung 19 € Schüler*innen
Ticket, Finanzierung Sozialticket, Finanzierung
kostenfreier Eintritt für Schüler*innen in den
Sommerferien
Antrag zur Vorlage 261103
Beratungsfolge
Sportausschuss 24.06.2026 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
25.06.2026 Empfehlung
Ausschuss für Soziales, Migration,
Gesundheit, Wohnen und Senioren
07.07.2026 Empfehlung
Rat 09.07.2026 Entscheidung
Inhalt des Änderungsantrags
Der Antragstext wird wie folgt ersetzt:
1. Das Förderprogramm für sozialverträgliche energetische
Bestandssanierung, Beschlussvorlage 253056, wird weitergeführt. Um
das Förderprogramm jedoch erfolgreich weiterzuführen, wird dieses
überarbeitet und insbesondere im Hinblick auf die Zugangsbedingungen
geöffnet. Die Verwaltung macht im Rahmen der Haushaltsberatungen
einen Vorschlag, mit welcher Summe das Förderprogramm ausgestattet
wird. Ein Betrag von ca. 2 Mio. € wird nicht unterschritten. Ziel ist
weiterhin, eine deutliche Steigerung der energetischen Sanierungsquote
im Bereich der privaten Wohngebäude zu erreichen. Die
Sozialverträglichkeit (bspw. Die geringe Umlage auf Mieter*innen) bleibt
bestehen.
2. Die Verwaltung wird gebeten, sich mit Haus&Grund Bonn/Rhein-Sieg
e.V. ins Benehmen zu setzen, um eine Stellungnahme oder
Einschätzung zur Fortführung des o.g. Förderprogramms zu erbitten.
3. Freiwerdende Haushaltsmittel aufgrund der Aktualisierung des
Förderprogramms werden zur Gegenfinanzierung der Mehrkosten
(1,359 Mio. €) des Bonner 19€-Schülertickets verwendet, sodass der
Ticketpreis dauerhaft bei 19€ pro Monat verbleiben kann.
4. Darüber hinaus werden freiwerdende Mittel genutzt, um die Mehrkosten
des 19€-Sozialtickets für Inhaber*innen des Bonn-AusweisesSeite 1 von 3
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auszugleichen (180 Tsd. € in 2026 und 360 Tsd. € für 2027), sodass
auch dieses Ticket weiterhin zu einem Preis von 19€ angeboten werden
kann.
5. Zusätzlich werden die freiwerdenden Mittel verwendet, um den
kostenfreien Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit
einem Bonn-Ausweis in die Bonner Schwimmbäder während der
Sommerferien 2026 zu finanzieren.
Begründung
Der Gebäudesektor verfehlt immer noch in einem sehr hohem Maße seine
Klimaziele. Die energetische Sanierungsrate stagniert und 80 % der Gebäude
werden mit keiner nachhaltigen Wärme versorgt. Die überwiegende Mehrzahl
der Gebäude ist unzureichend gedämmt. Bonn hat sich das Ziel gesetzt, bis
2035 klimaneutral zu sein. Daher ist es dringend notwendig, privaten
Vermietern Anreize zu schaffen, um in ihren Gebäudebestand zu
investieren. Das Programm schließt damit eine Lücke zwischen den großen
Wohnungsgesellschaften und den privaten Hausbesitzern, die ihr Eigentum
selbst bewohnen. Die Kriterien des bisherigen Förderprogramms waren ganz
offensichtlich zu eng gefasst, wie sich an den beantragten und bewilligten
Fördersummen ablesen lässt. Daher ist es unerlässlich, dass dieses
Förderprogramm weiter Bestand hat, jedoch fortgeschrieben und angepasst
wird.
Die Streichung von Förderprogrammen für die Bestandssanierung zugunsten
kurzfristiger „Geschenke“ ist eine politisch kurzsichtige Entscheidung. Wer
heute beim Klimaschutz spart, handelt kontraproduktiv. Wir können es uns nicht
leisten, die strukturelle Transformation unserer Stadt zu gefährden. Die jungen
Menschen von morgen brauchen keine einmaligen Ferien-Aktionen, sondern
eine stabile und lebenswerte Welt, in der die Klimafolgen durch kluge
Investitionen minimiert werden.
Damit der freie Eintritt bei denen Personen ankommt, bei denen es für eine
spürbare Entlastung sorgt ist der freie Eintritt an den gut etablierten Bonn-
Ausweis geknüpft. Die Überprüfung an den Kassen hat den gleichen Umfang
wie eine aktuelle Prüfung für andere Ermäßigungen, z.B. Auszubildende,
Studierende, Inhaber*innen der Jugendleiterkarte, Bonn-Ausweis-
Inhaber*innen oder anderen Ermäßigungen.
Ein freier Eintritt ins Schwimmbad ist ein schönes Signal für soziale Teilhabe,
doch wir dürfen die langfristige Verantwortung für unsere Klimaziele nicht
gegen kurzfristige Symbole eintauschen. Die energetische Sanierung unseres
Gebäudebestands ist kein Luxusgut, sondern eine essenzielle Investition in die
Lebensgrundlagen der kommenden Generationen. Ein klimaneutraler
Gebäudebestand senkt langfristig die Energiekosten und ist ein entscheidender
Hebel im Kampf gegen die Klimakrise.
Wir müssen Wege finden, soziale Teilhabe und ökologische Transformation
gemeinsam zu gestalten, statt sie gegeneinander auszuspielen.
Generationengerechtigkeit bedeutet nicht, Klimaschutz zu kürzen, sondern ihnSeite 2 von 3
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so zu gestalten, dass er Menschen konkret entlastet.
Generationengerechtigkeit bedeutet, heute die notwendigen Weichenstellungen
für ein klimaresilientes Morgen zu finanzieren und sicherzustellen, dass der
ökologische Umbau unserer Infrastruktur nicht auf Kosten der langfristigen
Sicherheit geopfert wird.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 29.10.2026, 18:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de