261242 · Große Anfrage
Große Anfrage - BSW/SBI-Gruppe: Verkehrssicherheit an der Ausfahrt der A565, Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6), Querungsstelle Lievelingsweg
Kerndaten
- Nummer
- 261242
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 17.06.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Lievelingsweg Hauptort
- Tannenbusch
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261242 Fragesteller/in: BSW/SBI-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Hanno von Raußendorf Moussa Acharki 17.06.2026 Große Anfrage - BSW/SBI-Gruppe: Verkehrssicherheit an der Ausfahrt der A565, Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6), Querungsstelle Lievelingsweg Beratungsfolge Rat 09.07.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Verkehrssicherheit an der Ausfahrt der A565, Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6), Querungsstelle Lievelingsweg Im Bereich der Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6) an der Bundesautobahn 565 befindet sich an der Rechtsabbieger-Ausfahrt in den Lievelingsweg eine Querungsstelle für den Fuß- und Radverkehr (Fußgängerüberweg). Fragen an die Verwaltung: 1. Wie hoch ist die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung (DTV) der Ausfahrt an der Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6)? 2. Wie hoch ist der Anteil der Rechtsabbieger in den Lievelingsweg? 3. Wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt (inkl. V85-Wert)? 4. Liegen aktuelle Erhebungen zum Fuß- und Radverkehr an dieser Querungsstelle vor? 5. Wie viele Unfälle wurden in den letzten fünf Jahren im Bereich der Ausfahrt und der Querungsstelle registriert? 6. Gab es Unfälle mit Beteiligung von Fuß- oder Radverkehr? 7. Wurde der Bereich durch die Unfallkommission bewertet? 8. Entspricht die bestehende Querungsstelle den aktuellen Richtlinien für Fußgängerüberwege? 9. Wurde geprüft, ob die Verkehrsstärke eine reine FGÜ-Lösung weiterhin zulässt? 10. Wurde eine Lichtsignalanlage (auch als Bedarfsampel) geprüft? Falls ja, mit welchem Ergebnis? 11. Wurden bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung geprüft? 12. Wurde eine gesonderte Signalisierung des RechtsabbiegeverkehrsSeite 1 von 13 Seite 2 untersucht? 13. Welche Maßnahmen wären aus Sicht der Verwaltung geeignet, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen? Begründung An der genannten Anschlussstelle verlassen Fahrzeuge die Autobahn und bie- gen unmittelbar nach der Abfahrt rechts in den Lievelingsweg ein. Dabei kreu- zen sie einen Zebrastreifen mit begleitender Radverkehrsführung. Für diese Fahrbeziehung besteht keine eigene Lichtsignalisierung. Nach vorliegenden Erkenntnissen kam es an dieser Querungsstelle in der Ver- gangenheit bereits mehrfach zu Unfällen mit zum Teil schwer verletzten Fußgängern und Radfahrern, die stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Damit handelt es sich nicht um ein rein theoretisches Gefahrenpoten- zial, sondern um eine bereits real eingetretene Gefährdungslage. Aufgrund der besonderen Lage unter der Brücke, der Verkehrsbelastung einer Autobahnausfahrt sowie der Dynamik des abbiegenden Verkehrs bestehen erhebliche Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Querungssituation für unge- schützte Verkehrsteilnehmer. Eigene wiederholte Beobachtungen vor Ort bestätigen die Gefährdungslage. Fahrzeugführende, die von der Autobahn kommend nach rechts in den Lieve- lingsweg abbiegen, konzentrieren sich nahezu ausschließlich auf den von links nachfolgenden Verkehr. Eine Zuwendung nach rechts und damit eine Wahr- nehmung des unmittelbar hinter der Abbiegung querenden Fuß- und Radver- kehrs findet regelmäßig nicht statt. Die Querungsstelle wird dadurch faktisch übersehen. Vor dem Hintergrund der städtischen Verkehrssicherheitsziele sowie der Ver- pflichtung zur präventiven Gefahrenabwehr erscheint eine Überprüfung der aktuellen Gestaltung dringend geboten. Die derzeitige Ausgestaltung als reiner Fußgängerüberweg an einer hoch be- lasteten Autobahnausfahrt wirft erhebliche Fragen hinsichtlich der Vereinbarkeit mit aktuellen sicherheitstechnischen Standards auf. Autobahnabfahrten weisen typischerweise eine erhöhte Verkehrsbelastung und eine besondere Fahrdynamik auf. Die Wahrnehmung und Reaktionsbereit- schaft der Fahrzeugführer konzentriert sich primär auf den fließenden Verkehr, sodass Querungsstellen ohne Signalregelung ein erhöhtes Gefahrenpotenzial darstellen können. Die bereits eingetretenen Unfälle mit schwer verletzten Personen verdeutlichen, dass hier ein strukturelles Sicherheitsdefizit vorliegen könnte. Es ist nicht sachgerecht, auf weitere schwere Personenschäden zu warten,Seite 2 von 13 Seite 3 bevor eine sicherheitstechnische Anpassung erfolgt. Die Verkehrssicherungs- pflicht verlangt ein präventives und entschlossenes Handeln bei erkennbarer Gefahrenlage. Anlage/n 1 Anlage1 (öffentlich) 2 Anlage2 (öffentlich)Seite 3 von 13 Abb. [Nr.1]: Querungsstelle für den Fuß- und Radverkehr an der Rechtsabbieger-Ausfahrt der Anschlussstelle Bonn-Tannenbusch (Nr. 6) in den Lievelingsweg, Bundesautobahn 565. Quelle: Google Maps, Screenshot vom [16.06.2025].Seite 4 von 13 Abb. [Nr.2]: Ansicht aus der Gegenrichtung. Quelle: Google Maps, Screenshot vom [16.06.2025].Seite 5 von 13 Abb. [Nr.3]: Ansicht aus der Gegenrichtung. Quelle: Google Maps, Screenshot vom [16.06.2025].Seite 6 von 13 Abb. [Nr.4]: Ansicht aus der Sicht des Autofahrers, der von der Autobahn einfährt. Quelle: Google Maps, Screenshot vom [16.06.2025].Seite 7 von 13 Seite 8 von 13 Seite 9 von 13 Seite 10 von 13 Seite 11 von 13 Seite 12 von 13 Seite 13 von 13
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bonn.social/@lage ↗Datenstand: 02.11.2026, 11:30 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de