Zum Inhalt springen

← Vorlagen

261291 · Dringlichkeitsantrag

Volt/Grüne Dringlichkeitsantrag: Akute Krise der Rheinquerungen: Planungsbeschleunigung und Ressourcenmobilisierung für die Projekte „Seilbahn“ und „Fuß- und Radverkehrsbrücke“

Nummer
261291
Art
Dringlichkeitsantrag
Veröffentlicht
26.06.2026
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 26.06.2026
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 13.07.2026

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sondersitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 30.06.2026 Empfehlung
  2. Sitzung des Rates 13.07.2026 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 74,8 KB Öffnen ↗

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (4.070 Zeichen)
Dringlichkeitsantrag
öffentlich
261291
Antragsteller/in:
Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn
Karin Langer
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Barbara Krausz
24.06.2026
Volt/Grüne Dringlichkeitsantrag: Akute Krise der
Rheinquerungen: Planungsbeschleunigung und
Ressourcenmobilisierung für die Projekte
„Seilbahn“ und „Fuß- und Radverkehrsbrücke“
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 30.06.2026 Empfehlung
Rat 09.07.2026 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Die Vollsperrung der Nordbrücke (A565, Friedrich-Ebert-Brücke) trat am
03.06.2026 um 15:00 Uhr in Kraft. Durch die dynamisch Situation waren auch
bis zur Einreichungsfrist nicht alle Informationen vorliegend, die diesen
Beschlussvorschlag begründen, weshalb dieser nun als Dringlichkeitsantrag
erfolgt. Es braucht in dieser Situation schnelles Handeln, um die Situation der
Bürger*innen zu verbessern, zudem könnten durch einen zeitlichen Aufschub
das Zeitfenster verstreichen und der Stadt Bonn Fördergelder entgehen.
Inhalt des Dringlichkeitsantrags
1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Realisierung der bereits beschlossenen
Infrastrukturprojekte Realisierung der links-rechtsrheinischen Seilbahn und
den Bau der neuen Fuß- und Radverkehrsbrücke über den Rhein mit
höchster Priorität voranzutreiben.
2. Die Verwaltung wird aufgefordert, unverzüglich an das Bundesministerium
für Verkehr (BMV) heranzutreten, um das signalisierte Hilfsangebot des
Bundes konkret einzufordern. Dabei ist auf eine signifikante Verkürzung der
Planungs- und Genehmigungsverfahren (z. B. durch gesetzliche
Sonderregelungen oder vorgezogene Planfeststellungsabschnitte) sowie auf
die vorzeitige Bereitstellung von Bundesmitteln und personellen Ressourcen
hinzuwirken.
Begründung
Die am 03.06.2026 vollzogene Vollsperrung der Nordbrücke (A565) für den
gesamten Verkehr hat zu einer beispiellosen Überlastung der verbleibenden
Bonner Rheinquerungen geführt. Die Kennedybrücke und die SüdbrückeSeite 1 von 2
Seite 2
(Konrad-Adenauer-Brücke) fangen derzeit nicht nur den umgeleiteten
motorisierten Individualverkehr (MIV) auf, sondern erleben auch einen
massiven, sprunghaften Anstieg des Fuß- und Radverkehrs.
Diese Verkehrsverlagerung führt zu erheblichen Kapazitätsengpässen,
Sicherheitsrisiken auf den kombinierten Geh- und Radwegen der bestehenden
Brücken und zu einer unzumutbaren täglichen Belastung für die Bonner
Bevölkerung, Pendlerinnen und Pendler sowie die Wirtschaft.
Um einen dauerhaften Verkehrskollaps abzuwenden, reicht das bloße
Management des bestehenden Netzes nicht aus. Es bedarf einer zügigen und
kapazitätsstarken Erweiterung der Netzinfrastruktur im Umweltverbund:
• Die links-rechtsrheinische Seilbahn: Basis hierfür ist unter
anderem der Ratsbeschluss DS 212071 zur Weiterverfolgung der
Seilbahnplanung (Trassenkorridor Ramersdorf – UN-Campus –
Venusberg). Die Seilbahn besitzt ein enormes Potenzial, bis zu 1.800
Personen pro Stunde staufrei, emissionsfrei und unabhängig vom
Straßenraum über den Rhein zu transportieren und so insbesondere
die Südbrücke massiv zu entlasten.
• Die neue Fuß- und Radverkehrsbrücke: Mit dem Ratsbeschluss
DS 200074 zur Einleitung der Planungen für eine dedizierte
Rheinquerung für den Fuß- und Radverkehr wurde das Fundament
gelegt. Dieses Projekt ist nun dringlicher denn je, um den enormen
Zuwachs im Rad- und Fußverkehr sicher, kreuzungsfrei und mit
hoher Reisegeschwindigkeit abzuwickeln, ohne den ohnehin
gestauten Kfz-Verkehr auf den Bestandsbrücken zu blockieren.
Da das Bundesverkehrsministerium (BMV) angesichts der akuten Notlage in
der Bundesstadt Bonn bereits schnelle und unbürokratische Hilfe
signalisiert hat, bietet sich jetzt ein historisches Zeitfenster. Die Verwaltung
muss diese politische Zusage nutzen, um mit Unterstützung des Bundes die
gesetzlichen Spielräume für Planungsbeschleunigungen voll auszuschöpfen.
Nur durch die vorgezogene Bereitstellung von Bundesressourcen können diese
beiden Schlüsselprojekte aus dem Stadium der regulären Langzeitplanung in
eine beschleunigte Umsetzung überführt werden.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@lage ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 24.10.2026, 04:43 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de