261337 · Dringlichkeitsantrag
Grüne/Linke/Volt-Dringlichkeitsantrag: Sicherheit für den Radverkehr auf der Ost-West-Achse
Kerndaten
- Nummer
- 261337
- Art
- Dringlichkeitsantrag
- Veröffentlicht
- 08.07.2026
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Stand im Verfahren
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.733 Zeichen)
Dringlichkeitsantrag öffentlich 261337 Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Friederike Dietsch Dr. Barbara Krausz Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Patrick Tollasz Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Karin Langer 07.07.2026 Grüne/Linke/Volt-Dringlichkeitsantrag: Sicherheit für den Radverkehr auf der Ost-West-Achse Beratungsfolge Rat 09.07.2026 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Die Dringlichkeit ergibt sich aus der unmittelbar bevorstehenden Umsetzung der neuen Verkehrsführung. Mit ihr entstehen erhebliche Änderungen für den Rad-, Fuß- und ÖPNV-Verkehr, die zu neuen Konfliktsituationen und einem erhöhten Unfallrisiko führen können. Inhalt des Dringlichkeitsantrags 1. Der am 01.07.2026 der Öffentlichkeit vorgestellten Planung zur Änderung der Verkehrsführung auf der Oxfordstraße wird nicht zugestimmt. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, den Linksabbieger auf der Oxfordstraße in Höhe des Landgerichts in Richtung Florentiusgraben (U-Turn in Fahrtrichtung Kennedybrücke) zu sperren. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, den Linksabbieger von der Oxfordstraße in die Wilhelmstraße und den Linksabbieger von der Oxfordstraße in die Altstadt zu prüfen, ob diese Rückstau verursachen und im Sinne der Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kreuzung gesperrt werden sollten. 4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Verkehrspolizei zu bitten, an den neuralgischen Kreuzungen (Sandkaule, Kölnstraße, Thomas-Mann- Straße) den Verkehr zu regeln. 5. Die Verwaltung wird beauftragt, die Verkehrssicherheit fortlaufend zu evaluieren. Dabei soll insbesondere die Entwicklung des Unfallgeschehens im Umfeld des Bertha-von-Suttner-Platzes, der Kennedybrücke und des Konrad-Adenauer-Platzes engmaschig ausgewertet werden. Insbesondere sind dabei Unfälle mit Beteiligung des Rad- und Fußverkehrs sowie Beinaheunfälle zu betrachten. Die Verwaltung wird gebeten, die Unfallkommission zeitnah mit den Erkenntnissen zu befassen und dort eine vertiefte Bewertung der Verkehrssicherheit herbeizuführen. 6. Die Verwaltung wird beauftragt, die Häufigkeit und Dauer blockierter Kreuzungen sowie die Leistungsfähigkeit des Verkehrsablaufs des KfZ-Seite 1 von 2 Seite 2 Verkehrs vor und nach Umsetzung von Maßnahmen zu untersuchen. Hierbei ist der Einfluss externer Faktoren wie den Sommerferien, Gewöhnungseffekten und sonstige verkehrliche Veränderungen mit geeigneten wissenschaftlichen Methoden herauszurechnen, sodass die Wirkung der beschlossenen Maßnahmen isoliert bewertet werden kann. Begründung Zu 1) Die in der letzten Woche vorgestellten Pläne zur Änderung der Verkehrsführung auf der Oxfordstraße beinhalten einen gravierenden Verlust an Sicherheit im Vergleich zur aktuellen Radverkehrsführung: Schutzstreifen sind bei der hohen Verkehrsbelastung mit viel Schwerlastverkehr nicht zulässig, der nötige Überholabstand von 1,50m ist bei Autos auf zwei MIV-Spuren nicht einzuhalten. Das teilweise geplante Verbot des Radverkehrs hat den Planungen nach eine Umleitung des Radverkehrs zur Folge, die durch die Fußgängerzone (Sterntorbrücke, Friedensplatz) und an Bussen und Taxis vorbei führt. Dies birgt ebenso große Gefahren für den Rad- und Fußverkehr. Zudem ist damit zu rechnen, dass es zu erhöhtem Radverkehr auf der Friedrichstraße kommt. Eine Petition zum Erhalt der Umweltspuren und Fahrradstreifen hat in wenigen Tagen knapp 10.000 Unterschriften gesammelt. Der geplante Entfall der Umweltspur vor dem Stadthaus würde erhebliche Einbußen bei der Pünktlichkeit von drei Buslinien zur Folge haben. Ebenso würde die geplante Umleitung des Radverkehrs über den Friedensplatz die An- und Abfahrt der Busse behindern. Zu 2-4) Der Rückstau auf der Oxfordstraße entsteht vor allem durch blockierte Kreuzungen und den Linksabbieger vor dem Landgericht. Durch die hier vorgeschlagenen Maßnahmen würde der Verkehrsfluss verbessert, ohne die Verkehrssicherheit des Radverkehrs und die Beschleunigung des Busverkehrs in vergleichbarem Maße einzuschränken. Zu 5) Die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmenden muss oberste Priorität haben. Die Zählstellen auf der Kennedybrücke zeigen, dass viele Menschen auf das Rad umsteigen und so die Straßen entlasten. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen entstehen viele Konfliktsituationen, zudem verfügen viele der zusätzlichen Radfahrenden über wenig Erfahrung im Alltagsradverkehr. Zu 6) Änderungen an der Verkehrsführung müssen faktenbasiert erfolgen. Dabei genügt es nicht, einzelne Kennzahlen isoliert zu betrachten. Vielmehr müssen äußere Einflüsse wie Ferienzeiten, Gewöhnungseffekte oder die allgemeine Entwicklung des Verkehrsaufkommens berücksichtigt werden, um die tatsächliche Wirkung der Maßnahmen wissenschaftlich belastbar bewerten zu können. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@lage ↗Datenstand: 23.10.2026, 01:37 MESZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de