262025 · Anregungen und Beschwerden
Bürgerantrag: Zukunft des Schauspiels in Bad Godesberg sichern
Kerndaten
- Nummer
- 262025
- Art
- Anregungen und Beschwerden
- Veröffentlicht
- 28.10.2026
- Letzte Änderung
- 30.10.2026
Orte
- Alt-Godesberg Hauptort
- Bonn
- Bad Godesberg
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.177 Zeichen)
Anregungen und Beschwerden öffentlich 262025 Der Oberbürgermeister Federführung: Co-Dezernat Dezernat: Dez. OB 13.10.2026 Bürgerantrag: Zukunft des Schauspiels in Bad Godesberg sichern Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 09.12.2026 Entscheidung 1. Die zuständigen politischen Gremien und die Verwaltung der Bundesstadt Bonn befassen sich intensiv mit der aktuellen Gefährdung des Bonner Schauspiels. 2. Die Verwaltung erarbeitet konkrete Maßnahmen zu dessen langfristigem Erhalt und zur finanziellen sowie strukturellen Absicherung und legt diese den zuständigen Gremien zu Beschluss vor. Begründung: Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) 2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 1 von 2 Betreff Retten Sie das Schauspiel Bonn Bad Godesberg! Ihr Antrag Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrte Mitglieder des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, hiermit stelle ich einen Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW zur Situation des Bonner Schauspiels. Ich beantrage, dass sich die zuständigen politischen Gremien und die Verwaltung der Bundesstadt Bonn intensiv mit der aktuellen Gefährdung des Bonner Schauspiels befassen und konkrete Maßnahmen zu dessen langfristigem Erhalt und zur finanziellen sowie strukturellen Absicherung beschließen. Ich bin geschockt darüber, dass eine Kulturstadt, wie Bonn, die sich bei jeder Gelegenheit Beethoven auf die Fahne schreibt, ernsthaft darüber nachdenkt, eine gesamte Stadtbild und Kultur prägende Institution einzusparen. Traurig ist, dass ich in meiner Argumentation nicht darauf eingehen werde, wie sehr alle diese kulturellen Orte selbstredend unerlässliche Begegnungsstätten sind, die uns zum Nachdenken anregen, Austausch fördern, Horizonte erweitern und provozieren, moralischer Kompass sind und Flucht in andere Welten außerhalb des Alltags darstellen. Ich gehe deshalb nicht darauf ein, da die Menschlichkeit schon lange in der Politik keinen Raum mehr hat. Ich werde aber nicht müde, immer und immer wieder Richard Weizsäcker zu zitieren, der in eben dieser Stadt Bundespräsident war und folgende berühmten Sätze sagte: „Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert. […] Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushaltes zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst.“ Die Kultur- und Kreativwirtschaft macht 3,3 % des deutschen Bruttoinlandsprodukts aus! Die Kulturbranche erwirtschaftet doppelt so viel wie die gesamte chemische Industrie in Deutschland und liegt vor dem Maschinenbau. Wenn also in dieser Regierungszeit nur kapitalistisch argumentiert werden kann, warum berauben Sie nach und nach diesem Land dessen Kerngeschäft und Identität? Salzburg erzielt durch Kultur eine jährliche Wertschöpfung von mehreren Hundert Millionen Euro - und was macht die Geburtsstadt Beethoven? Lässt 2015 den Hauptsponsor DHL ziehen, der bereit war, ein neues Festspielhaus zu finanzieren, weil keine politische und gesellschaftliche Allianz erkennbar war. Das Opernhaus fällt in sich zusammen, das Arp Museum hat Finanzierungsschwierigkeiten, keine Gastronomie lockt in diese Stadt. Was passiert hier? Ich bin hier geboren und aufgewachsen, war ständig in Theater und Oper, habe in den letzten 15 Jahren in vielen attraktiven Großstädten gelebt und gearbeitet. Vor drei Jahren zog ich zurück und muss mich jetzt damit konfrontieren, dass diese Stadt keinerlei kulturelles, gesellschaftliches und politisches Profil mehr hat. Bitte fangen Sie JETZT damit an, zu investieren, damit sie nicht irgendwann im vollkommenen provinziellen Nichts versinken. Begründung des Antrags Ich bin erschüttert, dass die Stadt auch nur in Erwägung zieht, eine Institution, wie das Schauspiel Bonn Bad Godesberg zu schließen. Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne. Erstellt mit MACH formsolutions Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@lage ↗Datenstand: 02.11.2026, 10:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de